Ma-Co-Re-Mix (Vol. 33) (Was wäre, wenn… Nr. 1: Avengers vs. X-Men & Was wäre, wenn… Nr. 2: Civil War)

In diesem und dem nächsten Ma-Co-Re-Mix geht es darum, was wäre, wenn manches nicht so verlaufen wäre, wie es passiert ist. Oder anders gesagt sind die vier bisher erschienenen Bände von Paninis „Was Wäre, Wenn …“-Serie an der Reihe. Los geht es heute mit den Avengers vs. X-Men (inklusive Wolverine: Vater) und Civil War (inkl. Secret Invasion). Im nächsten Ma-Co-Re-Mix folgen den die nächsten beiden Bände …

MaCoReMix

Was Wäre, Wenn …? Nr. 1: Avengers vs. X-Men [Dezember 2013]

Autor: Jimmy Palmiotti, Rob Williams
Zeichner: Jorge Molina, Greg Tocchini
Format: Softcover
Umfang: 116 Seiten
Inhalt: US-What if? AvX 1-4, US-What if? Wolverine: Father 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Das Event Avengers vs. X-Men hat viele Veränderungen im Marvel Universum hervorgerufen und einige Grundlegende Dinge (zumindest vorübergehend) verändert. Außerdem führte es in den Neustart unter dem Titel Marvel NOW. Was aber wäre, wenn alles anders verlaufen wäre? Was wäre, wenn die Avengers und die X-Men von Beginn an zusammengearbeitet hätten und sich gemeinsam gegen den Phönix gestellt hätten. Wie viele wären gestorben, wenn überhaupt, wenn sie ihre Kräfte gebündelt hätten? Diesen Fragen gehen Autor Jimmy Palmiotti und die Zeichner Jorge Molina und Gerardo Sandoval nach.
Im zweiten Teil des Bandes (wobei zweiter Teil die falsche Bezeichnung ist) fragen sich Autor Rob Williams und Zeichner Greg Tocchini, wie Dakens Leben verlaufen wäre, wenn Logan von seiner Existenz gewusst und seinen Sohn alleine aufgezogen hätte. Wäre er dennoch der brutale Killer geworden, der er ist, oder hätte er einen gänzlich anderen Charakter entwickelt. Und was wäre aus dem skrupellosen Killer Wolverine geworden?

Während die eigentlichen Events immer riesige Monster ins Sachen Umfang sind (gerade wegen der vielen Tie Ins, kommt dieses What if…, wie die Serie im Original heißt, mit nur vier normalen US-Heften aus. Dies kommt der Geschichte auf jeden Fall schon einmal zugute, denn durch die Streckung erhält die Handlung wesentlich mehr Action, aber auch weniger Tiefgang, den aber das Originalevent auch nicht zu bieten hatte. Sieht man also einmal von dem zwar romantischen, aber dennoch eher unglaubwürdigen Ende ab, gefällt mir diese Fassung ein Stück weit besser. Auch die Zeichnungen (Molina und Sandoval wechseln sich hierbei ab) sind durchaus ansehnlich, wenngleich sie kaum einen eigenen Stil haben und wie eine Mischung aus verschiedenen Zeichnergrößen wirken.
Inhaltlich wesentlich belangloser, auch wenn interessante Ansätze vorhanden sind, ist Wolverine: Vater. Die Entwicklung welche Wolverine durchmacht ist dermaßen unglaubwürdig, vor allem wenn man den kleinen Kanadier kennt, dass diese Geschichte nur schwer verdaulich ist, was unter anderem auch am Finale liegt, welches mich sehr unzufrieden zurückgelassen hat. Selbst Greg Tocchinis Zeichnungen konnten da nicht viel retten. Vor allem deshalb, weil die Qualität stark schwankte. Da kenne ich bessere Arbeiten von ihm.

Mehr als reine Unterhaltung ist bei dem band einfach nicht drin gepaart mit ansehnlichen Bildern. Da ich aber auch nicht mehr erwartet habe, ist die Aufgabe erfüllt. Allerdings habe ich dennoch die Hoffnung, dass auch innerhalb dieser Serie noch die eine oder andere Perle kommt, wie es schon bei der ersten und zweiten What if…?-Serie der Fall war.

