Manga (7) (Strain Nr. 1-5)

Öfters mal was Neues. Wer diesen Blog bereits seit Längerem verfolgt, der weiß, dass ich hin und wieder mal einiges geändert habe. Strukturen hier, Rubriken da, Layout hier und da. Daher wird auch die Rubrik Manga Mash-Up einfach umbenannt zu Manga und auch meine Rezensionen werden sich stiltechnisch verändern. Ob, und wie euch das gefällt, könnt ihr mir gerne in den Kommentaren mitteilen. Doch jetzt gibt es erstmal meine Meinung zur Manga-Reihe Strain …

Manga

Strain ist eine der Serien, die ich vor langer Zeit einmal günstig erworben habe und die seitdem auf meinem Lesestapel dahinvegetierte. Zusammen mit der Hellblazer-Paperbackreihe, die ebenfalls bei Schreiber & Leser erschien, wie Strain auch, konnte ich diese beiden Reihen komplett bei Zweitausendeins für günstiges Geld erwerben. Genaugenommen war Strain sogar ein Blindkauf, denn was ich bis dahin davon gehört und gelesen hatte, kratzte nur an der Oberfläche dessen, was Strain ausmacht. Schaut man sich die Bände an, sieht man als Erstes das, was man einen typischen Manga nennen würde. Lässt man sich jedoch auf die Geschichte um den jungen Auftragskiller Mayo ein, erhält man einen dichten Thriller, mit viel Sex, Gewalt, Action und Drama.


Strain Nr. 1-5

Das Kreativteam hinter Strain, Autor Buronson und Manga-ka Ryoichi Ikegami, haben bereits den erfolgreichen Politthriller Sanctuary geschaffen und betreten mit Strain nur teilweise Neuland. Das Grundgerüst um Mayo, der eigentlich Shingo Kusaka heißt und für 5 Dollar jeden Mord erledigt, ist im eigentlichen Sinne wieder ein Thriller. Und wie auch schon bei Sanctuary spielen politische Elemente eine Rolle, aber wesentlich wichtiger ist eine Mischung aus Mafia- und Familienverbindungen. Shingo, der jüngere von zwei Erben des erfolgreichen Kusaka-Clans mit einem milliardenschweren Imperium, wurde von seinem älteren Bruder in Malaysia ins Gefängnis gebracht, indem er ihm Drogen unterschob. Doch Shingo konnte der Todesstrafe entgehen und begann ein Leben als Auftragskiller. Bis er Shion begegnete. Ein junges Mädchen, welches gerade erst seine Mutter verloren hatte. Wie auch Shingo, alias Mayo, trägt Shion ebenfalls ein Geheimnis mit sich, welches mit der Familie Kusaka verknüpft ist. Beide stellen sich nicht nur der Familie entgegen, sondern nehmen aus auch gleich noch mit den Triaden und weiteren Untergrundorganisationen auf.

Klingt doch schon mal ganz gut, oder? Ist es ehrlich gesagt auch. Denn Strain fesselt sofort, wenn man sich auf solche Thrillermischungen einlässt. Wer jedoch eine geradlinige Geschichte sucht, die ohne großes Nachdenken unterhält, wird bei Strain sicher nicht bedient werden. Buronson schafft eine realistische Welt mit einfühlsamen Figuren und Ikegami bringt diese eindrucksvoll zu Papier. Neben der äußerst realistischen Darstellung der Figuren und Umgebungen ziert sich Ikegami auch nicht, die Gewalt und die Sexualität in ihrer ganzen Perversion darzustellen. Wenn ihr aber auf eine Splatterorgie und Peepshow hofft, das könnt ihr vergessen. Die Gewalt ist hier kein Mittel zum Zweck und um eine dünne Geschichte zu überdecken, sondern dient lediglich dazu Geschehnisse auch optisch angemessen dazustellen. Gleiches gilt für die Sexszenen. Es sieht schon etwas krank aus, was einige Protagonisten hier tun, aber wie bei vielen Manga wird die Darstellung von vorneherein zensiert, bzw. unkenntlich gemacht. Genitalien gibt es kaum bis gar nicht zu sehen, und wenn diese doch einmal szenenrelevant sind, werden diese Stellen durch weiße Flächen ausgespart. Ein in Manga durchaus übliches Prozedere und streng genommen keine Zensur. Dennoch hat Strain viel Blut und nackte Haut zu bieten, und letztendlich spielt sich eine gute Geschichte auch zu einem gewissen Prozentsatz im Kopf ab.

Wenn euch diese Review jetzt heißgemacht hat auf die Reihe, dann solltet ihr unbedingt die üblichen Quellen abklappern. Unten findet ihr ein paar Amazonlinks, mit denen ihr direkt shoppen könnt und diesem Blog durch diese Partnerlinks noch etwas Gutes tut, oder ihr wendet euch an den Comicshop eures Vertrauens, nutzt Ebay oder lasst es einfach sein. Aber beschwert euch hinterher nicht, dass ihr eine gute Manga-Reihe verpasst habt, nur weil ihr euch nicht sicher wart.

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