Spawnathon 11 – Spawn #11 [Infinity, März 1998]

Weiter geht’s mit unserem kleinen großen Spawnathon. Diesmal mit einer Ausgabe, die ich nun doppelt habe, weil ich sie mir damals bei Ersterscheinung bereits gekauft, und dieser Tage beim Spawn Zusammenkauf nicht aufgepasst habe. Macht aber nichts, denn schon damals hatte mir diese Ausgabe gefallen. Nun, da ich sie auch noch entsprechend im Kontext lesen kann, ist sie sogar noch besser. Aber, überzeugt euch selbst:

Spawn #11
(gelesen am 19.06.2012)
Wow, was für eine Ausgabe. Also, ich muss jetzt mal sagen, es gab bisher schon einige gute Ausgaben, aber Nummer 11 toppt diese mit links – es sei denn man ist Linkshänder, dann mit rechts, nech. Meine Lieblingsausgabe bisher. Aber sowas von.
Die Fäden laufen langsam zusammen und die Verschwörung um den armen Terry – zur falschen Zeit, am falschen Ort – spitzt sich zu. Erst erschießt die Mafia in seinem Vorgarten zwei FBI-Agenten und dann nimmt ihn Overt-Kill in die Mangel.
Spannend, spannend, spannend, denn Spawn will seinem alten Freund helfen, doch erstmals treten ihm Sam und Twitch gegenüber. Vor allem Sam hat noch ein Hühnchen mit Spawn zu rupfen, weshalb dieser erst in letzter Sekunde Terrys Rettung eilen kann. Letztlich ist es Twitch, der Terry und Spawn rettet. Doch während Spawn reglos am Boden liegen bleibt, nehmen Sam und Twitch Terry in die Mangel. Nicht wissend, dass diesem bereits Geheimdienst und Mafia endgültig ans Leder wollen. Packender geht’s kaum, zum Glück ist Ausgabe 12 schon griffbereit.

Spawnathon 10 – Spawn #10 [Infinity, Februar 1998]

Haha, wir können ein kleines Jubiläum feiern: Die zehnte Ausgabe Spawn – die zehnte Ausgabe Spawnathon. Wenn das mal nicht was ist. Vor allem ist’s aber eins, ein Grund weiterzumachen. Denn es liegen noch 90 Ausgaben vor uns, bevor wir bei Ausgabe 100 ankommen. Also, keine Zeit verlieren und frisch ans Werk:

Spawn #10
(gelesen am 10.06.2012)
Die unsägliche Houdini-Storyline nimmt mit dieser Aussage zum Glück ein Ende. Ich gebe zu, gegen Ende wurde es besser und etwas Gutes gab es ja. Spawn hat gelernt, dass er die Kraft seines Kostüms nutzen kann und somit seine eigene begrenzte Energie sparen kann. Ansonsten aber war das größtenteils einfach lächerlich und alles andere als spaßig. Atombombendrohung in New York? Schnarch!
Aber, Aufatmen ist angesagt, denn in Teil Zwei geht’s absolut besser weiter. Spawn bekommt seine Schnürsenkelvisage verpasst und vermöbelt einen armen Irren, der sich mit ihm anlegt. Außerdem schauen Sam und Twitch mal wieder vorbei und das ist sowieso ein Garant für Spaß.
Spawn scheint „Dracula“ nun entgültig den Krieg erklären zu wollen. Man darf also gespannt sein.

Spawnathon 9 – Spawn #9 [Infinity, Januar 1998]

Okay, die letzte Ausgabe war hautpsächlich Käse und ein bisschen dufte. Alles in allem also nicht so der große Bringer. Doch, wer gehofft hätte – ich, zum Beispiel – dass es besser wird, der wird nun eines Besseren belehrt. Und zwar genau… jetzt:

Spawn #9
(gelesen am 07.06.2012)
Spawn prügelt sich mit dem vom Himmel geschickten Anti-Spawn – im Übrigen, ironischer Weise, einer von Spawns Erzfeinden, nämlich sein ehemaliger Boss. Als Spawn bereits verloren scheint, mischen sich allerdings seine Freunde aus der Penner-Gasse ein. Mit Knüppeln, Messern und abgebrochenen Glasflaschen bewaffnet, kommen Sie Spawn zu Hilfe und zeigen dem Anti-Spawn was es bedeutet sich mit einem der ihren anzulegen. Klar, dass die nicht allzu viele Chancen gegen Anti-Spawn haben, doch ihr Eingreifen, verschafft Spawn gerade genug Zeit um wieder auf die Beine zu kommen und Anti-Spawn kalt zu machen – für’s erste jedenfalls. Anschließend räumt Spawn noch ein wenig in der Spawn-Gedächtnis-Stadt auf und schenkt Wanda anschließend eine Erinnerung an den Tag als er ihr einen Heiratsantrag gemacht hat. Schöne, rührselige Szene, die den ganzen Psychoplasma-Schwachfug schon wieder rechtfertigt.
Im zweiten Teil hört der Spaß dann leider erst mal wieder auf, denn zu viel soll in zu kurzer Zeit erzählt werden und wenn die Russenmafia und Atomwissenschaftler, kriegerische Fantasiewesen, die Hölle, Houdini – jup, genau der – und Spawn aufeinandertreffen, dann ist das noch größerer Käse als Psychoplasma.

