Vom 31. August 2015 bis zum 14. September 2015 (15 Tage) habe ich mit einer guten Freundin an einer 7 Tage Rundreise (mehr als 1.000 Kilometer) auf Java teilgenommen. Anschließend haben wir 5 Tage am Strand auf Bali im Hotel verbracht und eigenständig die Umgebung (Ausflüge) erkundet.
In Frankfurt gegen 22.20 abgeflogen, zwischengelandet in Dubai gegen 7.00 Uhr am darauffolgenden Tag. Von Dubai weitergeflogen gegen 11.15 Uhr. Ankunft in der Nacht in Jakarta im ersten Hotel gegen 24.00 Uhr. Die Rundreise fing am darauffolgenden Tag um 7.00 Uhr an.
Das war bisher unser längster Flug. Man hat das Gefühl zwei Nächte an einem Tag, bedingt durch die Zeitverschiebung (6 Std.), zu erleben.
Unsere Reisegruppe bestand aus insgesamt nur 5 Personen. Da wir uns alle bis zu diesem Zeitpunkt noch nie begegnet sind, haben wir uns erst einander kennengelernt. Wir waren uns alle einander recht schnell sehr sympathisch. An dieser Stelle kurz ein Dankeschön an die Teilnehmer der Reisegruppe 😉 Unser Reiseleiter hat uns die nächsten sieben Tage auf der Reise begleitet und uns in deutscher Sprache das wesentliche über Land und Leute näher gebracht.
Steckbrief Indonesien
Indonesien ist ein Staatsgebiet mit rund 17.508 Inseln. Ungefähr 6.000 Inseln sind unbewohnt. Indonesien gilt als der größte Inselstaat der Erde. Neben mehreren Meerengen, Nebenmeeren und Becken trennt Indonesien den Indischen Ozean und den Pazifischen Ozean.
– Fläche: 1.919.440 km.
– Einwohner: 246,9 Millionen (Stand 2012)
– Hauptstadt: Jakarta
– Sprache: Bahasa Indonesia
– Zeitzone: +7 UTC bis +9 UTC
– Nachbarländer: Malaysia, Papua-Neuguinea
– Höchster Berg: Carstensz-Pyramide (4884 m)
– Währung: Rupiah (200 Euro = 3.255.690 IDR)
– Unter Schutz der Unesco: 7 Welterbestätten
– Nationalfeiertag: 17. August (Ausrufung der Unabhängigkeit 1945)
– Religionen: 6 anerkannte Religionen: Islam (ca. 88 % der Bevölkerung), evangelische und katholische Kirchen (ca. 8 %), Hinduismus (ca. 2 %), Buddhismus (ca.1 %) Naturreligionen (ca. 1 %).
– Regierungsform: Präsidialrepublik; Präsident ernennt die Regierungsmitglieder; Mehrparteienbündnis in der Nationalversammlung stützt diese.
Vorbereitungen für die Reise
Im Grunde genommen benötigt der Reisende nur einen gültigen Reisepass.
Ein Touristenvisum erhält man umgehend am Flughafen in Indonesien.
Wechselstuben sind nicht überall in Indonesien gleichmäßig verteilt. Ratsam ist eine Kreditkarte dabei zu haben. Wie immer in anderen Ländern ist es sinnvoll, seinen Impfkalender auf dem aktuellen Stand zu haben. Für genaue Einreisebestimmungen empfiehlt sich jedoch die Seite des Auswärtigen Amt.
Tag 1 – Anreise
Ankunft in Jakarta am Hotel: 24.00 Uhr
Nachdem langen Flug haben wir am darauffolgenden Tag unsere Reise begonnen.
Um 7.00 Uhr lernten wir unsere Mitreisenden und den Reiseleiter kennen.
