Cheers, Staffel 4, Episode 23 [CBS Studios / Paramount Pictures, 27. 03. 1986 (US)]

Viele Folgen sind es nicht mehr, bis die vierte Staffel sich dem Ende neigt. Doch bis das hier auf dem Blog eintritt, vergehen noch ein paar Wochen. Vier Wochen, um genau zu sein. Oder anders gesagt, in einem Monat startet die fünfte Staffel. Bis dahin gibt es aber noch ein paar sehr vergnügliche Folgen, wie die heutige:

Cheers LogoDrei sind einer zuviel“
(Relief Bartender
)

Sam versucht, mit neuen Akzenten das Cheers zu beleben. Hierfür kommt er hinter dem tresen hervor und versucht sich als Manager/Grüß-Gott-Onkel. Dafür muss aber ein weiterer Bartender eingestellt werden. Die Wahl fällt auf den sympathischen Ken. Aber Sams Plan geht nach hinten los und so muss Sam wieder zurück hinter die Bar. Selbst als eine groß angekündigte Caribou-Loge im Cheers eintrifft, die sich als kleine Gruppe von drei Leuten herausstellt, ändert dies nichts. Nur das würde bedeuten, dass er entweder Woody oder Ken entlassen müsste, was allerdings nicht so einfach ist, da Ken als Vater von zwei (bald drei) Kindern auf den Job angewiesen ist. Also versucht er Woody die Lage zu erklären, und hofft auf sein Verständnis …

Sam als „Grüß-Gott-Onkel“ mit dem Ehepaar Benfer.

Das Cheers war schon immer nicht gerade die erfolgreichste Bar in Boston, und so ist es nicht wirklich verwunderlich, dass Sam nach neuen Möglichkeiten sucht, um seine Bar bekannter zu machen. Alleine seine „Popularität“ als ehemaliger Baseballspieler reicht da nicht mehr aus. Wirtschaft und Finanzen sind ein weitaus häufigeres Thema, als es zu Beginn den Anschein hat. Immer wieder einmal ist Sam gezwungen Dinge zu ändern, bis hin zum Verkauf seiner Bar, um nicht am Existenzminimum zu landen. So richtige Zahlen und Erfolge hingegen gibt es nie zu sehen, oder zu hören. Daran erkennt man leider auch, dass die Bar lediglich ein Schauplatz ist, und nur wenn notwendig der wirtschaftliche Faktor hinzukommt. Aber es handelt sich hierbei immerhin auch um eine Comedyserie und keine Businessserie. Ganz zu Beginn werden dafür noch einmal ganz kurz die Ereignisse der letzten Episode aufgegriffen, in der sich Sam und Diane näher kamen.

Der neue Barkeeper Ken mit seiner Familie.

