Spider-Man & The Avengers (75) [Spider-Man Nr. 27 & Avengers Special: Champions Nr. 1]

Bereits 75 Ausgaben dieser Reviewreihe habe ich verfasst, mal mehr und mal weniger umfangreich, mit mehr oder weniger Avengers und Spider-Man. Die heutige Jubiläumsausgabe enthält zwei 76-seitige Ausgaben, in denen es jeweils zu einem Abschluss kommt. Spider-Man gipfelt in der 300 US-Ausgabe der Serie „Peter Parker: The Spectacular Spider-Man“ und im Avengers Special bringen Mark Waid und Humberto Ramos ihren Champions-Run zu einem Ende …

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 27 [Oktober 2018]

Autor: Chip Zdarsky
Zeichner: Juan Frigeri, Adam Kubert
Format: Heft
Umfang: 76 Seiten
Inhalt: Peter Parker: The Spectacular Spider-Man (2017) 299-300
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Alle sind hinter Spidey und Peter Parkers Schwester Theresa hinterher und das nur weil sie ein Geheimnis in ihrem Blut trägt. Sogar Jonah ist inzwischen in den Kreis jener aufgenommen worden, die wissen wer sich hinter der Maske Spider-Mans versteckt. Doch während Spider-Man nicht mehr weiß, wem er überhaupt noch trauen kann und selbst seine Avengers-Kollegen Jagd auf ihn machen, offenbart sich das große Geheimnis, weshalb der Tinkerer so viel Kontrolle über die Schurken und Helden erlangen konnte …

Es ist unglaublich, was Chip Zdarsky aus der Spider-Man-Serie gemacht hat. Alles wirkt irgendwie vertraut und dennoch frisch und spannend. Altbekannte Elemente und Figuren, die langjährigen Lesern ans Herz gewachsen sind und dessen frühere Verluste teilweise sehr schmerzhaft waren. Nicht umsonst sind Alternate-Reality-Stories wie „Amazing Spider-Man: Renew your Vows“ so erfolgreich, in denen Ideen aus der Hauptrealität weitergesponnen wurden, ähnlich dem MC2-Universum der 90er Jahre. Nur diesmal gehört es wieder zur Kontinuität.
Und wo ich auch schon den Vergleich zu „Renew your Vows“ ziehe, das von Kubert umgesetzt wurde, kann ich gleich die Kurve zu den Zeichnern dieser Ausgabe ziehen. Neben Adam Kubert sitzt der noch recht junge, aber sehr talentierte Juan Frigeri am Zeichentisch, um Zdarskys Vision zu Papier zu bringen. Und dies schafft Frigeri bereits ähnlich souverän, wie Kubert. So richtig auffällig ist daher auch der Unterschied zwischen Frigeri und Kubert nicht, sodass es mir schwer fällt zu sagen, wer nun welche Seite, welches Panel geschaffen hat, was im Falle von Kubert durchaus ein Qualitätsmerkmal ist.

Obwohl die Ausgabe mit der 300. US-Ausgabe der Spectacular Spider-Man-Reihe endet gibt es noch keinen abgeschlossenen Handlungsbogen, denn das Ende des Heftes leitet fast nahtlos in den nächsten Handlungsbogen über, auch wenn es chronologisch noch ein paar andere Geschichten bis dahin zu erzählen gibt, wie ihr in den nächsten Reviews sehen werdet, die sich dann auch wieder mit dem Ma-Co-Re-Mix kreuzen werden.

Avengers Special: Champions – Das Finale Nr. 1 [Januar 2019]

Autor: Mark Waid
Zeichner: Humberto Ramos
Format: Heft
Umfang: 76 Seiten
Inhalt: Champions (2016) 16-18
Verlag: Panini Comics
Preis: 6,99 Euro

Nachdem die Avengers und die Champions die Übernahme der Erde durch den High Evolutionary abwenden konnten und Visions Tochter Vivian in einen lebenden Menschen transformiert wurde, sind beide Seiten verunsichert. Vision kommt mit dem Verlust seiner syntethischen Tochter nicht zurecht, während die lebende Vivian als eine Art Geist vorübergehend in einer Zwischenwelt existiert. Auch die Champions wollen nicht akzeptieren, dass Vivian nicht mehr „leben“ soll. Aber das Chaos ist perfekt, als Vision sich eine neue Tochter baut und die echte Vivian plötzlich wieder auf der Erde auftaucht. Ein Kampf zwischen den ungleichen Schwestern um die Gunst ihres Vaters und ihrer Freunde beginnt …

Das wäre es, das große Finale von Mark Waids und Humberto Ramos‘ Run an der neuen frischen Champions-Serie. Und ich möchte ehrlich sein. Diese Serie hat mich so sehr begeistert, wie schon lange keine Teamserie mehr. Ich fühlte mich wie in den guten alten Zeiten der West Coast Avengers, oder der Teen Titans aus den 90er Jahren. Ein Team mit Idealen und Figuren deren Handeln und Reaktionen vollumfänglich nachvollziehbar waren. Das alles gemischt mit einem Humor, der sowohl einfach, eingänglich, als auch tiefsinnig und komplex sein kann und zwischenmenschlichen Beziehungen und Dramen, wie sie seit dem Beginn des Silver Age die Marvel Comics geprägt haben. Mark Waid hat an den Champions eine wesentlich bessere Arbeit abgeliefert, als an der zeitgleich betreuten Avengers-Serie und dies liegt nicht nur an Humberto Ramos‘ traumhaften Zeichnungen, auch wenn langjährige Leser meines Blogs wissen, dass ich ein riesiger Ramos-Fanboy bin und mit einigen Zeichnungen der Avengers-Serie so meine Probleme hatte.

Irgendwie bin ich ein wenig traurig, dass die Champions nun ohne Ramos und Waid auskommen müssen, aber andererseits sind mit Jim Zub und Sean Isaakse auch ein paar vielversprechende Talente am Start. Und ja, auch der Sonderbandserie werde ich eine Chance geben, nur weiß ich noch nicht genau, in welcher Rubrik ich sie unterbringe. Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit …

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