Spawnathon 8 – Spawn #8 [Infinity, Dezember 1997]

668… nee, keine Sorge, nochmal bring ich den nicht. Außer vielleicht bei Ausgabe 666. Bis dahin aber lass ich das bleiben, ansonsten kommen wir irgendwann beim Neighbour des Neighbours des Neighbours des Neighbours (ad lib.) an. Und das wollen wir nicht, newa. Also, machen wir schleunigst weiter mit Ausgabe 8, geziert von einem grottenschlechten Cover – etwa ein Omen? Lest selbst:

Spawn #8
(gelesen am 05.06.2012)
Irrwitzige Enthüllungen erwarten uns – die Regierung der vereinigten Daten wissen um die Existenz der Hölle. Oder zumindest einer der Sphären. Wer hätte das gedacht – Spawns ehemaliger Arbeitgeber arbeitet lose mit Spawns neuem Arbeitgeber zusammen. So schön so gut, doch dann – Psychoplasma. Psychoplasma? Psychoplasma! Ein durch eine Atombombe aufgesprengtes Tor zu Hölle schön und gut, aber… Psychoplasma? Das ist irgendwie Käse. Und dann haben die auch noch ‘ne Stadt aus Spawns Erinnerungen gebaut. Ne, ne, ne, das ist dann doch ein wenig zu abgehoben. Aber, zum Glück gibt’s ja noch den zweiten Teil. Und da wird’s wieder etwas spannender, denn der Himmel schaltet sich in die Angelegenheiten um Malebogias neusten Hellspawn ein. Denen wird die Sache nämlich zu heiß, weswegen sie einen ungeheuren Schritt wagen – die Erschaffung eines Anti-Spawn. Klingt auch nach Käse, ist aber irgendwie knorke.

Spawnathon 7 – Spawn #7 [Infinity, November 1997]

667 – Neighbour of the Beast! Okay, ich geb’s zu, das Witzchen war schon beim ersten Mal nicht so der Bringer. Aber, immerhin hat’s diesmal sowas wie ’nen direkten Bezug zur heutig besprochenen Geschichte. Eine ganze Ausgabe nämlich, die sich dem schmierigsten Klown seit Ronald McDonald widmet: Violator aka Mückenmann. Ganz ehrlich, wenn der Tüp nicht als Klown rumläuft, sieht der doch aus wie ’ne zu groß geratene Mücke. Gibt nur keine so großen Fliegenklatschen. Hilft also nur eins, weiterlesen:

Spawn #7
(gelesen am 30.05.2012)
Der Violator bekommt das Feld überlassen, denn diese Ausgabe dreht sich fast nur um ihn. Da er auf der Erde gefangen ist – in der Form des kleinen fetten Clowns – macht er das Beste draus und berichtet ein paar Halbstarken ein wenig von seinem Leben. Dass wir dabei den Director’s Cut zu sehen bekommen, versteht sich von selbst. Das Ganze ist auch nett anzusehen, aber irgendwie ermüdet der Inkongruenz-Effekt zwischen dem was wie erzählt bekommen und dem was wir sehen sehr schnell. Zwei ganze Ausgaben hätten es nicht sein müssen, eine hätte gereicht. Trotzdem ist es interessant ein wenig näher zu erfahren, dass Malebogia auch schon vor hunderten von Jahren damit beschäftigt war seine Armee aufzubauen. Am Ende gibt’s dann von Spawn/Al für einen ungehobelten Zeitgenossen noch was vors Fressbrett und er macht noch einmal ganz deutlich – die Gosse gehört ihm. Kann er haben.

