Bongo Comics des Monats … Oktober 2013 [Panini, Oktober 2013]

… Oktober

Eine lange gelbe Pause gab es seit den letzten Bongo Comics des Monats. Aber was soll’s. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben …

Simpsons Comics Nr. 204 [Panini, Oktober 2013]

Marge veranstaltet einen Krimi-Rätsel-Abend angesiedelt in den 1920er Jahren, ganz im Stil von Cluedo. Neben Nedna sind auch die Wiggums, Patty und Selma und auch Barney eingeladen. Den Abend leiten wird ein gewisser Monsieur Grenouille, der Bart irgendwie verdächtig vorkommt. Als sich dann auch noch unplanmäßige Vorfälle häufen, wird es gefährlich für die beiden Simpsons-Kinder …

Ich mag Kriminalgeschichten. Das gibt schon einmal einen ganz großen Pluspunkt. Zwar ist die Handlung ab einem gewissen Punkt sehr durchschaubar und lässt somit eine gehörige Portion Spannung vermissen, aber wenigstens schafft es Autorin Carol Lay, die Geschichte ohne große Längen zu einem gelungenen Finale zu bringen.
Zeichnerisch gibt es, wie schon des öfteren, 08/15-Simpsons-Durchschnittskost zu sehen. Meine Meinung hierzu ist inzwischen bekannt und auch der leicht erkennbare Stil ändert hieran nicht viel. Zu stark sind die Vorgaben der Bongo-Macher um die leichte Wiedererkennung zu gewährleisten.

FAZIT:

Inhaltlich durchaus gelungen ist es zeichnerisch gerademal in Ordnung. Man erkennt die Figuren, alles sieht aus wie gewohnt und das reicht wohl auch, um seine Pflicht zu erfüllen. Manchmal würde ich mir dennoch neben der Pflicht ein wenig mehr Kür wünschen.

Bart Simpson Nr. 76 [Panini, Oktober 2013]

Zuerst muss Bart eine Spendenaktion für die Grundschule Springfield sabotieren, die er selbst erst so richtig in Gang gebracht hat. Dumm nur, dass seine Schulkameraden darüber nicht erfreut sind …
Dann erleben Milhouse und Bart antike Abenteuer als Ikarus und Daidalos. Ihre ersten Flugversuche sind wie auch beim Original, alles andere als erfolgreich …
Zu guter Letzt stranden die Simpsons in einer verlassenen Villa und erleben dort den wahren Horror. Dies glauben sie zumindest bis zum nächsten Morgen …

Alle drei Geschichten sind sehr gelungen und wissen durch einen spannenden Handlungsaufbau zu überzeugen. Dabei sind sie dennoch sehr abwechslungsreich und Story 2 kann sogar mit einem netten Twist aufwarten, der zwar nicht besonders originell, dafür aber witzig ist.
Vom visuellen Standpunkt kann mich diese Ausgabe komplett überzeugen. Während Story 1 noch in den Grundzügen mit Standardzeichnungen von John Delaney daherkommt, darf sich an der zweiten Geschichte niemand Geringeres als Oz-Kenner und Autor Eric Shanower austoben und erneut sein Zeichentalent unter Beweis stellen. Wie auch seine Arbeiten an Oz macht er dies sehr gut. Die letzte Geschichte stammt von Peter Kuper, der schon des Öfteren durch sein eigenwilliges und trotzdem sehr willkommenem Artwork auffällt.

FAZIT:

Eine tolle Ausgabe, die mir von Anfang bis Ende, sowohl storytechnisch, als auch grafisch gefällt, gab es in letzter Zeit bei den Simpsons eher selten. Irgendwas gab es immer auszusetzen. Aber hier hält es sich erfreulicherweise in Grenzen und der überwiegende Teil des Heftes gefällt mir sehr gut.

Futurama Comics Nr. 53 [Panini, Oktober 2013]

Nur weil Bender die Nahrungsvorräte aus dem Planet Express-Raumschiff geschmissen hat müssen Fry und Leela fast verhungern. Deshalb beeilen sie sich um so mehr, de aktuellen Auftrag zu ende zu bringen. Doch ausgerechnet der führt sie nach Omicron Persei 8, wo Fry kurzerhand zum Küchenchef ernannt wird …
Aber auch Zapp Brannigan hat mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Denn eine neue Eroberung will ihn nicht nur binnen weniger Tage heiraten, sondern gebärt ihm auch kurz danach gleich noch einen ganzen Haufen Kinder …

Irgendwie wollen beide Geschichten nicht so recht in fahrt kommen. Zwar ist die erste Geschichte noch einigermaßen spannend, hat aber trotzdem mit Längen zu kämpfen. Selbst der Humor will diesmal nicht so recht zünden. Geschichte Nummer 2 versagt dann noch auf voller Linie und kann mich überhaupt nicht reizen, was aber vielleicht auch daran liegt, dass mich Zapp Brannigan als Figur nicht wirklich überzeugen kann.
Das Artwork ist von vorne bis hinten typische Standardkost und kann keinerlei Eigenständigkeit aufweisen. Wie schon bei so vielen Ausgaben vermisse ich auch hier ein wenig mehr Freiraum für die Künstler.

FAZIT:

Weder Handlung noch Zeichnungen können mich nicht überzeugen. Auch der Humor ist irgendwie nicht meine Wellenlänge, aber vielleicht wird ja die nächste Ausgabe wieder besser.

Simpsons Sonderheft Nr. 17: Bart Simpsons Horror Show [Panini, Oktober 2013]

Als erstes verschlägt es die Simpsons in eine alte verlassene Waldhütte, wo das Grauen herrscht. Dort sind schon viele Familien gestorben und immer haben sie sich gegenseitig umgebracht. Nun sind die Simpsons an der Reihe …
Danach bringt Margemary das Baby des Teufels auf die Welt und zwar mit Hilfe von Mr. Burns und Smitherina. Wären sie doch bloß nicht in dieses verfluchte Apartementhaus eingezogen …
Aber auch Bartman muss in der darauf folgenden Geschichte einen persönlichen Kampf ausfechten. Nicht nur gegen eine Horde seiner größten und gefährlichsten Gegner, sondern auch seiner Familie …
Zum Schluss werden in Moes Taverne die verschiedenen Versionen von Frankensteins Braut durchexerziert. Komisch, dass jeder eine andere Auffassung davon hat …

Es gab mal Zeiten, da waren für die jährlichen Treehouse of Horror-Ausgaben hochkarätige Künstler am Werk. Nicht nur bekannte Comicautoren und Zeichner, sondern aus allen möglichen Bereichen, wie Musik, Film und vielem mehr. Diesmal muss ich aber gestehen, dass ich bis auf ganz wenige Ausnahmen keine wirklichen, und vor allem für Simpsonsverhältnisse ungewöhnliche, Künstler finden kann.
Die Geschichten sind zwar allesamt gelungen und wissen auch grafisch zu überzeugen, aber die Klasse bisheriger Ausgaben erreicht es irgendwie in meinen Augen nicht mehr. Dennoch ist es eine willkommene Abwechslung zum gewohnten Standardbrei, den Bongo für gewöhnlich abliefert.

FAZIT:

Nicht mehr das Highlight des Jahres, wie noch vor einigen Jahren, aber immer noch besser, als die monatlichen Heftserien. Dennoch ist es schade, dass die Qualität hier so nachgelassen hat.

 

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