Aufgrund der Flugzeiten hatten wir nicht die Möglichkeit, uns intensiver mit der Hauptstadt Java zu befassen. Unser erstes Ziel war der Botanische Garten in Bogor (Kebun Raya Bogor – 60 Km. südlich von Jakarta). Ungefähr 80 ha groß sind die Gärten und wurden damals vom niederländischen Generalgouverneur von Java Gustaaf Willem Baron van Imhoff angelegt.
Bis heute gilt Bogor als eine der herausragenden botanischen Einrichtungen der Welt, mit über 17.000 indonesischen und anderen Pflanzenarten sowie großen Laboratorien und Bibliotheken.
Besonders an Wochenenden oder freien Tagen sind die sorgsam angelegten Gärten mit ihren Teichen und stillen Hainen ein beliebter Treffpunkt, nicht nur für Einheimische.
Nach dem Besuch von Kebun Raya Bogor sind wir weitergefahren nach Bandung.
Bandung ist dank der neuen Autobahnverbindung ein beliebtes Wochenendziel für Bürger Jakartas.
Dort haben wir die Angklung Musikschule „Pak Udjo“ (traditionelle Bambusinstrumente) besucht.
Das Angklung ist ein in Südostasien verbreitetes, aus Bambus bestehendes Idiophon (Selbstklinger, als Ganzes schwingend den Klang erzeugend oder schwingungsfähige Teile enthält, welche keine gespannten Saiten oder Membranen beinhalten). Typisch für ein Angklung ist, dass es nur einen Ton erzeugt. Um Melodien zu erzeugen, werden je nach Zahl der benötigten Töne des Stücks, eine dementsprechende Anzahl von Angklungs benötigt.
Wir haben uns ungefähr eine zweistündige Vorstellung von Kindern und Erwachsenen angeschaut.
Zum Schluss bekam jeder Besucher ein eigenes Angklung. Gemeinsam wurden nun einige Stücke versucht zu musizieren. Ein abschließender gemeinsamer Tanz beendete diese Vorführung.
Um einen besseren Eindruck dieses besonderen Musikinstrumentes zu bekommen, schaut euch doch einfach mal folgendes Video an. Ungefähr dieselbe Vorstellung wie in diesem Video haben wir uns auch angeschaut.
Tag 2 – Die Zugfahrt
Vom Bahnhof in Bandung sind wir an diesem frühen Morgen mit dem Zug nach Kutoarjo gefahren. Die Zugfahrt betrug rund 7 Stunden. Landschaftlich sehr interessant führt die Zugstrecke durch kleine Dörfer, (Slums), an langen Bergketten und vielen Reisfeldern vorbei. Als wir endlich in Kutoarjo angekommen sind, hatten wir weitere 3 Stunden Busfahrt vor uns.
Mit dem Bus sind wir nach Wonosobo gefahren. Der Ort Wonosobo befindet sich direkt am Fuße des mystischen Dieng-Plateaus.
Da bereits die Sonne im September in Indonesien gegen 18.30/19.00 Uhr untergeht, haben wir den Abend in unserer kleinen Gruppe in der Stadt ausklingen lassen. Rund 350 Kilometer haben wir an diesem Tag zurückgelegt. Die Zugfahrt war sehr interessant, jedoch mit einer Fahrt in europäischen Zügen nicht zu vergleichen. Allein die Geschwindigkeit entspricht in keinster Weise die eines Regionalzuges.
