Ma-Co-Re-Mix (Vol. 72) [Spider-Man 2099 (2. Serie) Nr. 1 & Spider-Gwen Nr. 2]

Wie bereits letztens bei den Spider-Man & Avengers-Reviews erwähnt, muss ich, um wieder mit allen Serien auf eine Zeitschiene zu kommen, diese ausbremsen bzw. pausieren. Deswegen gibt es in der nächsten Zeit mehrere Ma-Co-Re-Mix-Ausgaben. Irgendwann ist dann alles auf einer Reihe und es beginnt das „Civil War II“-Event. Damit ich das aber schaffe, muss ich vermutlich ein wenig Gas geben und mehr als nur ein Review pro Woche machen und dafür alle anderen Reviews etwas zurückstellen. Aber da muss ich erst einmal sehen, was mein Zeitplan dazu sagt. Aber jetzt gibt es erst einmal Spider-Gwen und Miguel, alias Spider-Man aus dem Jahr 2099 …

MaCoReMix

Spider-Man 2099 Nr. 1: Anschlag aus der Zukunft [Dezember 2016]

Autor: Peter David
Zeichner: Will Sliney
Format: Softcover
Umfang: 124 Seiten
Inhalt: Spider-Man 2099 (2015) 1-5 & Amazing Spider-Man (2015) 1 (II)
Verlag: Panini Comics
Preis: 14,99 Euro

Nachdem Miguel merkt, dass sein Handeln letztendlich überhaupt nichts bewirkt, weil alle Schurken irgendwann wiederkommen, und der Spider-Man der hiesigen Dimension, in der Miguel nach wie vor feststeckt, es nicht zulässt, dass der Spider-Man aus dem Jahr 2099 irgendjemanden tötet, hängt er sein Superheldendress an den Nagel. Stattdessen will er sich nun nur noch als Ingenieur für Parker Industries austoben und dabei im Hintergrund an der Zukunft für das Jahr 2099 arbeiten, welches nach wie vor in Schutt und Asche liegt. Den Auslöser hierfür vermutet Miguel nach wie vor in der Gegenwart. Außerdem ist da noch seine Freundin Tempest, die mit einem wunderbaren Geheimnis auf ihn wartet, als es zu einem verhängnisvollen Anschlag kommt …

Tief greifende Veränderungen plant Peter David mit seinem Spider-Man und was anfangs nach einer recht romantischen und versöhnlichen Geschichte aussieht, entwickelt sich schnell zu einem typischen Superhelden-Drama inklusive Verschwörung und bösem Schurken. Und irgendwie werden Erinnerungen wach an die „Spider-Man No More“-Storyline und man fragt sich, ob das schon wieder sein muss. So oft wurde dies inzwischen thematisiert, auch wenn es David hie rien klein wenig anders ansetzt, bleibt der Grundgedanke doch derselbe. Aber da wäre ja noch die Verbindung mit Peters Firma „Parker Industries“ und schon tauchen ein paar Ungereimtheiten auf. Nachvollziehbar ist Miguels Wechsel von Alchemax hin zu Parker Industries. Immerhin ist Alchemax für den Untergang seiner „Zeitline“ verantwortlich. Und mit den Mitteln von Parker Industries kann Miguel einiges bewirken, um die mögliche Zukunft noch abzuwenden. Aber woher hat er plötzlich das Portal, mit dem er jederzeit in seine Zeit reisen kann? In mir keimt der Gedanke, dass ich etwas verpasst habe, oder Peter David hier keine wirkliche Erklärung liefern will/kann, was beides im Rahmen der Möglichkeiten liegt.
Bei den Zeichnungen gibt es dank Will Sliney und seinem bereits bekannten Stil keine Überraschungen, was ich derzeit für sehr beruhigend empfinde. Auch gefällt mir Slineys Artwork an dem dennoch leicht futuristischen Titel sehr gut. Denn auch, wenn Miguel derzeit in der Gegenwart festsitzt, umgibt ihn dank Sliney immernoch ein Hauch „Future“.

