Heute gibt es mit der Nr. von „Die neuen X-Men“ den direkten Anschluss an das gestrige Review und dazu kommt die Serie „Avengers – Die Rächer“ mit der neuen „Der Feind in dir“-Storyline von Kelly Sue DeConnick …
Avengers – Die Rächer Nr. 8 [Januar 2014]
Carol Danvers Gesundheit leidet immer mehr, nachdem in ihrem Kopf eine Läsion festgestellt wurde. Diese bildet sich an dem Hirnspalt, der entstand, um ihre Superkräfte zu kontrollieren. Jetzt könnte diese Läsion dafür sorgen, dass Carol nicht nur ihre Kräfte verliert, sondern auch ihre ganze Persönlichkeit. Ausgerechnet jetzt tauchen haufenweise alte Feinde von ihr auf, die ihre gesamte Aufmerksamkeit fordern. Selbst mit Hilfe der Rächer ist es nicht so einfach, diese Bedrohung aufzuhalten. Erst recht dann nicht, als sich hierbei ein Muster herauskristallisiert, das in Carols Vergangenheit weist …
Kelly Sue DeConnick schickt „ihre“ Heldin in ein neues und gefährliches Abenteuer. Ein Abenteuer, das weit in ihre Vergangenheit reicht und ihre Zukunft verändern wird. Eines, wofür DeConnick bekannt ist, sind ihre emotional angelegten Figuren. Hier spielt die Action nur eine untergeordnete Rolle und die Charaktere die eigentliche Hauptrolle.
Das Heft enthält drei US-Ausgaben und für alle Ausgaben hat Kelly Sue DeConnick die Story verfasst. Für die visuelle Umsetzung jedoch sind Scott Hepburn, Matteo Buffagni und Gerardo Sandoval verantwortlich. Allesamt haben einen eigenständigen Stil, der dennoch gut zu den jeweils anderen passt. Dennoch will keine richtige Gemeinsamkeit aufkommen. Ganz davon abgesehen das einige Figuren stark deformiert aussehen. Und das gilt für alle drei Zeichner.
FAZIT:
Inhaltlich macht die „Der Feind in dir“-Storyline sehr viel Spaß. Carols Entwicklung ist spannend und höchst dramatisch. Grafisch hingegen ist es schon sehr schwer, sich durch das Heft zu quälen. Zwar gibt es hier und da Lichtblicke, doch leider halten diese nicht lange an. Ich bin gespannt, wie sich das in der nächsten Ausgabe entwickelt.
Die neuen X-Men Nr. 6 [Januar 2014]
Der Scott Summers der Gegenwart taucht in Westchester auf und versucht einige Schüler für seine Zwecke abzuwerben. Während Kitty und Logan über einige die abwandern wollen ganz glücklich sind, sorgt einer dafür, dass die Lage eskaliert. Angel aus der Vergangenheit will ebenfalls zu Cyclops Team überwechseln, da er von den anderen zu sehr enttäuscht ist. Ein ganz anderes Problem eröffnet sich, nachdem Mystique diverse Raubüberfälle begeht und dies als Angriffe der X-Men tarnt. Dies ruft nicht nur SHIELD, sondern auch die Uncanny Avengers auf den Plan …
41 Seiten Comics und irgendwie passiert nicht viel. Das ist ein typisches Problem von Bendis. Da er es kaum schafft Figuren filigran zu charakterisieren bleiben nur lang gezogene Handlungen die effektiv aber nichts aussagen.
Zum Glück können dafür aber die Zeichnungen wieder überzeugen, und da Stuart Immonen sein Handwerk versteht, kann man als Leser trotzdem länger auf einer Seite verweilen und sich an dem Wunderschönen erfreuen. Einziges Problem ist diesmal, dass es insgesamt sehr dunkel ausgefallen ist, was auch die mögliche Farbpalette von Marte Garcia und Rain Beredo stark einschränkt.
FAZIT:
Mehr als erneut unterhaltsam und schön anzusehen ist auch diesmal leider nicht drin. Handlungstechnisch könnte man die letzten beiden Ausgaben auf weniger als 20 Seiten zusammenfassen, ohne etwas Relevantes zu unterschlagen.