Tag 3 – Wonosobo – Dieng Plateau – Borobudur Tempel – Candi Mendut – Candi Pawon – Yogyakarta
Auf dem Weg durch die traumhafte Bergwelt Zentraljavas, vorbei an Reisterrassen über Serpentinenstraßen in Richtung Dieng Plateau. Das Dieng Plateau liegt auf 2.100 Meter Höhe, einem der vulkanisch aktivsten Gebiete Indonesiens. Das Plateau beheimatet einige der ältesten hinduistischen Tempelanlagen – errichtet im ca. 7. Jahrhundert von der Sanaya Dynastie in einer riesigen sumpfigen Kaldera eines vor langer Zeit ausgebrochenen Vulkans – umgeben von steilen und zerklüfteten Berghängen, kalten Mineralseen und rauchenden Vulkankratern. Man nimmt an, dass „Dieng“, was übersetzt „Wohnsitz des Himmels“ bedeutet, einst eine blühende Tempelstadt bewohnt von Hindupriestern war. Die meisten der ursprünglich über 400 Tempel wurden zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert nach Christus erbaut. Nachdem die Tempelanlagen in Vergessenheit gerieten, wurden sie erst 1856 vom Archäologen Van Kinsbergen wiederentdeckt und erfasst. Dafür musste jedoch das Gebiet um die Tempel erst trockengelegt werden. Die erhaltenen acht Tempel sind charakteristisch für die frühe zentraljavanesische Architektur. Hier wechselt das Wetter schlagartig von sanftem Sonnenlicht zu dichten Nebelschwaden oder kalten Schauern.
Die Tempel an sich wirken sehr streng und düster. Die fünf Haupttempel formen den Arjuna Komplex und sind Shiva-Tempel.
Einer der bekanntesten Krater auf dem Dieng Plateau ist der Sikidang. In weiten Bereichen des Kraters tritt Dampf aus dem Boden, zudem finden sich heiße Quellen, Fumarolen (Dampfaustrittsstelle) Solfataren (reich an Schwefelverbindungen wie z. B. Schwefelwasserstoff) sowie Schlammtöpfe (bildet sich bei schwachem Grundwasserzufluss) dort.
Der Besucher hat zunehmend den Geruch von verfaulten Eiern in der Nase.
Natürlich konnte ich es nicht lassen und musste erst einmal durch den aufsteigenden Dampf laufen 😉
Weiter geht es zur Tempelanlage von Borobudur, dem größten buddhistischen Heiligtum der Welt. In den Jahren 775 bis 856 waren circa 30.000 Steinschleifer und Bildhauer sowie 15.000 Träger mit der Errichtung dieses religiösen Denkmals beschäftigt, dessen imposante Größe noch heute alle Menschen in Erstaunen versetzt. Es ist eine 9-stöckige kolossale Stufenpyramide. Borobudur ist reich an Symbolen. Allein seine äußere Form erweckt eine Vielfalt von Assoziationen: Sein Grundriss besitzt die Form eines Mandala. Der Tempel aus 2. Mio. Quadern Vulkangestein (Andesit) ist als Stufenpyramide mit 110 Meter Seitenlänge angelegt. Borobudurs Galerien bieten dem Pilger eine Wegstrecke von mehr als 5 km. Die 1300 szenischen Wandreliefbilder und die ca. 1200 rein dekorativen Reliefs an den Wänden waren früher bunt bemalt, erzählten die Geschichte Buddhas und dienten der religiösen Erbauung der Gläubigen. Für die buddhistische Welt ist Borobudur heute wieder zu einem bedeutenden Pilgerziel geworden. Die UNESCO zählt Borobudur zum Kulturerbe der Menschheit, für das Groß der Indonesier ist er als nationales Monument ein Symbol der religiösen Toleranz in ihrem zwar multireligiösen, aber überwiegend muslimischen Staat.
Zwei weitere kleinere buddhistische Tempel in unmittelbarer Nähe von Borobudur haben wir uns angeschaut. Der Tempel Candi Mendut und Candi Pawon.
Anschließend sind wir weiter nach Yogyakarta gefahren und haben dort den Abend ausklingen lassen.
Eine lebendige Stadt, am Abend ist einiges los. Dort bin ich übrigens seitlich beim Überqueren der Straße vor ein Auto gelaufen. Mir ist jedoch nichts weiter passiert, zum Thema Verkehr komme ich an einem späteren Punkt dieses Berichts.
