Mattéo Band 6: September 1939 – Juni 1940 [Dezember 2022]

Jean-Pierre Gibrats Werke haben mich zutiefst beeinflusst. Erst durch seine Werke Der Aufschub und Von Dieben und Denunzianten habe ich begonnen, mich für Comics zu interessieren. Es waren damals meine ersten Erfahrungen im Bereich der grafischen Literatur. So bin ich frühzeitig mit frankobelgischen Abenteuern in Kontakt getreten und erst Jahre später kamen Batman und Spider-Man hinzu. Mit Jean-Pierre Gibrat verbinde ich spannende Geschichten und schöne Zeichnungen. Insbesondere die Leichtigkeit und der realistische Pinselstrich der Damen hat es mir angetan. So ist auch Mattéo für mich etwas ganz Besonderes. Dennoch kann ich dem Leser ans Herz legen, dass diese Reihe keine einfache Reihe ist, denn sie fordert und erfordert die gesamte Aufmerksamkeit des Lesers!

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Mattéo Band 6: September 1939 – Juni 1940

Autor: Jean-Pierre Gibrat
Zeichner: Jean-Pierre Gibrat
Format: Hardcover
Umfang: 64 Seiten
Inhalt: FR: Mattéo: Sixième époque (2 septembre 1939 – 3 juin 1940)
Verlag: Salleck Publications
Preis: 19,00 Euro

Mattéo ist zurück. Er ist in seiner Heimat gefangen genommen worden und wie durch ein Wunder wurde er freigelassen.
Als Kriegsgefangener hat er also sehr viel Glück gehabt. So taucht er für eine Weile bei seinem alten Freund unter und findet eine Anstellung, um sich finanziell erkenntlich zu zeigen. Ebenfalls besucht er seine Mutter und seine Frau, die er damals, als er in den Krieg gezogen ist, zurückgelassen hat. Der Band nimmt sich die Zeit und beleuchtet das zerbrochene Verhältnis zwischen Mattéo und seiner Frau. Ebenfalls hat Mattéo einen Sohn, den er jedoch durch die Wirren des Krieges nie kennenlernen konnte. Als er erfährt, dass dieser ebenfalls im aktuellen Krieg gegen die Deutschen gefangen genommen wurde, macht er sich auf den Weg, um ihn zu befreien. So beginnt eine ganz besondere Reise zu sich selbst und seinen Gefühlen. Wird er seinem Sohn die Wahrheit sagen und ihm gestehen, dass er sein leiblicher Vater ist? Als wäre dieses Schicksal noch nicht genug, so stellt er sich die Frage, ob er seine Frau noch wirklich liebt? Gibt es vielleicht noch jemand anderes in seinem Leben?
Eine spannende Irrfahrt durch die Wirren des Krieges und der eigenen Gefühle beginnt.

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Als Leser fiebert man durchgehend mit. Mattéo lässt den Leser an seinen Gedanken teilhaben. Es ist ungemein spannend, ob Mattéo seinem Sohn die Wahrheit erzählen wird.
Zu den eleganten Zeichnungen und der dazu passenden nie zu kräftigen Farbgebung muss man nicht mehr viel zu schreiben. Wer den Autor und Zeichner Jean-Pierre Gibrat kennt, der weiß genau, was er an ihm zu schätzen gelernt hat. Die weiblichen Figuren sind wie immer eine Augenweide. Realitätsnahe Charaktere erfreuen das Auge, wunderschöne Landschaften harmonieren mit dem spannenden Szenario.

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So beschäftigt sich Jean-Pierre Gibrat auch diesmal wieder mit dem Thema des Krieges, wobei erfreulicherweise der Krieg nicht an erster Front steht. Für mich fühlt es sich gut an, endlich mal wieder die Gefühlswelt in den Vordergrund zu rücken.
Ich begrüße somit diesen Schritt, die Frauen wieder mehr mit einzubeziehen. Dennoch ist es ein sehr emotionaler Comic, insbesondere aufgrund Mattéos sensibler Gefühlslage.
Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird. Ob es überhaupt weitergehen wird?
Für mich persönlich ein Highlight.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2022-2023 Salleck Publications / Futuropolis /
Jean-Pierre Gibrat

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