Spider-Man & The Avengers (59) [Spider-Man Nr. 10 & Avengers Nr. 10]

Auch wenn der Civil War II diese beiden Heftserien noch nicht direkt betrifft, das beginnt erst im nächsten Review, versuche ich weiterhin diese Reviewreihe fortzuführen, um meinen Lesestapel abzubauen und zeitgleich das laufende Event möglichst chronologisch und zusammenhängend zu präsentieren. Das ist manchmal wirklich nicht einfach, gerade weil die Trades so einiger Serien aufgrund ihres Umfangs nur schwer einzuordnen sind, aber ich denke, dass ich eine gute Reihenfolge gefunden habe, die mir auch das rezensieren nicht zu schwer macht. Aber heute geht es noch ohne den Bürgerkrieg …

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 10 [Mai 2017]

Autor: Dan Slott
Zeichner: Giuseppe Camuncoli, R. B. Silva
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Amazing Spider-Man (2015) 18, 19 (I)
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Es steht schlecht um Jay Jameson und Tante May ists ehr besorgt. Doch während Jonah alles daran setzt seinen Vater von der New U-Heilmethode zu überzeugen, hat Peter aufgrund seiner Erfahrung mit einem seiner Mitarbeiter ein ungutes Gefühl. Jonah wiederum denkt, dass Peter egoistisch sei, und anders reagieren würde, wenn es Onkel Bens Leben wäre. Doch das ist nicht sein eigenes Problem, denn plötzlich fängt der Roboter Living Brain, in dessen Schaltkreisen der geist von Otto Octavius schlummert, ein merkwürdiges Eigenleben zu führen …

Die Kln-Verschwörung steht in den Startlöchern und mit der Rückkehr einiger bekannter Figuren hat Autor Dan Slott erneut ein paar sehr wichtige Karten ins Spiel gebracht. Nun, ich als alter Klonsaga-Fan, einige werden sich erinnern, dass ich da an einem Projekt beteiligt bin, von dem es schon in bälde etwas Neues zu berichten gibt, und der dadurch recht tief in der Klonmaterie stecke freue mich natürlich, dass dieser Story-Arc erneut aufgegriffen wird. Allerdings schwingt auch eine gewisse Sorge mit, dass man sich nur des Materials bedient und die Geschichte selbst, genauso wie teils geliebte Figuren, nur verheizt werden. Sicher ist Slott selbst ein großer Spider-Fanboy, aber nicht immer treffen seine Ideen den Massengeschmackt, wenngleich ich sagen muss, dass es mit Slott nicht langweilig geworden ist, bisher.
Massengeschmack ist dann auch ein gutes Stichwort, denn so, wie sich Camuncoli inzwischen entwickelt hat, oder liegt es vielleicht sogar am Inker, gefällt mir das nicht mehr so gut. Oder anders gesagt, im direkten Vergleich finde ich R. B. Silvas Zeichnungen ein Stück weit besser, als die von Camuncoli, auch wenn dieser derzeit eine Entwicklung durchmacht, die mich ein wenig an Sal Buscema erinnert. Aber das kann, wie bereits erwähnt, auch am Inker Cam Smith liegen. Dennoch schafft es Camuncoli mit wenigen Bildern einen sehr wichtigen Moment am Ende des Heftes, emotional sehr eindrucksvoll in Szene zu setzen. Zwar nicht ganz so gut, wie Bagley damals in Amazing Spider-Man 400, das konnte bisher kein Zeichner toppen, aber dennoch sehr gut.

Ich bin wirklich gespannt, wie es mit der Klon-Verschwörung weitergeht, und ob es nicht doch eventuell nur ein Name ist, der sich einiger Elemente bedient, um an frühere Erfolge anzuknüpfen. Aber das wird sich wohl erst zeigen, wenn das Event vorbei ist und ich auch die notwendigen US-Ausgaben mit eingebunden habe.

Avengers Nr. 10 [Mai 2017]

Autor: Mark Waid
Zeichner: Mahmud Asrar
Format: Heft
Umfang: 60 Seiten
Inhalt: All-New, All-Different Avengers (2016) 11-12
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Noch immer befinden sich die Avengers im Antimaterie-Universum als Gefangene von Annihilus, dem insektoiden Herrscher der Negativzone, der gerade dabei ist eine monumentale Waffe zu bauen. Nun müssen die stark geschwächten Avengers nicht nur Annihilus daran hindern mit seiner Waffe andere Dimensionen zu erobern, sondern auch noch selbst und alle Gefangenen daraus befreien, was sich als überaus schwierige Aufgabe entpuppt …

Mark Waid kramt erneut ganz tief in der Schurkenkiste der Avengers und fördert einen alten Feind zutage, der zwischenzeitlich mit gottgleichen Kräften ausgestattet war, sofern man diese Ereignisse überhaupt in die Kontinuität einordnen kann. IN diesem Fall jedoch ist Annihilus zwar nicht ganz so mächtig, was ihn jedoch keineswegs ungefährlicher macht, wie die Avengers feststellen müssen. Ähnlich eines guten Trainers wechselt Waid seine Spieler regelmäßig aus, um sie gegen den „übermächtigen“ Feind pausieren zu lassen, wohingegen dem Gegner keine Auszeit gegönnt wird.

Inhaltlich passiert zwar insgesamt nicht so wirklich viel, dennoch bleibt es über die gesamte Heftlänge spannend, was aber auch der Arbeit von Mahmud Asrar geschuldet ist, der mir nach wie vor wirklich sehr gut gefällt. Allerdings gibt es auch wieder Kritik und wie ihr wisst, achte ich sehr auf Gestik und Mimik. Asrars „Augen“ sehen zwar animelike echt gut aus, aber es fehlt ihnen irgendwie an Leben, wodurch auch die Emotionen leiden. Aber das merkt man sowieso nur, wenn die Figuren ihre Masken nicht tragen.

Noch kein Civil War II, aber in der nächsten Ausgabe geht es dann los. Daher werde ich weiter versuchen mindestens ein Review in der Woche den Marvel-Titeln vorzubehalten, damit ich nicht wieder in Rückstand gerate, sondern weiter aufholen kann. Der Lesestapel wird immerhin etwas kleiner, so ganz langsam.

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