Tag 4 – Von Yogyakarta über den hinduistischen Prambanan Tempel nach Solo
Mit seinen 1,4 Mio. Einwohnern und einer Vielzahl an Kunsthandwerkstätten, Hochschulen, Universitäten, Kulturdenkmälern und Pflege der alten Traditionen ist Yogyakarta nicht nur die wichtigste Stadt Zentraljavas, sondern auch die kulturelle Hauptstadt Javas. Als erstes haben wir uns heute nach einer kleinen Stadtbesichtigung den Kraton (Sultanpalast von Yogyakarta) angeschaut. Der Kraton war eine von Mauern umgebene Stadt innerhalb der Stadt, Tausende von Menschen lebten und arbeiteten dort: Batikhersteller, Diener, Wachen und Musikanten, Hofnarren, Albinos und Zwerge und natürlich die königliche Familie. Zwischen den Hauptgebäuden liegen zahlreiche halb offene Pavillons inmitten von Höfen mit Schatten spendenden Bäumen.
Die Palastführung erwies sich als äußerst interessant.
Im Anschluss daran erfolgte eine Besichtigung des Wasserschlosses Taman Sari. Dieses fantasievolle Gebilde diente dem ersten Sultan als Lustschlösschen. Nach dem Besuch des traditionellen Marktes in der Altstadt haben wir uns eine Batikfabrik und eine Silberschmiede angeschaut. Yogyakarta ist für seine feinen Silber- und Batikarbeiten in ganz Asien bekannt.
Darauf sind wir zum Hinduheiligtum Prambanan, einem riesigen Tempelkomplex, der im Jahre 856 fertiggestellt wurde, im Volksmund auch „Loro Jonggrang“ (schlanke Jungfrau) bezeichnet, ist er den Göttern Shiva, Brahma und Vishnu geweiht. Basisreliefs, beginnend am östlichen Tor und im Uhrzeigersinn fortschreitend, erzählen die wundervoll lebendige und fesselnde Geschichte der hinduistischen Ramayana Sage. Prambanan sollte aus architektonischer Sicht Borobudur übertrumpfen. Die Außenmauern und die umgebenden 224 kleineren Schreine sind zerfallen. Die drei Haupttempel symbolisieren die hinduistische trimurti (Dreifaltigkei): Candi Brahma, Candi Visnu und Candi Siwa. da der javanische Hinduismus Shiva als den höchsten Gott anerkannte und deshalb die anderen Götter um ihn herum gruppierte, ist der 47 Meter hohe Turm Candi Siwa im Zentrum größer und architektonisch perfekter als die Zwillingstempel von Brahma und Vishnu. Die Inschrift zur Erinnerung an seine Einweihung im Jahr 856 beschreibt den Turm als „einen schönen Wohnsitz für den Gott“. In seinem Inneren steht eine steinerne Monumentalstatue von Shiva in vierarmiger menschlicher Gestalt; da die gängige Ikonografie den Gott einfach als einen riesigen Phallus zeigen würde, repräsentiert diese Figur vielleicht den König Rakai Pikatan, der angeblich das Heiligtum errichten ließ.
Nach dieser eindrucksvollen Besichtigung sind wir nach einer guten Stunde Autofahrt in Solo angekommen, der Zwillingsstadt Yogyakartas. Den Abend haben wir in unserer Gruppe gemütlich ausklingen lassen.
Tag 5 – Mangkunegaran Sultanpalast, Tri Windu Antiquitätenmarkt, Ceto Tempel, Sukuh Tempel und der Jumog Wasserfall
Nach einer Stadtbesichtigung in Solo haben wir uns als erstes den Mankunegaran Fürstenpalast, einem der wichtigsten Paläste, der von Fürst Sambernyawa gebaut wurde, angeschaut.
Viele interessante Wertsachen der Fürstenfamilie konnten wir uns anschauen.
Nicht weit von Mankunegaran entfernt, befindet sich der Antiquitätenmarkt Tri Windu, wo man noch richtige Antiquitäten begutachten kann.
