Nachdem ich im letzten Review „nur“ zwei Tie In-Ausgaben hatte, geht es heute unter anderem mit der Hauptserie weiter. Und natürlich einem Avengers-Tie In. Ich bin ja mal gespannt, ob Hickman langsam mal das Gaspedal findet, um sein Epos voranzubringen.
Infinity Nr. 2 [Juni 2014]
Autor: Jonathan Hickman, Matt Kindt
Zeichner: Jerome Opeña, Dustin Weaver, Steven Sanders
Format: Heft/Variant
Umfang: 60 Seiten
Inhalt: Infinity 2 & Infinity: The Hunt 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 7,00 Euro
Thanos Diener Corvus Glaive beehrt Black Bolt in Attilan und fordert den Tribut für seinen Herrscher. Black Bolt soll ihm die Köpfe aller 16-22-jährigen in Attilan. Andernfalls würde er nach 24 Stunden zurückkehren und alle Bewohner Attilans töten. Der Grund hinter dieser Forderung ist, dass Thanos Sohn unter den Bewohnern lebt, versteckt von Black Bolt. Dies war das Geheimnis, welches der Outrider aus dem Kopf Black Bolts extrahierte, bevor er sein Leben lassen musste. Da hilft es leider auch nicht viel, das Black Bolt nun eine Versammlung der Illuminati einberuft und seine Freunde um Hilfe bittet.
Unterdessen kommt es in der Rächer-Akademie zum großen Wettkampf der Champions, an dem die Schüler der verschiedensten Heldenschulen teilnehmen sollen, um das Gemeinsamkeitsgefühl zu stärken. Doch schon bei der Vorstellung der Athleten kommt es zu Problemen, und als dann auch noch ein Häuserteil auf dem Campus aufschlägt und die nahegelegene Stadt Palo Alto in Kalifornien in Schutt und Asche liegt, gibt es Wichtigeres zu tun …
Das ist ja schon ein ganz schönes Geheimnis, was Hickman hier platzen lässt. Da lebt Thanos Sohn offenbar ganz unbemerkt unter den Inhumans und niemand außer Black Bolt wusste davon. Damit hat der gute Hickman auf jeden Fall wieder mein Interesse geweckt. Dumm nur, dass damit das Interesse an der Builder-Invasion vollständig in den Hintergrund rückt, obwohl diese Bedrohung doch so monumental sein soll. Aber genau solche Überraschungen mag ich. Was ich allerdings im Moment noch nicht so recht mag, ist die Zweitstory aus der US-Serie „Infinity: The Hunt“ von matt Kindt, die sich den jungen Helden widmet und wie sie mit den aktuellen Ereignissen umgehen. Da fehlt mir aktuell noch der Kick, um es unbedingt weiter verfolgen zu müssen. Aber es sind wohl sowieso nur vier Ausgaben angedacht. Mal schauen, wie es damit weitergeht.
Was die Zeichnungen betrifft, so gibt es kaum etwas auszusetzen. Auch wenn diesmal insgesamt drei Zeichner (über das gesamte Heft verteilt) an Bord sind, fällt nur Steven Sanders mit den jugendlichen Helden aus der Rolle. Sein Stil gefällt mir persönlich nicht wirklich, wobei es hier hauptsächlich die Gesichter sind, die mir missfallen. Irgendwie bekomme ich langsam das Gefühl, dass viele Zeichner mit Mimik nicht mehr zurechtkommen. Entweder sehen alle Gesichter aus wie mit Botox vollgestopft, oder die Mimiken sind vollkommen überzogen und wirken dadurch lächerlich. Aber vielleicht reagiere ich auch einfach nur ein wenig über.
Eine durchaus gelungene Ausgabe mit ein paar Highlights und tollem Artwork vom Team Opeña und Weaver. Den Rest des Heftes kann man aktuell durchaus vernachlässigen. Was ist nur aus der Qualität der Zweitgeschichten aus der Zeit des Civil War mit Frontline geworden. Großereignisse aus der Sicht der normalen Bürger. Das fand ich eine tolle Idee, wobei sich dies auf Dauer vermutlich auch totläuft.
Avengers Nr. 11 [Juni 2014]
Autor: Jonathan Hickman
Zeichner: Leinil F. Yu, Mike Deodato
Format: Heft
Umfang: 60 Seiten
Inhalt: Avengers (2013) 19 & New Avengers (2013) 10
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro
Captain Marvel, Hawkeye, Cannonball und Sunspot sind Gefangene der Builder nachdem ihr Schiff beim großen Kampf nicht mehr fliehen konnte. Unterdessen sammeln sich im transgalaktischen Raum auf der Behemoth-Ringwelt die Flüchtlinge und versuchen dort die Ereignisse zu verarbeiten und mit Ex Nihilos Hilfe zu überleben. Währenddessen versucht der galaktische Rat bestehend aus Vertretern der Menschen, der Kree, der Brood, der Spartax, der Skrull und weiteren einen Plan auszutüfteln, um sich trotz allem gegen die Builder zu behaupten …
T’Challa, Reed Richards, Tony Stark, Hank Mc Coy, Namor und Steven Strange sind erstaunt, als sie von Black Bolt das Geheimnis um Thanos Sohn erfahren. Dennoch wollen sie ihm helfen den Jungen zu finden, während Black Bolt selbst sein Volk in Sicherheit bringen muss, da die frist von 24 Stunden bald verstreicht …
In manchen Fällen, wie hier zum Beispiel, sind die Tie Ins nicht nur schmückendes Beiwerk oder ganz gut um eine andere Seite der Geschehnisse aufzuzeigen, sondern liefern auch wichtige Ereignisse mit, die in der Hauptserie nur am Rande erwähnt werden. Hickman macht seine Nebenserien ebenfalls zu wichtigen Elementen in seiner Saga und verzahnt sie so noch weiter miteinander, als es bisher schon mit den New Avengers der Fall war.
Optisch bleibt alles wie schon bei der letzten Ausgabe der Avengers. Erneut sind mit Leinil Francis Yu und Mike Deodato echte Könner ihrer Zunft am Werk. Somit bleiben Lob und Kritikpunkte die gleichen, wie noch zum letzten Heft.
Langsam aber sicher kommt Infinity in fahrt und bringt interessante Wendungen mit. Nun muss Hickman mit seinem Team das Ganze nur noch bis zum Ende durchziehen. Das allerdings ist der weitaus schwierigere Teil, wobei Hickman schon oft genug sein Talent unter Beweis stellen konnte.
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