Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (57) – Staffel 3, Folge 5 [Nickelodeon]

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Träume sind Schäume und Turtles-Folgen sind unterhaltsam. Ist zwar kein bekanntes Sprichwort, zumindest nicht in der Form, aber irgendwo ist doch was Wahres dran, oder nicht? Na egal. Samstag kam die neue Folge und das bedeutet im Umkehrschluß, dass heute das dazu gehörige Review folgt. Bitteschön ….

Alles nur geträumt …“
(In Dreams
)

Irgendetwas Seltsames geht bei den Turtles vor. Donatello wacht einfach nicht auf, und nachdem April und Casey in einem kleinen Laden, nicht unweit von Aprils Familienfarm, auf den merkwürdigen neuen Besitzer des Ladens, Bernie, trafen, sind auch die restlichen drei Turtles eingeschlafen und wachen nicht mehr auf. Stattdessen finden sie sich in ihren schlimmsten Alpträumen wieder. Donatello wird von einem Riesenbiber (dem Dunklen Biber) quer durch Chinatown gejagt, Leonardo erhält nach einem Meteorabsturz Superkräfte und kämpfte ebenfalls gegen einen Riesenbiber, den Gruselbiber, Raphael wird von einem weiteren Riesenbiber (dem Schreckensbiber) mit Schlangen gequält und Michelangelo findet sich in einem Süßigkeitenland wieder, auch mit einem Riesenbiber (Dave Biber). April und Casey sind nun die Einzigen, die ihre Freunde befreien können und welche Rolle spielt Bernie in der ganzen Sache?

So ganz geheuer ist Bernie April nicht.

Als Erstes fallen mir gewisse Ähnlichkeiten zu Wes Cravens „Nightmare on Elm Street“ auf. Auch da war es ein Traumwesen, welches sich von der Angst seiner Opfer ernährt hat (zumindest im weitestgehenden Sinne, denn eigentlich war Freddy Krueger ursprünglich nur auf Rache aus). Robert Englund, der Darsteller von Freddy Krueger aus der klassischen Filmreihe, spricht im Original zwei der Traumbiber (im deutschen wurde seine deutsche Synchronstimme für den Gruselbiber und den Schreckensbiber verwendet), während die anderen beiden von John Kassir gesprochen werden, der widerum im die Stimme des Crypt Keeper war, den einige vielleicht noch aus „Tales of the Crypt“ (oder auf Deutsch „Geschichten aus der Gruft“) kennen.

Auch Sägen haben ein Motto. Manchmal.

Aber nicht nur auf dieses Horrormeisterwerk wird Bezug genommen. Auch zum Texas Chainsaw Massacre gibt es Anspielungen. Eine davon leider nur im Original. Denn Bernie wird dort von Bill Moseley synchronisiert, der im zweiten Kettensägenmassaker den Chop-Top spielte. Die andere Hommage ist einfacher zu finden. Prangt sie doch groß auf Bernies Kettensäge. Hier ist „Die Säge ist Familie“, eine Art Motto der Reihe, zu sehen. Bernie selbst ist eine deutliche Anspielung an Ash aus Army of Darkness. Auch dieser hat als Verkäufer gearbeitet und hantiert vorzugsweise mit Kettensägen. Das große Finale der Episode, in der die Traumbiber aus ihrer Dimension in die reale Welt hinüberwechseln, ist eine Anspielung auf die Buffy Episode „Der Dämon der Angst“ in der sich ein übermächtiger Traumgegner in der Realität als kleines Problem entpuppt.

Die Traumbiber und ihre jeweiligen Turtle-Pendants.

Aber nicht nur inhaltlich wird in dieser Folge sehr viel „zitiert“. Auch visuell lassen die Macher gehörig die Korken knallen. Während die Farben der Biber jene der Turtles widerspiegeln, gibt es auch eine sehr schöne Schwarz/Weiß-Comic-Sequenz, welche in Anlehnung an die klassischen Mirage Comics entstand. Aber nicht nur die Farben wurden den Turtles gegenübergestellt, auch die jeweiligen Charaktere treffen ihr Traumbiber-Gegenüber, was vor allem bei Mikey und seinen Traumbiber-Pendant Dave erkennbar ist.

Was wohl die Inspiration für dieses Buch war?

Und um eines gleich vorwegzunehmen. Auch diesmal spielt sich vieles im Dunkeln ab, vor allem innerhalb der Träume, während April und Casey vorrangig tagsüber unterwegs sind, aber hier passt es wegen der Horrorthematik sehr gut. Apropos Horror. Während Bernie von den bösen Traumbibern erzählt ist im Hintergrund das Thema von „Nightmare on Elm Street“ zu hören, und die langen Fingernägel der Biber sind eine deutliche Hommage an Freddy Kruegers Messerhandschuh, aber das nur nebenbei. Aber auch zur klassischen Literatur, oder wenigstens ein paar der späteren Verfilmungen wird Bezug genommen. Denn als der Gruselbiber sagt „Jetzt siehst du mich, und jetzt nicht“ und sich dabei hinter seinem Biberschwanz versteckt und dann auflöst, ist hier eindeutig Alice im Wunderland und die Grinsekatze gemeint.

In Erinnerung an die Anfänge bei Mirage.

Gerade für Horrorfans ist diese Folge ein wahrer Festschmaus. So viel kann man entdecken (noch viel mehr als ich aufgelistet habe, wie z.B. Meteor Man und Necronomicon) und sich in den ganzen Anspielungen verlieren. Zwar kommt die Hintergrundhandlung erneut keinen Schritt weiter, aber dieses Mal verzeihe ich das aufgrund der sehr unterhaltsamen Folge leicht.

Ende gut, alles gut?

Copyright aller verwendeten Bilder © 2015 Nickelodeon

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