Spawnathon 6 – Spawn #6 [Infinity, Oktober 1997]

666 – Number of the Beast! Aber, halt. Noch nicht, denn bisher haben wir nur eine 6 zusammen. Die mag uns aber für’s erste genügen, denn immerhin ist es Nummer 6 von Spawn. Also, carpe noctem – oder wann immer ihr das hier lest – und… lest:

Spawn #6
(gelesen am 23.05.2012)
Spawn zieht es immer wieder zu einer Kirche hin. Er glaubt, dass es mit seiner Hochzeit mit Wanda zu tun hat. Doch weit gefehlt, denn er bekommt neue Bruchstücke seines Gedächtnisses zurück und erkennt, dass die Kirche eine Anspielung an seinen Mörder ist. Sein ehemaliger Partner Chapel. Al stellt ihn zur Rede, doch der entpuppt sich als noch größerer Arsch als gedacht, also zeigt Al ihm, was er von seiner Art hält und verpasst ihm eine schöne Brandmarke, muss dafür allerdings wieder Energie verwenden. Außerdem wird Chapel das wohl nicht auf sich sitzen lassen.
Gleichzeitig bedroht Jason Wynn Terry, da er glaubt, dass der in das Waffenlager der Armee eingebrochen ist. Ich denke, das wird sich noch als schwerer Fehler herausstellen. Oh, und Sam und Twitch haben auch noch ein Hühnchen mit Spawn zu rupfen – doch noch müssen sie Innendienst schieben – und das ist köstlich mit anzusehen.

Spawnathon 5 – Spawn #5 [Infinity, September 1997]

Wir sind bei Ausgabe 5 angelangt und haben damit nun schon 10 US-Ausgaben hinter uns gebracht – auch wenn die deutsche Nummer 5 die US-Ausgaben 9 und 11 enthält, da Ausgabe 10 nicht nachgedruckt werden darf. Im Prinzip also fast schon ein kleines Jubiläum. Und dann wird in dieser Ausgabe auch noch eine neue Figur eingeführt, denn der Himmel schaltet sich ein. Aber, lest selbst:

Spawn #5
(gelesen am 22.05.2012)
Und Auftritt Angela. Die Hellspawn-Jägerin hat ihren ersten Auftritt und die Geschichte bekommt ein bisschen mehr Hintergrund. Wie bekommen das erste Mal einen Einblick darauf, wie lange Malebolgia bereits für seine Höllen-Armee rekrutiert und dass der Himmel nicht untätig dabei zusieht. Der Kampf gegen Spawn war sehr kurz aber unterhaltsam – ich meine, Spawn hat sich in eine Pfütze verwandelt und mit Angela in sich selbst gekämpft… dafuq?
Außerdem, wer ist der alte Säufer der so viel über Simmons und Spawn zu wissen scheint? Es bleibt spannend.
Kapitel 2 hingegen war ultra sinnlos und ziemlich lahm. Gut, die Teleportation in den Cyborg und das Ausbrechen in Verbindung mit dem – lahmen und deplatzierten – Alien-Witz waren noch ganz okay, aber die zwei Panel reißen‘s auch nicht raus. Ergo, Kapitel 1 ganz klar JA! – Kapitel 2… neee.

Spawnathon 4 – Spawn #4 [Infinity, August 1997]

Ich hab gerade ’nen echten Lauf, kein Wunder denn bisher – sprich während der ersten drei Ausgaben – hat mich Spawn noch nicht enttäuscht. Gut, ich habe ein wenig rumgemäkelt, weil Ausgabe 3 fast nur aus Klopperei bestand, aber wie bereits geschrieben, muss die ja auch mal sein. Und überhaupt, mein Zukunfts-Ich sagt mir gerade, dass ich jetzt sagen werde, dass Ausgabe 4 das absolut wettmachen wird. Mein Zukunfts-Ich soll euch mehr erzählen? Gerne:

Spawn #4
(gelesen am 21.05.2012)
Spawn teleportiert sich das erste Mal und hat ’n mächtigen Kater danach – kein Wunder, wenn man in seine Moleküle zerlegt und wieder zusammengebaut wird. „Netterweise“ gibt’s zum Wachrütteln gleich noch ’ne Ladung Erinnerungen hinterher – die allerdings ’n bisschen fad umgesetzt wurden und eigentlich nicht viel Neues enthüllen.
Dann geht’s Overt-Kill an den Kragen. Der Kampf ist zwar ein wenig kurz, aber dafür auf den Punkt und dank Spawns Waffenarsenal unterhaltsam.
Richtig spitze war allerdings Alan Moores Ausflug in Billy Kincaids Nachleben. Unangenehmer Ort, diese Hölle, aber so soll’s wohl sein, nech. Die Geschichte verleiht der gesamten Geschichte zusätzlich viel Mystisches und die fast schon zynischen Witzchen sind granatenstark.

