Und weiter geht es heute mit den nächsten Ausgaben im Ma-Co-Re-Mix. Da habe ich doch schonmal drei Monate wieder gut gemacht und bin jetzt wenigstens im Jahr 2014 angekommen …
Spider-Man, Der Avenger Nr. 10 [Februar 2014]
Mit einem Trick verschafft sich Spider-Man den Zugang auf S.H.I.E.L.D.s Helicarrier, um dort das Chamäleon zu befreien. Doch er ist nicht der Einzige, der Interesse an dem ehemaligen russischen Staatsbürger hat. Immerhin hat Chamäleon einige Geheimnisse auf Lager, die auf keinen Fall in die Hände der Amerikaner fallen dürfen. So kommt es kurzerhand zu einem Angriff auf den Helicarrier und Spider-Man bekommt gleich zwei Probleme mit einmal. Zum einen muss er seinen Plan der Befreiung von Chamäleon vor Nick Fury geheim halten und zum anderen muss er sich gegen die Angreifer, die das Chamäleon töten wollen, wehren …
Wie auch schon in der letzten Ausgabe haben auch diesmal Christopher Yost und Marco Checchetto ein kurzweiliges Abenteuer geschaffen, das vorrangig unterhalten möchte. Inhaltlich eher einfach gestrickt deswegen aber trotzdem nicht schlecht und leicht und locker lesbar.
Anders als die solide Handlung sind die Zeichnungen von Marco Checchetto um einiges besser als der Durchschnitt. Ein hoher Detailgrad, anatomische Korrektheit, gelungene Panelaufteilung und Seitengestaltung, und extreme Dynamik zeichnen das Artwork von Checchetto aus.
FAZIT:
Kurzweil und lockere Unterhaltung mit tollem Artwork. Mit diesen einfachen Worten kann man diese Ausgabe von Spider-Man, Der Avenger beschreiben. Ein Heft um es sich gemütlich zu machen und einfach mal etwas zu entspannen.
Die neuen X-Men Nr. 7 [Februar 2014]
Die Lage eskaliert, als die X-Men Mystique und ihre Kollegen stellen wollen. Diese befinden sich derzeit nämlich in einem alten Lagerhaus und wollen mit Madame Hydra ein lukratives Geschäft eingehen. Doch dummerweise tauchen genau jetzt die X-Men auf und alles gerät außer Kontrolle. Nicht nur, dass die noch junge und unerfahrene Jean Grey ein Abbild von sich als Phoenix in alle Köpfe projiziert und nicht nur der Gegener, und somit fast ihren eigenen Tod herbeiführt, auch die Schurken fahren gefährliche Geschütze auf. Doch im Gegensatz zu den jungen X-Men, haben Mystique und ihre Leidenskollegen da schon mehr Erfahrung im Einsatz ihrer Kräfte …
Noch immer kommt die Geschichte aus der Feder von Brian Michael Bendis nicht so recht in Fahrt. Wenn man bedenkt, dass sich die Lagerhausszene über volle zwei US-Hefte erstreckt, und effektiv eigentlich nicht viel passiert, ist das schon traurig. Aber dafür ist Bendis bei Teamserien ja leider bekannt. Wenn er es wenigstens schaffen würde, die Seiten zu nutzen, um die Figuren näher zu charakterisieren, aber auch hier tut sich überhaupt nichts. Sämtliche Helden und Schurken bleiben flach, eindimensional und austauschbar.
Der einzige Lichtblick sind noch immer die wunderbaren Zeichnungen von Stuart Immonen, der es gekonnt schafft, die wenigen tragenden Storyelemente glaubhaft in zauberhafte Bilder zu verpacken. Lediglich der dunkle Gesamtton und die ausufernde Verwendung der verschiedensten Rottöne stören langsam ein wenig. Es gibt doch so viele schöne Farben, die das Koloristenteam Rain Beredo und Marte Garcia nutzen könnte.
FAZIT:
Die neuen X-Men bleibt weiterhin nur visuell überzeugend und plätschert inhaltlich so vor sich hin. Wären nicht die tollen Zeichnungen von Immonen mit im Heft, wäre es schon längst wieder aus meinem Abo geflogen. Wann findet Bendis endlich wieder zu der alten Stärke, die er beim ultimativen Spider-Man so gekonnt eingesetzt hat?