Etwas später sind wir weiter über eine Bergstraße zum Ceto Tempel, einem hinduistischen Tempel aus dem 15. Jahrhundert, der von der hinduistischen Königsdynastie Majapahit errichtet wurde, gefahren. Diese Tempelanlage befindet sich am Hang des Lawu Bergs auf einer Höhe von 1.100 Meter über dem Meeresspiegel. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Terrassen. Einige Phallusdarstellungen sind noch zu sehen.
Nach einem sehr schönen Ausblick über die Landschaft sind wir zum nächsten erotischen und exotischen Sukuh Tempel, der in einer Höhe von 950 Metern liegt, gefahren. Dieser Tempel hat die Architektur ähnlich wie die Mayakulturen in Mittelamerika. Viele erotische Motive, die einen tantrischen Fruchtbarkeitskult hier vermuten lassen: Ein Yoni-Lingga-Relief (Vulva und Phallus) ziert den Boden eines Eingangs, und zwei der Wächterfiguren sind auffallend gut bestückt. Trotz der schönen Aussicht und der Reliefs im Wayangstil ist das zwischen dunklen Pinien gelegene Sukuh ein unheimlicher Ort mit merkwürdigen Tierskulpturen – Riesenschildkröten, Elefantenmännern und starrenden Schweinen.
Etwas später sind wir weiter zum Jumog Wasserfall gefahren.
Eine gute Viertelstunde sind wir durch dicht bewachsene Landschaft gewandert, ehe wir den Wasserfall erblicken konnten. Diese Landschaft hat mir sehr gut gefallen. Wir hatten die Möglichkeit bis unter den Wasserfall zu gehen. Übernachtet haben wir erneut in Solo.
Tag 6 – Unterwegs zur Bromo Vulkanlandschaft
Wieder sind wir mit dem Zug früh am Morgen losgefahren. Nach einer dreistündigen Zugfahrt sind wir weiterhin mit dem Bus (ca. 4 Stunden) unterwegs gewesen. Serpentinenstraßen, ständig wechselnde Landschaftsbilder, rauer Verkehr, vorbei an Vulkanlandschaften und Tee Plantagen im Osten Javas. Die Landschaft hat mir persönlich sehr gut auf dieser Fahrt gefallen. Kleine Dörfer in höher gelegenen Regionen erinnern an ein idyllisches einfaches Bergleben. Entsprechend war unsere Unterkunft diesmal recht hoch gelegen an einem steilen Hang. In dem Dorf, in dem wir übernachtet hatten, gab es nicht viel zu unternehmen. Am Abend sind wir durch die Straßen gelaufen, die Menschen sind allesamt sehr freundlich und grüßen höflich.
Wir alle sind früh schlafen gegangen, weil der nächste Tag für uns bereits mitten in der Nacht um 3.00 Uhr beginnen würde.
Tag 7 – Mount Bromo
Heute haben wir uns den Sonnenaufgang um die Vulkanlandschaft von Mount Bromo angeschaut. Dazu sind wir extra mit Jeeps die sehr steilen Serpentinen Straßen hinaufgefahren. Allein die Fahrt hinauf war bereits spannend. Auf rund 2700 Meter Höhe haben wir uns den Sonnenaufgang mit vielen anderen Menschen dort oben angeschaut. Die Landschaft ist wahrlich atemberaubend. Nachdem die Sonne aufgegangen ist, sind wir weiter zum Bromo Vulkan gefahren.
Mit den Jeeps durch das unfruchtbare Sandmeer der Vulkanumgebung. Kurz darauf das letzte Stück mit Ponys zurückgelegt. Die Stufen hinauf zum Krater sind äußerst steil und in der beginnenden Hitze kein Zuckerschlecken. Ist man jedoch oben angekommen, wird der Besucher mit einem atemberaubenden Panoramablick belohnt. Im Grunde genommen kann man um den Vulkankrater (teilweise schmal und unbefestigt, steile Abhänge) herumgehen. Dampfwolken steigen aus dem Schlund des Vulkans herauf. Dieser Anblick ist mit Sicherheit nur ein Highlight dieser Reise gewesen. Der Bromo Vulkan zählt zu den aktivsten Vulkanen auf Java. Die letzte Eruption war 2011.