Und hier setze ich auch gleich mit den Gastdarstellern an. Denn Sam taucht mit seinem neuen Betthäschen Andrea (Kim Robinson) auf. In ihrer Karriere brachte es Kim Robinson gerade einmal auf drei Engagements. Diese wären „Bachelor Party“, „Das Horror-Lyzeum“ und eben ihre Rolle in „Cheers“. Des Weiteren tritt ein älteres Ehepaar auf, von dem allerdings nur die Dame in den Credits erwähnt wird, und der Mann gänzlich unerwähnt bleibt. Ihre Rolle, als Mrs. Benfer war auch gleichzeitig Madgel Deans bis dato letzter Auftritt. Zuvor war sie unter anderem in „Perry Mason“, „Rauchende Colts“ und dem Kinofilm „Psych-Out“ zu sehen. Der neue Barkeeper Ken wird von Tony Carreiro verkörpert, der später seine große Chance als Richard Stratford in der Serie „Doctor Doctor“ erhielt. Aber auch in anderen Serien („Golden Girls“, „Hör mal, wer da hämmert“ und „Charmed – Zauberhafte Hexen“) und Filmen („Das Haus an der Carroll Street“, „Lethal Weapon 2 – Brennpunkt L.A.“ und „Lucky Numbers“) hatte er immer wieder kleinere und größere Rollen zu spielen. Kens Frau, gespielt von Patricia Veselich, hatte weitaus weniger als Schauspielerin zu tun und war nur in ein paar Serien und TV-Filmen zu sehen. Darunter sind „Zurück in die Vergangenheit“, „Ich kämpfe um dich, kleine Abby“ und „Babyswitch – Kind fremder Eltern“. Und wenn man schon eine Familie ins Cheers bringt, dann gehören dazu auch ein paar Kinder. Kens Kinder wurden dargestellt von Edan Gross und Judith Barsi. Edan Gross ist bis Ende der 90er Jahre ein mehr oder weniger erfolgreicher Schauspieler gewesen. Inzwischen ist es aber eher still geworden. Zu einigen seiner Engagements zählen die Rollen als Gene Harper in „Die reinste Hexerei“, als Hartley in „Vier unter einem Dach“ und als originale Synchronstimme von Fabian in „Arielle – Die Meerjungfrau“. Trotz ihres jungen Alters von gerade einmal 10 Jahren brachte es Judith Barsi, bis zu ihrem grausamen Tod im Jahr 1988 auf beachtliche 24 Film- und Serienauftritte. Dazu zählen Serien wie „Ein Colt für alle Fälle“, „Love Boat“ und „Unser lautes Heim“, aber auch Kinofilme wie „Der Tiger“, „Der weiße Hai IV – Die Abrechnung“ und als Synchronstimme von Ducky in „In einem Land vor unserer Zeit“. Im Juli 1988 wurde Judith Barsi mit ihrer Mutter von ihrem Vater erschossen, bevor dieser dann das gemeinsame Haus anzündete und sich selbst tötete. Die Schlussriege der Gastdarsteller bildet die Caribou-Loge, verkörpert von Paul Eiding, Jack Lindine und Terrence Beasor. Paul Eiding hat eine ziemlich beachtliche Karriere und bis dato über 230 Anstellungen vom Schauspieler bis zum Synchronsprecher (von Serien, Filmen und Spielen), was im Grunde auch irgendwie Schauspiel ist. Dazu gehört neben vielen Disneyfilmen auch seine Sprechrolle als Max Tennyson in der Animationsserie „Ben 10“ (und sämtlichen Nachfolgern) und die Synchronrollen in „Flucht von Monkey Island“ sowie ganz aktuell im Nintendo 3DS-Spiel „Code Name: S.T.E.A.M.“. Zu seinen Schauspielrollen zählen Auftritte bei „Trapper John, M.D.“, „The Twilight Zone – Unbekannte Dimensionen“ und „Picket Fences – Tatort Gartenzaun“ im Serienbereich, sowie „Madhouse“, „American Zombie“ und dem kommenden „The Submarine Kid“ im Filmbereich. Etwas weniger, und zwar 83 Mal, ist es bei Terrence Beasor. Zu seinen Serienauftritten gehören „Der unglaubliche Hulk“, „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ und „Dr. House“ und zu seinen Filmerfolgen „Die weiße Bestie“, „Wallace“ und „Walk Hard: Die Dewey Cox Story“. Noch ein bisschen weniger hat Jack Lindine in seinem Leben bisher schauspielerisch geleistet. Einige seiner Serienrollen fanden in Erfolgsserien wie „Hart aber Herzlich“, „Dark Skies – Tödliche Bedrohung“ und „Six Feet Under – Gestorben wird immer“ statt, aber auch ein paar Filme hat er im Portfolio, wie zum Beispiel „Xanadu“, „Thelma & Louise“ und „Eine Liebe für die Unendlichkeit“.

Die gesamte Caribou-Loge. Ein trauriger Anblick.

Die Folge macht sehr viel Spaß, auch wenn das Ende sehr konstruiert wirkt, da hier Sams Probleme durch Kommissar Zufall gelöst werden. Trotzdem sind es gerade die Kleinigkeiten, welche diese Folge zu einer der besseren der vierten Staffel machen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 1986-2015 CBS Studios / Paramount Pictures

Amazon-Partnerlinks:

„Cheers – Die komplette erste Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette zweite Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette dritte Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette vierte Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette fünfte Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette sechste Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette siebte Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette achte Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette neunte Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette zehnte Season“ bei Amazon bestellen.
„Cheers – Die komplette elfte Season“ bei Amazon bestellen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.