Gratis Comic Tag 2018-Review (28): Q-R-T [Reprodukt]

Nach „Unerschrocken“ ist Q-R-T (ausgesprochen „Kurt“) der zweite Beitrag von Reprodukt zum Gratis Comic Tag 2018. Und erneut geht der Verlag einen ungewohnten Weg. Wobei der nicht so ungewohnt ist. Immerhin sind Außerirdische ein fester Bestandteil der Literatur geworden. Und Außerirdische auf der Erde sind nun einmal auch nichts Besonderes mehr. Naja, bis man Q-R-T kennenlernt …

Q-R-T – Mein Nachbar ist ein Ausserirdischer

Der kleine Kurt tritt seinen Dienst auf der Erde an. Eigentlich stammt er vom Planeten RZZZ, wo alle ihr Leben lang Kinder bleiben. Zusammen mit seinem gestaltwandelnden Haustier Flummi soll er nun die Erdlinge observieren. Dumm nur, dass es da neben der Regierung noch andere unmittelbare Gefahren gibt. Da wären der Nachbar Görmann, der immerzu nach Außerirdischen sucht, das aufgeweckte Mädchen Lara und der immer nervende Hausverwalter, der Q-R-T gerne loswerden möchte …

Der geistige Vater hinter Q-R-T ist der deutsche Künstler Ferdinand Lutz, der auch bereits „Rosa und Louis“ bei Reprodukt veröffentlicht hat. Was hier zuerst auffällt, ist, das Q-R-T augenscheinlich ein Kindercomic ist, was aber nur die Oberfläche von dem ankratzt, was eigentlich in der bisher zwei Bände umfassenden Reihe steckt. Denn bei genauerem Hinsehen merkt man, das Q-R-T vor allem aus dem Blickwinkel eines Kindes erzählt und somit einen gänzlich anderen Ansatz gewählt hat. So wirkt zwar alles sehr einfach und kindlich, doch hinter dieser Fassade der Comicstrip-Optik mit dem fast schon klassischen 3-Panel/4-Zeilen Seitenlauyout steckt ein ernst zu nehmender Comicstrip, der zwar auch fröhlich und unbeschwert sein kann, aber ebenso zum Nachdenken anregt. Sehr schön deutlich wird dies bei der zweiten Geschichte „Beim Schweif des ZGBENG“, in der Q-R-T und Lara den Geheimnissen des Weltalls auf der Spur sind.
Die Opti ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, entwickelt aber recht schnell einen sehr liebenswerten Charme, was vor allem an der konsequenten Nutzung des Kindchenschemas liegt. Große Köpfe mit ausdrucksstarken Augen, kleine zierliche Körper mit relativ kurzen Extremitäten, alles ist auf niedlich und schutzbedürftig angelegt. Auch wenn Q-R-T keines Schutzes bedarf.

Q-R-T hat mich erneut positiv überrascht. Allerdings muss ich auch gestehen, dass wenn alles recht niedlich und dennoch vielschichtig ist, der letzte kleine Funke fehlt. Daher ist für mich der kleine sympathische Außerirdische zwar ganz nett, aber wie er auf der Erde sein Leben bestreitet, muss ich derzeit nicht wirklich wissen. Dennoch denke ich, dass er seine Freunde da draußen finden wird.

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