Spawnathon 2 – Spawn #2 [Infinity, Juni 1997]

Machen wir doch direkt weiter mit unserem wunderschönen Spawnathon. Sollte jemand den Anfang verpasst haben – tztz -, nicht verzagen, wir haben erst angefangen – was man unschwer daran erkennen dürfte, dass wir erst bei Ausgabe 2 einer der ganz großen Comicserien, aus der Feder Todd McFarlanes, sind. Wer trotzdem von Anfang einsteigen will, der verzage nicht, sondern folge einfach diesem Link. <- Genau, dem da. Alle anderen, machen hier schon mal weiter. Viel Spaß:

Spawn #2
(gelesen am 20.05.2012)
Es geht spannend und unterhaltsam weiter mit Al „Spawn“ Simmons. Ein paar unschöne Längen entstehen durch den einen oder anderen Monolog zu viel, das hätte Todd McFarlane ruhig etwas kompakter angehen können. Den Wind aus dem Segel nimmt’s der Ausgabe jedoch nicht, die Atmosphäre und Spannung bleibt trotz dieser kleinen Längen durchwegs erhalten. Das Eingreifen des Teufels war überaus spaßig, vor allem sein äußerst… äh, freundschaftliches Verhalten gegenüber Violator – übrigens schon jetzt eine der unterhaltsamsten Nebenfiguren. Und eine größere Rolle in dem ganzen Reigen wird er mit Sicherheit auch noch spielen. Ich bin guter Dinge, dass wir demnächst noch mehr von ihm zu sehen bekommen. Gut so.

Spawnathon 1 – Spawn #1 [Infinity, Mai 1997]

Am 20.03.2012 erschien bei Panini Comics die große 100. Jubiläumsausgabe zu einer der ganz großen Comicserien: Spawn.

Spawn selbst ist mir zwar selbstredend ein Begriff, und auch die ein oder andere Ausgabe habe ich im Laufe der ablaufenden 90er in den Händen gehabt, doch wirklich mit Spawn beschäftigt oder gar zusammenhängende Ausgaben gelesen habe ich nie. Als ich jedoch durch Zufall am Kiosk über die 100. Ausgabe gestolpert bin – und diese schließlich auch mitgenommen habe – verspürte ich plötzlich den Drang Todd McFarlanes Opus Magnum von Anfang an, am Stück, zu Lesen und letztlich wieder bei der aktuellen Ausgabe anzukommen und dann – sollte ich das Interesse nicht verloren haben, was ich mir zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht vorstellen kann – auch direkt dranzubleiben. Gedacht, getan, habe ich mir einen Großteil der Hefte bis zur aktuellen 100 zusammengekauft. Noch habe ich nicht alle, aber bis zur #50 kann ich durchgehend lesen und bis ich dort angekommen bin, werde ich auch den Rest noch zusammen bekommen haben – da bin ich guter Dinge. Nun dachte ich mir, wenn ich schon so eine Comicserie von Anfang an durchlese, dann kann ich mir auch ein paar Notizen dazu machen. Und warum soll ich diese Notizen nur für mich machen, wo ich sie doch in Mueli77’s Feiner Welt auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen kann. Ihr werdet also in Zukunft an meinen Gedanken zu Spawn teilhaben können, die ich euch in Form von Kurzreviews präsentiere. Pro Review gibt’s ca. 100 bis 200 Wörter zu Lesen, mehr sollen’s nicht sein – schließlich will es auch geübt sein sich kurzufassen, newa.

So, damit also genug der vielen Worte und hin zu den nicht mehr ganz so vielen Worten, denn er sei hiermit eröffnet, der große SPAWNATHON:

Spawn #1
(gelesen am 20.05.2012)
Bisher kannte ich nur ein paar Hefte und den Film. Daher ging ich an natürlich in der Erwartung an den Comic ran, eine ähnliche Exposition wie im Film zu bekommen – töricht, ich weiß. So wurde ich denn auch – durchaus positiv – überrascht, denn Spawn fing anders an als erwartet; mir gefällt die Idee mich als Leser genauso im Unklaren zu lassen wie Spawn… funktioniert sicherlich im Comic besser als im Film.  Da ich im Laufe der Zeit schon die ein oder andere Information zu Spawn aufgeschnappt habe – bleibt ja nicht aus, nech – ist allerdings nicht mehr alles so überraschend. Spannend bleibt’s aber trotzdem, schließlich wird es spannend sein zu erfahren, was wirklich alles hinter Al Simmons Rückkehr von den Toten steckt.