Gratis Comic Tag 2018-Review (31): Grandville [Schreiber & Leser]

Der zweite Gratis Comic Tag-Beitrag von Schreiber & Leser ist ein antropomorpher Tierkrimi mit allem, was dazu gehört. Und so präsentiert der Verlag hier einen Auszug aus dem ersten Band von Bryan Talbots Grandville-Saga, die bislang 4 deutsche Bände mit jeweils 104 Seiten (und 5 Originalbände) umfasst und die seit 2009 in relativer loser Reihenfolge erscheint. Der fünfte Band „Force Majeur“ soll die Reihe abschließen, die bereits 2013 für den Hugo Award nominiert wurde.

Grandville

Der ehrenwerte Bürger Raymond Leigh Otter wird tot in seinem Haus aufgefunden. Die Tatsache, dass das Haus von innen abgeschlossen war und Otter eine Waffe in der Hand hielt, legt den Schluss nahe, dass es sich um Selbstmord handelt. So denkt zumindest die örtliche Polizei. Aber Detective Inspector Archibald LeBrock sieht das anders und macht sich auf die Suche nach Otters Mörder. Die Spur führt vom kleinen ländlichen Vorort in das große Grandville …

Genres zu mischen, und das ganze dann vermenschlichte Tiere darstellen zu lassen, ist keine Seltenheit. Tiere lassen viel mehr Möglichkeiten zu, die bei der menschlichen Darstellung schnell Grenzen überschreiten würde. Natürlich kommt es auch bei solchen Geschichten auf die Basis an. Eine schlichte Handlung, gerade bei einer Krimiserie, ist sehr wichtig. Okay, nun haben wir eine Kriminalgeschichte, plus menschliche Tierwesen. Was fehlt noch? Ach ja, Steampunk kommt auch immer gut und so etwas wie eine Alternativwelt. Eine Erde, unserer nicht unähnlich, wo die Geschichte aber einen anderen Lauf genommen hat.
Wer jetzt meint, dass das ziemlich viel auf einmal ist, dem muss ich leider recht geben. Denn oftmals wirkt die Story überfrachtet, die Figuren sind nur Abziehbilder der übelsten Klischees. Kaum eine Figur, die sich nicht bekannter Eigenschaften bedient. Zwar kann man dies durchaus mit einem Augenzwinkern nutzen, hier jedoch scheint es der Autor sehr ernst zu meinen. Über das Artwork hingegen lässt sich nur wenig Negatives sagen. Die Mischung aus realistischer Darstellung und catrooniger Überzeichnung ist sehr interessant.

Auch wenn mich der Band nur wenig reizt, dazu ist mir alles ein wenig zu viel und die Optik alleine reicht nicht aus, so gibt es auch schöne Dinge anzumerken, wie der kleine Gastauftritt von Art Spiegelmans „Maus“ und anderer kleiner „Easter Eggs“, die jedoch nur Kennern ins Auge fallen. Eines weiß ich allerdings auch, und zwar dass diese Art von Geschichten ihre Fanbase hat und die werden sichtlich erfreut sein.

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