The Last of Us [Naughty Dog, Juni 2013]

The Last of US (TLOU) ist eines der Spiele, die einen Riesenhype mit sich zogen. Wie immer bei solchen Dingen mag man sie, oder eben auch nicht. Auf jeden Fall fällt es schwer, diesen aus dem Weg zu gehen. Ich persönlich bin ein großer Fan der Uncharted-Reihe, daher war TLOU fast schon ein Pflichtkauf für mich, auch wenn ich etwas gewartet habe, bis es billiger wurde.

Die Story

Worum geht es in The Last Of Us?
Joel lebt mit seiner Tochter Sarah in einem kleinen Vororthäuschen. Er arbeitet viel um seine Kosten zu decken und vergisst dabei auch schnell mal seinen eigenen Geburtstag. Doch zum Glück hat er ja Sarah die ihn gerade noch rechtzeitig, kurz vor Mitternacht, daran erinnert. Trotz aller Probleme ist Joel mit Sarah sehr glücklich.
Doch alles soll sich ändern. Als Sarah in der Nacht aufwacht, ist das Haus wie ausgestorben. Ihr Vater ist nicht da, und draußen bahnt sich Schreckliches an. In der Stadt gibt es Explosionen, Menschen greifen andere Menschen an und töten sie. Sarah sucht ihren Vater, als Joel aus dem Garten in das Haus gehetzt kommt. Auch die Nachbarn hat es erwischt. Sie scheinen ebenfalls „infiziert“. Joel macht sich mit Sarah und seinem Bruder Tommy auf den Weg aus der Stadt hinaus. Gerade als sie es fast geschafft haben stehen Joel und Sarah einem Soldaten gegenüber. Doch statt sich in Sicherheit zu glauben, schießt dieser auf die beiden wehrlosen Zivilisten. Sarah stirbt in Joels Armen.
20 Jahre sind seit dem Ausbruch der Infektion vergangen. Joel kämpft sich mit seiner Partnerin Tess als Schmuggler durch den grauen Alltag. Das Militär versucht die Seuche einzudämmen, und für Ordnung zu sorgen. Es haben sich zwei Lager gebildet. Die Fireflies die auf eine Heilung der durch den Cordyzeps Pilz verursachten Seuche hoffen und gewalttätige Plünderer. Doch beide Gruppen haben einen gemeinsamen Feind. Die Infizierten. Diese entwickeln sich je nach Dauer nach der Infektion zu gefährlicheren Monstern. Während Joel und Tess versuchen Waffen wiederzubekommen, die ihnen gestohlen wurden, treffen sie auf Marlene, die Anführerin der Fireflies. Sie will ihnen die Waffen zurückgeben, wenn sie einen Auftrag für sie erledigen. Ein „Paket“ soll aus der Stadt geschafft werden. Dieses „Paket“ ist Ellie. Ein vierzehnjähriges Mädchen, dass eine Immunität gegen den Pilz entwickelt hat und somit die Chance auf eine Heilung darstellt. Zu dritt machen sie sich auf den Weg …

Hier nun ein Lets Play Video, welches das vollständige Intro zeigt und durch den Kommentar merkt man schon, wie atmosphärisch das Spiel ausgefallen ist:

Das Gameplay

Am einfachsten lässt sich TLOU als eine Mischung aus Uncharted und Resident Evil beschreiben. Ihr kämpft euch durch wilde Landschaften. Nachdem die menschheit stark dezimiert wurde, erobert die Natur viele Städte zurück. Hie rund da gibt es immer wieder Ansammlungen von Infizierten oder Plünderern. Taktisches Geschick nimmt einen großen Stellenpunkt ein. Einfach wild durch die Gegend ballern und alles abknallen bringt nicht viel. Munition und Medipacks, die in Form von Verbandskästen und Nahrungsmitteln wie Energieriegel oder Dosenmahlzeiten herumliegen, sind auch in den niedrigen Schwierigkeitsgraden rar gesät. Die meiste Zeit wird aus der Third Person-Perspektive gespielt. Nur bei besonderen Situationen wird in die First Person-Sicht gewechselt. Joel und Ellie verfügen wie auch schon Nathan Drake in Uncharted über verschiedene Bewegungsmoves. Neben den üblichen und notwendigen Bewegungen wie schleichen, gehen, laufen, rennen und springen, können sie klettern, hangeln, balancieren und sich gegenseitig mit Räuberleiter und anderen Moves helfen.
Man könnte TLOU also streng genommen als ein Survival-Adventure bezeichnen. Wenn da nicht der große Drama-Faktor wäre. Schon in den ersten Minuten des Spiels wird mächtig auf die Tränendrüse gedrückt. Joels Verlust seiner Tochter nimmt einen schnell mit, was vor allem an den sehr gut ausgearbeiteten Charakteren der Figuren liegt. Sie wirken extrem menschlich und man fühlt sich sehr schnell mit ihnen verbunden. Dies ändert sich auch im weiteren Spielverlauf nicht. Immer wieder müsst ihr von Freunden Abschied nehmen, die ihr lange kennt, oder auch gerade erst kennengelernt habt. Durch diesen Kniff und die hervoragende Inszenierung erhält TLOU auch ein wenig von einem interaktiven Film.

Schau mir in die Augen und ich sage dir was du denkst. Die Figuren sehen sehr real aus in The Last Of Us.

Boah, sieht das gut aus …

Naughty Dog, die bereits an Uncharted einige grafische Meisterleistungen vollbracht haben, drehen hier nochmal ganz kräftig an der Leistungsschraube der Playstation 3. Die Landschaften könnten aus einer BBC-Doku stammen. Verlassene und zerfallene Städte, die von Pflanzen überwuchert werden, während im Hintergrund langsam die Sonne untergeht. Einsame Berglandschaften mit klaren Flüssen, die von Tieren bevölkert werden am frühen Morgen. Verschneite Dörfer nahe einer Kohlemine, in denen ein so schlimmer Schneesturm tobt, dass man kaum die Hand vor Augen sieht. Oder strömender Regen, der den Sand an einer Küste gefährlich aufweicht. Egal wo man sich als Spieler gerade befindet, immer wieder bleibt man kurz stehen, um sich die Landschaften anzusehen und vergisst dabei, dass eine Horde Infizierter hinter jeder Ecke lauern könnte.
Aber nicht nur die Landschaften sehen traumhaft aus. Auch bei den Menschen haben siech die Macher wirklich Mühe gegeben. Neben den sehr guten und realitätsnahen Figurenmodellen samt Texturen, können auch die Bewegungen überzeugen. Dank Motion Capturing sieht hier nichts mehr nach Videospiel aus. Sicher gibt es hier und da einige Mankos, welche vor allem der Hardwareleistung der inzwischen doch sehr betagten Konsole geschuldet sind. Hier wird stellenweise so viel Grafikpracht aufgeboten, dass der Lüfter der PS3 fast schon auf Dauer läuft, um ein Überhitzen zu verhindern.

Pure Grafikpracht. Es ist wirklich erstaunlich, was Naughty Dogs Entwickler noch aus der PS3 herauskitzeln konnten.

Was gibt es noch?

