Ma-Co-Re-Mix (Vol. 93) [Spider-Man 2099 (2. Serie) Nr. 5 & Ben Reilly: Scarlet Spider Nr. 1]

Wie auch bei den anderen Serien versuche ich hier kontinuierlich weiter Boden gutzumachen. Ein bisschen hier, ein bisschen da, bis ich irgendwann in ferner Zukunft soweit aktuell bin, dass ich vielleicht sogar ältere Sachen erneut lesen kann. Oft sagt man ja, dass mit gesteigerter Erfahrung sich die Blickwinkel verändern und auch Meinungen entwickeln können. Das wäre schon spannend zu erfahren, wie ich diese Ausgaben in ein paar Jahren oder Jahrzehnten empfinde. Was denkt ihr?

MaCoReMix

Spider-Man 2099 Nr. 5: Showdown in der Zukunft [April 2018]

Autor: Peter David
Zeichner: Will Sliney
Format: Softcover
Umfang: 100 Seiten
Inhalt: Spider-Man 2099 (2015) 22-25
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Miguel sieht sich seinem letzten Kampf gegenüber. Er muss verhindern, was auch immer seine Zeitlinie so dermaßen beschädigt hat, dass sein Nueva York in Schutt und Asche liegt. Den Grund kennt zwar auch Electro aus dem Jahr 2099 nicht, aber wohl den Tag und die Uhrzeit der Aktion, welche den Auslöser dafür darstellt. Doch was Miguel dort vorfindet, hat er so nicht erwartet und wirft seine ganzen Pläne durcheinander …

Dies sind sie, die letzten Kapitel der Serie um den Spider-Man aus dem Jahr 2099 von seinem Schöpfer Peter David und dem talentierten Will Sliney. Und ja, leider merkt man den Kapiteln an, dass sie etwas übereilt und gehetzt wirken, dass der Abschluss vorschnell und vorgezogen sind, weil mal wieder alles beendet werden musste damit Marvel einen weiteren Neustart vom Stapel lassen kann. So hat man zwar dennoch einen runden Abschluss und Miguel hat sein Ziel erreicht, aber schaut man auf die bisherige Entwicklung, merkt man deutlich, dass in diesen vier Kapiteln die Zügel deutlich straffer angezogen wurden. Hinzu kommt ein Plottwist, der an sich gesehen sehr gute Grundlagen bietet, hier nun aber nach „Schnell verheizt“ wirkt.
Optisch bleibt alles beim Alten. Will Sliney liefert gewohnt gute Qualität ab und man sieht, dass David und Sliney inzwischen gut zusammenarbeiten. Nur an den meist emotionslosen und leblos wirkenden Gesichtern muss Sliney unbedingt noch arbeiten.

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig traurig bin, weil Miguel erst einmal wieder in die hintere Liga der Spinnenhelden schwingt und er wohl auch nicht der Einzige bleiben wird. Gerne hätte ich noch ein bisschen mehr gesehen, gerade der Konflikt, der letzten beiden Kapitel birgt noch sehr viel Potenzial.

Ben Reilly: Scarlet Spider Nr. 1: Leben und Sterben in Las Vegas [März 2018]

Autor: Peter David
Zeichner: Mark Bagley, Will Sliney
Format: Softcover
Umfang: 148 Seiten
Inhalt: The Clone Conspiracy: Omega 1 (II) & Ben Reilly: Scarlet Spider 1-6
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,99 Euro

Ben Reilly lebt. Peter weiß das zwar nicht, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Denn der während der Klonverschwörung als Schakal aufgetretene ehemalige Klon und eigentlich Bruder von Peter Parker, hat sich nun auf den Weg nach Las Vegas begeben, um dort seine Ziele weiterzuverfolgen. Es gibt aber jemanden, der niemals geglaubt hat, dass Ben beim Kampf im Klonlabor gestorben ist. Kaine! Und auch der macht sich auf nach Vegas, aber mit einem ganz anderen Ziel. Ben zu töten!

Der eine Spinnenheld geht in Rente, und der nächste steht schon in den Startlöchern: Wobei, ist Ben überhaupt noch ein Spinnenheld? Zuletzt war er als Schakal ja eher ein Spinnenschurke und nun? Wie geht es jetzt weiter? Peter David, der zuletzt Miguel durch einige actionreiche und dramatische Abenteuer gescheucht hat. Zusammen mit Mark Bagley will er nun Ben Reilly wieder zu altem Ruhm verhelfen? Doch kann das nach den letzten Ereignissen überhaupt funktionieren?
Zuerst einmal, Nein. Zumindest aus meiner Sicht nicht. Ich bin ein alter Fan von Ben und habe damals getrauert, als er in Peters Armen zu Staub zerfiel. Doch schon als sich andeutet, wer hinter der Maske des Schakals steckte, entwickelte ich eine gewisse Wut, die auch Peter David bisher nicht dämpfen konnte. Er versucht zwar Ben ein paar altbekannte Charakterzüge zu geben, einen Sinn, die Rettung eines Menschenlebens, vor allem eines Kindes, aber so richtig funktioniert das bisher nicht.
Und ehrlich gesagt, tut das sogar doppelt weh. Zum einen, weil ich den alten Bend wirklich gerne hatte, und dann ist da mit Mark Bagley auch noch einer meiner Lieblinsgzeichner am Werk. So schwingt zwar ein wenig 90s-Feeling mit, aber der richtige Spaß bleibt leider aus. Auch als am Ende Will Sliney für das letzte Kapitel übernimmt und somit das Dreamteam von Spider-Man 2099 wieder zusammen ist.

Bisher bin ich eher zwiegespalten und obwohl ich eigentlich versuche meine Vorfreude im Zaum zu halten, und ohne jegliche Erwartungen an das Leben und was es mir so bringt heranzugehen, hatte ich hier schon gewisse Erwartungen gehabt, die sich leider nicht erfüllt haben. Band Zwei liegt nun auch schon hier und ist nach meiner Lesereihenfolge auch schon bald fällig. Mal sehen ob sich meine Meinung dadurch ändert, ansonsten wäre dies die erste Spinnenserie, die ich abbrechen würde.

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