„Never change a winning Team.“ So heißt es doch. Naja und in gewissem Maße sind Peter David und Will Sliney an Spider-Man 2099 ein eindrucksvolles Siegerteam. Dass David hier einiges Versucht, dass mir zuerst nicht ganz so zusagt, zeigt aber auch, dass man manchmal etwas experimentieren muss, wenngleich sich mir die Angst aufzwingt, dass die Veränderungen nicht so existenziell ausfallen, wie sie es eigentlich könnten. Denn schon zu oft hat David Dinge eingeführt, nur um sie kurz darauf zu revidieren. Aber erst mal schauen, wie sich die aktuellen Ereignisse entwickeln.

Spider-Gwen Nr. 2: Von allen gejagt [August 2016]

Autor: Jason Latour
Zeichner: Robbie Rodriguez, Chris Visions
Format: Softcover
Umfang: 140 Seiten
Inhalt: Spider-Gwen (2015 [II]) 1-6
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,99 Euro

Noch immer ist die Polizei hinter Spider-Woman, alias Gwen Stacy, her, weil sie glauben, dass sie Peter Parker getötet hat. Außer ihr weiß kaum einer um die wahren Umstände. Und auch wenn ihr Vater Captain George Stacy inzwischen, um das Doppelleben seiner Tochter weiß, kann er ihr nicht wirklich helfen. Der Parker-Fall wird ihm weggenommen und an Frank Castle übergeben und auch Gwens und Peters ehemals bester Freund Harry Osborn macht inzwischen Jagd auf Spider-Woman, um den Mord an Peter zu rächen, ohne die Konsequenzen zu bedenken, die eintreten, wenn er das Echsen-Serum an sich ausprobiert …

Autor Jason Latour verbindet in der neuen Spider-Gwen-Serie bekannte Elemente mit frischen neuen Ideen. Gerade die klassischen Elemente aus dem bekannten Marvel-Universum , die Latour hier anders anordnet, bringen diesen frischen Wind mit. Als langjähriger Leser kennt man diese Ereignisse, wie den Tod von Gwen Stacy, und weiß um dessen Auswirkungen. Und dann liest man diesen Band und stellt fest, dass diese Art des Verlaufs auch ganz interessant ist. Die zusätzlichen Teenager-Elemente lassen Erinnerungen an die frühen Spider-Man-Abenteuer aufkommen, wirken aber dennoch neu, weil Latour es schafft, diese „Probleme“ in die aktuelle Zeit zu transferieren. Gerade die Idee, dass Gwen mit Mary Jane und ihren Freundinnen in einer Band aktiv ist, zaubert eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte, was als direkter Kontrast zu den Superhelden-Problemen von Gwen steht.
Neben Latour ist natürlich auch Robbie Rodriguez wieder mit dabei, als Gwen einen Comicserien-Neustart wagt. Was liegt immerhin näher, als das Erfolgsteam zusammenzuhalten, wenn Gwens zweite Serie ebenso ein Erfolg werden soll, die die erste Miniserie. Es ist aber nicht nur Rodriguez einzigartiger, manchmal etwas experimenteller und verschrobener Stil, der sich übrigens ideal mit Latours Handlung verbindet und so ein visuelles Gesamtkunstwerk schafft, welches aber ohne die überaus verrückte Farbgebung von Rico Frenzi nicht funktionieren würde. Denn genauso wie Latour mit Ideen spielt, Rodriguez gegen bekannte Artwork-Regeln agiert, so experimentiert Frenzi mit dem Farbspektrum. Und dies sogar noch einen Tick intensiver, als im ersten Band.

Auch wenn Gwen in Spider-Verse nur wenige Auftritte hatte und der erste Band zwar interessant aber noch einiges an Potenzial verschenkte, freut es mich zu sehen, dass hier einiges aufgeholt wurde, ohne dabei die vorangegangenen Ereignisse zu vergessen. Stattdessen knüpfen Latour und Rodriguez nahtlos an und bauen sogar noch die Freundschaft zwischen Gwen und Spider-Woman Jessica Drew mit ein, die sich nicht nur als gute Freundin, sondern auch perfekte Tutorin entpuppt.

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