Was Wäre, Wenn …? Nr. 2: Civil War [Februar 2014]

Autor: Ed Brubaker, Christos Gage, Kevin Grevioux, Karl Bollers, Mike Gallagher, Chris Acosta, C.B. Cebulski
Zeichner: Larry Stroman, Marko Djurdjevic, Gustavo, Harvey Tolibao, Dave Manak, Patrick Spaziante
Format: Softcover
Umfang: 132 Seiten
Inhalt: US-What If? Civil War (2008) 1, US-What If? Secret Invasion (2010) 1, US-What If the Runaways Became the Young Avengers
Verlag: Panini Comics
Preis: 14,99 Euro

Tony Stark steht am Grab seines Freundes Steve Rogers, alias Captain America, als ein Fremder auftaucht und ihm zwei wichtige Fragen stellt. Was wäre, wenn Iron Man durch Extremis gestorben wäre und Captain America alle Helden gegen die Regierung und das Superheldenregistrierungsgesetz geführt hätte? Oder, was wäre, wenn Iron Man und Captain America sich geeinigt hätten und eine friedliche Lösung gefunden hätten den Civil War zu beenden? Zwei Fragen deren Antworten Tony Stark erschüttern werden.
Außerdem werden die Fragen gestellt, was wäre, wenn die Invasion der Skrulls in Secret Invasion erfolgreich gewesen wäre? Wie wäre das Leben auf der Erde verlaufen? Oder was wäre, wenn die Invasion geheim geblieben wäre? Wenn niemand die Skrulls entdeckt hätte? Ein gemeinsames Leben mit den Skrulls, ganz im Geheimen? Würde dies funktionieren?
Zuletzt stellt sich die Frage, was wäre, wenn die Runaways die Young Avengers werden würden? Welche Änderungen würde dies für die jungen Helden bedeuten und was könnten sie bewirken? Fragen über Fragen …

Panini wirbt mit klangvollen Namen auf dem Band. Ed Brubaker, Marko Djurdjevic und Christos Gage sollen für Qualität bürgen. Doch schaut man sich die bunte Parade an Geschichten und deren Macher genau an, wird es schon holpriger. Ed Brubaker und Marko Djurdjevic liefern gerade einmal fünf von den insgesamt 132 Seiten des gesamten Bandes ab. Diese fünf Seiten bilden nämlich die Rahmenhandlung zum Civil War What If… mit Tony Stark und dem Fremden auf dem Friedhof. Und Christos Gages Leistung ist die Handlung für die zweite Alternativversion des Civil War. Zwar gibt es auch weitere erfolgreiche Künstler wie Harvey Tolibao oder Kevin Grevioux, aber die meisten Namen sind eher unbeschriebene Blätter oder frische Künstler.
Grundsätzlich muss das nichts Schlechtes sein, aber von der Qualität früherer What If-Ausgaben ist dieser Band leider meilenweit entfernt. Er ist auch um vieles schwächer als der Vorgängerband um das Event Avengers versus X-Men und der kam schon über den reinen Unterhaltungswert nicht hinaus. Die besten Storys sind noch die um den Civil War, weil hier Ideen aufgegriffen werden, welche ich mir damals beim Lesen des doch sehr guten Events schon gestellt hatte. Nur leider werden sie in meinen Augen nicht konsequent genug zu Ende geführt. Und Gleiches gilt für das Artwork. Vieles ist solide, aber eben auch nichts besonderes.

Hirn aus, Spaß an. Trotz der sehr tiefgründigen Thematik des ursprünglichen Civil War kommt der Band nicht wirklich über seinen reinen Unterhaltungswert hinaus. Er ist nicht einmal optisch wirklich ansprechend, wenn man Djurdjevics Artwork ausklammert. Und selbst die fünf Seiten retten nicht über den gesamten Band. Vom Civil War hatte ich mir einfach mehr versprochen. So ist diese Ausgabe nicht einmal für Fans wirklich lesenswert. Schade drum.

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