Mit der Weiterfahrt zum Flughafen in Surabaya endet die 7-tägige Rundreise.
Wir sind weiter nach Bali geflogen. In Nusa Dua haben wir die letzten 5 Tage auf Bali am Strand verbracht.
Auf Bali gibt es verschiedene Strandabschnitte und Hotelanlagen/Ressorts für Touristen.
Es gibt Partymeilen, ruhige Gegenden zum Entspannen sowie Strände für sportliche Aktivitäten (Schnorcheln bzw. Tiefseetauchen).
Auf der Insel Bali
An Aktivitäten haben wir dort eine Quad Tour gemacht, sind Jetski und Parasailing gewesen.
Die Quad Tour hat sich richtig gelohnt. Mittig von Bali im Gebirge, sind wir steile Hänge, durch Matsch zwischen den Reisterrassen und dicht bewachsenen Wäldern gefahren.
Jet-Ski fahren ist ebenfalls ein absolutes Erlebnis. Richtig Gas geben und über die Wellen springen während der Fahrt, das ist schon cool. Parasailing lohnt sich mit Sicherheit auch, war jedoch für uns viel zu kurz.
Die Preise steigen enorm an.
Es sind wahrlich Touristenpreise. Handeln und feilschen ist angesagt.
In Nusa Dua gibt es extra Einkaufsmeilen, nur für die Touristen angelegt. Hier findet der Besucher sehr viel interessante Sachen, jedoch zu wesentlich erhöhten Preisen. Etwas außerhalb dieser Gegenden sind die Preise weiterhin enorm erhöht. Es ist machbar, die Hälfte des verlangten Preises zu reduzieren ;). Jedoch ist das nicht immer ganz so einfach.
Auf Bali Leben größtenteils Hindus, während auf Java vermehrt Moslems leben.
Aus diesem Grund sieht man immer wieder vermehrt kleinere hinduistische Tempel unterwegs.
Die Freundlichkeit der Menschen, egal ob im Touristengebiet oder außerhalb, ist sehr gastfreundlich!
Dabei wirkt diese Freundlichkeit keineswegs aufgesetzt.
Ansonsten haben wir die fünf Tage abwechselnd am Strand und am Abend außerhalb verbracht.
Wir sind durch die verschiedenen nahe gelegenen Ortschaften gefahren und haben uns diese entsprechend angeschaut. Unter anderem waren wir am Hafen in Jimbaran Beach. Dort gab es so gut wie nur frischen Fisch zu essen, lecker 😉
Im direkten Vergleich ist Bali wesentlich touristischer als Java.
Unser Hotel in Nusa Dua ist eines von vielen Hotels in einer bewachten Anlage für Ressort Hotels. Im Grunde ist diese Gegend nur für Touristen gebaut worden. So fühlt es sich dann auch an. Viele Ausländer aus der ganzen Welt in den verschiedenen Hotels, aber weniger Einheimische (außer Personal, Taxi Fahrer, Security und vereinzelte Händler an den Strand Meilen, die durchaus penetrant um den besten Preis feilschen).
Im Grunde ist es so, kaum passiert man die Einfahrt der Ressort Hotel Anlage, ist plötzlich die Hektik und der allgemeine indonesische Flair ein wenig verschwunden. Der Verkehr wird angenehmer, es wird plötzlich alles ein wenig ruhiger und touristisch „attraktiver“. Nusa Dua wurde in den 1970er Jahren erbaut und kann mit Sicherheit mit den internationalen Strandressorts mithalten. In diesem Gebiet ist es durchaus möglich, dass Politiker hier nächtigen für ihren Staatsbesuch.
