Spider-Man & The Avengers (60) [Spider-Man Nr. 11 & Avengers Nr. 11]

In diesem Review, bzw. diesen beiden heute vorgestellten Ausgaben startet nicht nur der Civil War II bei den Avengers, auch die Klon-Verschwörung startet bei Spider-Man so richtig durch. In beiden Fällen könnten die nun startenden Handlungsbögen gravierende Änderungen nach sich ziehen. Wie stark diese Auswirkungen sind, wird sich aber wohl erst in ein paar Wochen zeigen, zumindest bei Spider-Man, denn die Avengers streifen den zweiten Civil War nur in einer Handvoll Ausgaben …

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 11 [Juni 2017]

Autor: Dan Slott
Zeichner: Jim Cheung, Ron Frenz, Javier Garrón
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Amazing Spider-Man (2015) 19 (II) & The Clone Conspiracy (2016) 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Jay Jameson ist tot und sein Sohn Jonah sieht die alleinige Schuld bei seinem „Stiefbruder“ Peter Parker, weil dieser die scheinbar einzige Rettung durch New U verhindert hat. Doch Peter hat einen Grund für diese Entscheidung und will dieser „Ahnung“ mithilfe von Anna Maria Marconi auf den Grund gehen. Dafür muss er, wie auch schon Prowler vor Kurzem, in ein Gebäude der New U-Technologies eindringen.
Unterdessen bekommt der Kingpin ein Angebot des Schakal, bei dem er nicht nur seine Frau Vanessa zurückhaben kann, sondern auch seinen Sohn …

Die Klonsaga geht in die, naja, sagen wir mal, vierte Runde? Also wenn ich zurückrechne, begann die erste Klonsaga im Juni 1973 mit dem Tod von Gwen Stacy in Amazing Spider-Man #121. Sie währte eineinhalb Jahre und dreißig Ausgaben lang und endete mit dem „Tod“ von Peters Klon in Amazing Spider-Man #151 im Dezember 1975. Es war ruhig, fast 20 Jahre lang, bevor im November 1993, mit Spectacular Spider-Man #178, die zweite Klonsaga begann. Die erneut mit dem Tod von Peters Klon endete. Die dritte Klonsaga, oder sagen wir zumindest eine Art dritter Teil, war dann während Spider-Island gestartet und daher bin ich aktuell beim vierten Versuch der Wiederbelebung von Toten in Form von Klonen.
Dan Slott bohrt also mächtig in der Historie von Spider-Man und bedient sich alter und bekannter Handlungselemente, um eine neue Geschichte zu formen. Doch Slott ändert ein paar Kleinigkeiten, sodass die Klone, zumindest laut Aussage des Schakals, keine Klone mehr sind. Sie sind Reanimationen direkt aus den Zellen der Leichen,, weshalb sie alle Erinnerungen bis zu deren Tod besitzen. Dennoch scheint es gewisse Ähnlichkeiten, wie die Zelldegeneration der Klone zu geben.

Es bleibt also spannend und mit der Zusatzgeschichte um die letzten Minuten von Gwen Stacy, die auch noch von Spider-Man-Veteran Ron Frenz gezeichnet wurde, bildet dieses Heft einen grandiosen Einstieg in den neuen Handlungsbogen. Gerade langjährige Leser werden ihre Freude an den neuen Ereignissen haben, aber auch Leser, die erst vor kurzem bei Spider-Man eingestiegen sind, werden nicht überfordert.

Avengers Nr. 11 [Juni 2017]

Autor: Mark Waid, Jeremy Whitley
Zeichner: Adam Kubert
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: All-New, All-Different Avengers (2016) 13-14
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Vision ist es leid, dass Kang der Eroberer ihn manipuliert und gegen seine Freunde und Teamkameraden aufgehetzt hat. Er will die ständigen Eroberungsversuche von Kang nicht mehr nur noch abwehren, sondern er will aktiv dagegen vorgehen. Und hierfür reist er nun durch die Zeit, um Kang bereits als Baby zu vernichten …
Unterdessen erreicht der Civil War II auch die Avengers, bzw. zuerst einmal Janet Van Dyne, die gerade ihre Zeit mit Nadia Pym verbringt, Hanks Pyms Tochter. Als die beiden erfahren, was bisher bereits alles geschehen ist, scheint Nadias Welt zu zerbrechen …

Ein großer Vorteil von alteingesessenen Autoren ist der, dass sie über ein großes Wissen verfügen und sich diesem auch bedienen. So zeigt Mark Waid erneut sein immenses Wissen, als er sich auf Kang beruft und Vision einen Weg gehen lässt, der viele Fragen aufwirft. Was wäre, wenn man das Baby Hitler töten könnte? Würde man es tun? Und dann wäre da noch Hank Pyms Tochter, von der bisher keiner wusste. Waid zieht wirklich alle Register und dies macht er erneut hervorragend. Ein klein wenig unglaubwürdig ist die Einbindung des Civil War II in die aktuelle Avengers-Chronologie, denn die bisherigen Ereignisse waren bereits medial so präsent, dass es schwer zu glauben ist, dass Janet und Nadia bis jetzt nichts davon gemerkt haben sollen.
Dafür sieht das Ganze dank des Artworks von Adam Kubert unglaublich gut aus, auch wenn man zuerst ein wenig verwirrt ist, da die letzte Ausgabe noch von Mahmud Asrar. Aber Zeichnerwechsel sind bei US-Comics nichts Außergewöhnliches. Obwohl Adam Kubert ein sehr guter Zeichner ist, gibt es gerade im zweiten Teil des Heftes immer wieder Schwächen in den Zeichnungen von Kubert.

Sieht man von den ganz wenigen Kritikpunkten ab, ist auch diese Ausgabe wieder sehr gelungen und zusammen mit dem Wraparoundcover von Alex Ross, welches zusammengelegt mit den nächsten Ausgaben ein wunderbares Panoramabild ergibt, hat man ein zwar etwas unwirkliches Tie In, aber es bleibt dennoch unterhaltsam, da die eigentlichen Handlungen mehr Spannung aufweisen, als die Querverweise zum Event.

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