Heute ist bereits der zweite Beitrag von Kazé an der Reihe. Mit Lindbergh geht es in luftige Höhen und es wird fantastisch. Danken möchte ich, wie schon die letzten zwei Wochen, dem Comic Attack in Erfurt. Der Comicshop meines Vertrauens.
Lindbergh [Kazé, Mai 2014]
Eine geheimnisvolle Stadt namens Eldura. Umgeben von hohen Steilwänden. Hier lebt der junge Knit mit seinem tierischen Begleiter Plamo. Knit lebt nach dem Tod seiner Mutter und seines Vaters, der als Rebell des Königreiches gilt, weil er sich gegen das Gesetz des Flugverbotes hinweggesetzt hat, bei Freunden der Eltern in der Flügelschenke. Auch Knit möchte gerne, wie sein Vater, fliegen. Immerhin trägt er auch die Bürde des letzten Grenzwächters, eine Art Abwehrgruppe gegen Eindringlinge von außen. Doch seit Langem hat sich niemand mehr nach Eldura verirrt. Bis heute. Denn plötzlich stürzt ein mysteriöses Fluggefährt vom Himmel und für Knit und Plamo beginnt ein neues Abenteuer …
Wenn man den Titel des vorliegenden Manga liest, denkt man unweigerlich erst einmal an den Flugpionier Charles Lindbergh. Schaut man sich den Inhalt dann an, ist diese Assoziation durchaus gewollt. Aber ich persönlich muss sagen, dass ich weitaus mehr an Tellos von Todd DeZago und Mike Wieringo denken musste und an Luftholde, die fliegende Stadt.
Dennoch ist Lindbergh kein Abklatsch. Knit und seine Geschichte sind spannend inszeniert und die Figuren gut ausgearbeitet. Visuell wird gewohnte Manga-Kost geboten. Hier gibt es keinerlei Überraschungen, weder negativ, noch positiver Art. Die Figuren haben einen hohen Wiedererkennungswert und die Landschaften sind ebenfalls schön anzusehen, wenngleich sie manchmal etwas karg ausfallen.
FAZIT:
Lindbergh hat durchaus interessante Ansätze, aber der letzte Kick um es wirklich weiterzuverfolgen, fehlt mir noch. Wenn ich ganz ehrlich bin, hat sich nach den vorliegenden 48 Seiten noch keine Neugier eingestellt. Vom Aussehen her überzeugt die Ausgabe durchaus.