Indonesische Küche
Die indonesische Küche unterscheidet sich regional, wobei meist Reis die Grundlage bildet.
Im Inselreich Indonesien sind Fisch und Meeresfrüchte Grundlage vieler Mahlzeiten. Schweinefleisch wird im größten muslimischen Land der Welt hingegen nur in Gebieten mit einer christlichen Mehrheit und von Hindus auf der Insel Bali verzehrt. Reis mit Fisch und Gemüse ist ein weitverbreitetes Alltagsgericht. Oftmals wird Hühnerfleisch verzehrt. Allerorts finden sich Fleischspieße mit Soßen auf Chilli-oder Erdnussbasis.
Viele Speisen werden auch mit Kokosmilch zubereitet.
Die Würzpaste terasi entsteht aus fermentierten Garnelen, es gibt scharfe Sambals oder süße indonesische Sojasoßen.
Früchte in Indonesien
Was für mich faszinierend gewesen ist, ist die Anzahl der verschiedenen mir teilweise noch unbekannten Früchte.
Jackfruit
Sie kann als Obst und auch als Gemüse zubereitet werden.
Rosenapfel
Langsat
Schmeckt ein wenig wie eine Grapefruit
Litchi
Mango
Mangostane
Maracuja
Durian
Die Stinkfrucht. Schmeckt interessant, riecht nach verfaulten Eiern, schmeckt auch so. Ich mag sie 😉
Davon abgesehen ist sie natürlich sehr gesund.
Papaya
Ananas
Rambutan
Diese Frucht ist mit den Litchis verwandt.
Schlangenhautfrucht
Diese Frucht kannte ich bisher noch nicht, sieht nach dem Schälen eher aus wie eine Knobloch, schmeckt etwas holzig. Aufgrund ihrer Schale erinnert sie an die Haut einer Schlange.
Sirsack – Sauersack
Auch diese Frucht war mir bisher völlig unbekannt. Das Fruchtfleisch ist weich, jedoch irgendwie zäh mit vielen kleinen Samen.
Sapote
Schmeckt ein wenig nach einer Birne.
Baumtomate
Mehr Informationen über die verschiedenen Früchte gibt es unter anderem HIER
Der Verkehr
Als ich in Armenien und Georgien gewesen bin, da dachte ich bereits, der Verkehr ist nicht so einfach. Dort habe ich am ersten Tag schon mehrere Unfälle gesehen.
In Indonesien jedoch ist der Verkehr um einiges wilder!
Merkwürdigerweise haben wir auf unserer gesamten Reise aber wesentlich weniger Unfälle gesehen als in Armenien und Georgien an nur 2 Tagen!
Egal ob Hupen, Lichthupe, Warnblinklicht, Auffahren, Dauerblinken oder links, rechts, im Gegenverkehr bzw. auf dem Standstreifen überholen, es wird so gefahren, wie es möglich ist.
Einen Sicherheitsabstand nach europäischen Richtlinien scheint es nicht zu geben.
Am besten, ihr schaut euch einmal folgendes Video an.
Viel Spaß 😉
Ich hoffe, mein Reisebericht hat euch gefallen.
Likes, Kritik, Bemerkungen sind natürlich erwünscht.
In diesem Sinne, bis zur nächsten Reise
Euer MysteriouslyBuddha
Quellen:
Wikipedia
Auswärtiges Amt
www.laender.steckbriefe.com
www.geographixx.de
www.balivwtour.com
Vereinzelte Infobroschüren während der Reise in Indonesien
Programmbeschreibung des Reiseanbieters (Dertour)
Auszüge aus dem Reiseführer Indonesien (Nelles Verlag, Ausgabe 2015)
Copyright der verwendeten Bilder © 2015 Mysteriouslybuddha bzw. den genutzten Quellen.






