Ein weiteres Highlight ist der Soundtrack und die Sprecher. Durch die geniale Musik, die stimmigen Soundeffekte und die sehr gute Arbeit der Synchronsprecher wird der Effekt eines interaktiven Films nochmals verstärkt. Es gibt aber noch weitaus mehr. Um im Spiel voranzukommen, wurde ein Craftingmodus implementiert. Hier könnt ihr mit gesammelten Technikteilen, die ihr immer wieder überall im Spiel findet und die wie ein Haufen Zahnräder aussehen, eure Waffen verbessern und aufrüsten. Gestartet wird mit einer einfachen Handfeuerwaffe. Doch bald schon gibt es Gewehre, Pfeil und Bogen und durchschlagskräftigere Möglichkeiten um sich gegen die Monster zur Wehr zu setzen. Ihr könnt mit der Zeit auch Molotowcocktails und Rauch- und Nagelbomben herstellen. Wie bei so ziemlich jedem anderen Spiel auch, habt ihr die Wahl zwischen mehreren Schwierigkeitsgraden. Wenn ihr das Spiel durchgespielt habt, egal auf welchem Schwierigkeitsgrad, könnt ihr alles noch einmal im Plus-Modus in Angriff nehmen. Hierbei bleiben alle erspielten Fortschritte und Fähigkeiten erhalten. Nur die Waffen habt ihr noch nicht alle von beginn an, da ihr diese erst im weiteren Verlauf erhaltet. Dann aber bereits voll ausgerüstet. Neben dem Singleplayer-Modus gibt es noch einen Multiplayer, in dem ihr euch für eine der beiden Seiten, Fraktionen genannt, entscheiden müsst. Ihr könnt zwischen den Plünderern und den Fireflies wählen, um euch dann mit mehreren Spielern online auf verschiedenen Schauplätzen, auch Karten, aus dem Spiel zu messen. Hier könnt ihr eure Fähigkeiten ebenfalls anpassen, um gewisse Vorteile auf den verschiedenen Karten zu erzielen. Je nachdem ob ihr Stürmer, Sniper, Mediziner, Techniker oder was auch immer seid.

Hier ein paar der Monster, die euch im Spiel erwarten. Nicht hübsch, aber gefährlich.

Und, wie ist es?

The Last Of Us ist, was es verspricht. Ein actiongeladenes Blockbustergame mit sehr vielen emotionalen Momenten. Naughty Dog hat sich hiermit in meinen Augen ein echtes Denkmal gesetzt und die Leistungen aus der Uncharted-Reihe nochmals mit TLOU gekrönt. Klar gibt es viele sich wiederholende Elemente. Herumschleichen, Deckung suchen, taktieren und flankieren, aber vor allem eines. Überleben. Und das ist selbst im einfachen Modus gar nicht so leicht. Denn auch wenn die Monster nicht gerade die cleversten sind, die Plünderer machen dies oftmals wieder wett. Vor allem dann, wenn sie in Gruppen auftreten.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013/2014 Naughty Dog, Sony Computer Entertainment
Eingebundenes Video von GoldenBoyMarcozi93

Info:

Version: Standard Edition / PS3 Amaray
Entwickler: Naughty Dog
Spieler (offline): 1
Spieler (online): 2-8
Auflösung: PAL/HD 720p
Controller: unterstützt Dualshock 3
Preis: ca. 50 Euro

Version: Joel Edition
Zusätzliche Inhalte zur Standard Edition:
Mini-Kunstband/Artbook
The Last of Us: American Dreams – Ausgabe 1 (Comic Band)
Exklusive Joel Verpackung
Joel-Sammelposter
Controller Design (Joel)
Ingame-Bonus: Download-Pakete „Survival“ & „Sights & Sounds“
Little Big Planet: Joel Skin
Preis: ca. 80 Euro

Version: Elli Edition
Zusätzliche Inhalte zur Standard Edition:
Mini-Kunstband/Artbook
The Last of Us: American Dreams – Ausgabe 1 (Comic Band)
Exklusive Ellie Verpackung
Ellie-Sammelposter
Controller Design (Ellie)
Ingame-Bonus: Download-Pakete „Survival“ & „Sights & Sounds“
Little Big Planet: Ellie Skin
Preis: ca. 80 Euro

Soundtrack

Anzahl Titel: 30
Gesamtlaufzeit: 55:21 Minuten
Preis CD: ca. 20 Euro
Preis MP3: ca. 8 Euro

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