Dominiks Private Session (22): Fallschirmspringen in Münster [15.07.2018]

Am Sonntag den 15.07.2018 habe ich meinen zweiten Fallschirmsprung gemacht. Das Wetter konnte besser nicht sein, wir hatten keine Wolken am Himmel und nur sehr wenig Wind. Der Sprungtermin war um 12.00 Uhr. Normalerweise erkundigt man sich vorher, ob der Sprung wetterbedingt stattfinden kann, doch an diesem Tag hat sich dieser Anruf von selbst erledigt. Wir hatten bereits vor zwei Jahren versucht mit mehreren Freunden zu springen, doch damals konnten wir den Sprung nicht wahrnehmen, es war zu bewölkt und windig. So vergingen rund zwei Jahre, bis es endlich geklappt hat. Es ist ein absolut einmaliges Erlebnis und ich kann jedem, der auch nur ansatzweise daran denkt, es mal auszuprobieren, nur ermutigen es zu tun! Die Erfahrung wird, wenn man möchte, auf Video festgehalten und dazu gibt es dann auch noch Fotos aus der Luft. Ich würde es immer wieder tun 😉

Tandem Fallschirm Sprung

Tandem Fallschirm Sprung

Wir waren recht pünktlich um 12.00 Uhr vor Ort in der Nähe von Münster. Es war sehr voll und wir dachten schon, dass es länger dauern kann, bis wir in die Luft kommen. Dem war aber nicht so, denn nach der Anmeldung und dem Ausfüllen der Formulare konnten wir unsere Rucksäcke auch schon verstauen, noch einmal die Örtlichkeiten für dringende Geschäfte aufsuchen und uns dann auch schon mit den coolen Fallschirmsprung Anzügen ausrüsten. Mich haben die Mütze und das Outfit irgendwie an Jackass erinnert. Ich kam mir vor wie so ein kleiner Adrenalin Junkie, der gleich in die Luft fliegt 😉
Drei Leute unserer Gruppe, mich eingeschlossen, bekamen einen eigenen Kameramann an die Hand (dieser wird extra bezahlt). So war meine zusätzliche Aufgabe, immer schön zu lächeln. Dann gab es die Sicherheitsunterweisung. Bei der Landung hat man zu beachten, dass man die Beine schön hochziehen soll, sonst könnte die Landung unangenehm werden. Man darf die Geschwindigkeit bis zur Landung nicht unterschätzen. Wenn man aus dem Flugzeug springt, muss man die Beine über Kreuz anwinkeln, ein Hohlkreuz machen und den Knopf in den Nacken legen, da der Wind durchaus eigene Kräfte entwickelt.

Was für ein Gefühl, was für ein Wetter ;)

Was für ein Gefühl, was für ein Wetter 😉

Wir sind von rund 4300 Meter Höhe gesprungen und hatten knapp eine Minute freien Fall, ehe der Fallschirm sich geöffnet hat. Direkt beim Sprung aus dem Flugzeug löst sich ein bremsender kleiner Schirm aus dem Rucksack, damit man nicht so schnell fällt. Hätte man diesen Schirm nicht, so würde eine Geschwindigkeit von rund 300 km/h erreicht, und wenn man dann den Fallschirm auslöst, könnte dies je nach Gewicht auch unangenehme Folgen haben. Unsere Geschwindigkeit lag bei ungefähr 200 km/h.  Als der Fallschirm sich geöffnet hat, hatte ich das Gefühl, es geht nach oben, doch das täuscht. Es gab einen Ruck, ähnlich wie beim Bungee-Jumping. Dann durfte ich mich auf die Füße vom Piloten stellen und sackte nach unten, das war ein leicht seltsames Gefühl, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Eine Schlaufe links, eine Schlaufe rechts und ich durfte den Fallschirm lenken. Das hat sehr viel Spaß bereitet und war äußerst angenehm. Die großartige Aussicht konnte ich nun in vollen Zügen genießen. Bei der klaren Sicht konnte ich von Münster bis Hamm schauen, rund 50 Kilometer, so hatte es den Anschein.

Der Sprung aus dem Flugzeug ;)

Der Sprung aus dem Flugzeug 😉

Ich muss aber schon sagen, 60 Sekunden freier Fall sind schnell vorbei und die angenehme Zeit beim Lenken des Fallschirms ebenfalls, denn der Boden kommt doch einfach immer näher. Wir hatten keinen Aufwind, obwohl wir stellenweise uns auch im Kreis gedreht haben. Mein Magen macht so etwas nichts aus, andere Mägen könnten dabei durchaus kribbeln oder es könnte einem schwindelig werden …
Ich glaube, wir waren rund 17 Leute in dem kleinen Flugzeug auf den Weg nach oben. Das war natürlich etwas eng, macht aber nichts. Leicht nervös und aufgeregt war ich erst, als zwei Minuten vor Absprung die rote Lampe anging im Flieger. Das bedeutet, dass man sich startklar machen muss. Es ist seltsam, denn plötzlich geht alles so schnell.  Das Rollgitter wird geöffnet, und ehe man sich versieht, fällt man schon aus dem Flugzeug hinaus. Die Erde dreht sich und dann pendelt man sich ein.  Der Pilot muss das Gewicht ausbalancieren. Kurz darauf bekommt man Anweisungen, dass man die Hände frei bewegen darf, ehe man sie, bevor die Leine des Fallschirms gezogen wird, wieder an den Körper legen muss. Während des freien Falls zu lächeln ist bei der Geschwindigkeit jedoch nicht so einfach. Wenn der Fallschirm sich geöffnet hat, muss man irgendwie erst einmal den Druck aus den Ohren loswerden und einen Druckausgleich machen. Kalt war es mir bei dem Wetter nicht, wobei andere Teilnehmer durchaus meinten, dass es etwas frisch auf 4300 Meter gewesen ist. Ich hab das wahrscheinlich nur nicht wahrgenommen. Jetzt bin ich bereits schon zwei mal Bungee-Jumping gewesen, zweimal Heißluftballon gefahren und zwei mal Fallschirm gesprungen. Was kommt als nächstes? Zeppelin fahren finde ich auch sehr interessant, aber auch Bungee-Jumping von höheren Brücken könnte ich durchaus in Erwägung ziehen. Ich werde es definitiv auf diesem Blog teilen, wenn sich was ergibt. In diesem Sinne,
bis zum nächsten Abenteuer,

Euer MysteriouslyBuddha

Die Landung ...

Die Landung …

Copyright by Fallschirmsportclub Münster e.V.

Website:

www.fallschirm-muenster.de

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