Tracht Man Nr. 3 [Plem Plem Productions, April 2018]

Wieder ein wenig später und allgemein etwas unzuverlässiger, immerhin sollte Sonntag das neue Asterix Review Special online gehen, nachdem ich es bereits einmal verschoben hatte, und das wie man unschwer erkennen kann, immer noch nicht online ist. Dafür versuche ich die Plem Plem Reviews ein wenig zuverlässiger zu gestalten. Heute gibt es die dritte Ausgabe von Tracht Man …

Tracht Man Nr. 3

Autor: Christopher Kloiber, Henning Mehrtens
Zeichner: Christopher Kloiber
Format: Heft
Umfang: 28 Seiten
Verlag: Plem Plem Productions
Preis: 4,90 Euro

Ein Alarm weckt Tracht Man mitten in der Nacht. Doch kaum am Ort des Einsatzes angekommen stellt sich alles als eine Falle heraus. Die Guglmänner greifen Tracht Man an, der sich jedoch tapfer zur Wehr setzt. Aber gegen diese Übermacht hat er kaum eine Chance. Doch da taucht ein Unbekannter auf, der scheinbar auf Tracht Mans Seite steht …

Nachdem es Tracht Man bereits mit dem Saupreussen zu tun bekommen hat und sich auch schon mit dem Nepomuckl herumschlagen musste, ist nun eine mysteriöse Organisation an der Reihe, die dem verstorbenen König Ludwig dem II. huldigen. Und so wie es Chris hier anstellt, scheint diese Organisation schon ein deutlich schwerer Brocken zu sein, als die bisherigen Gegner Tracht Mans. Aber mit dem bisherigen Schurkengenie scheinen sie dennoch nicht zusammenzugehören. Alles ein bisschen geheimnisvoll und was die neue Heldin Bavariana betrifft, gibt es auch noch nicht so viel Neues zu berichten. Wie es aussieht, versucht Chris nun dem bayrischen Helden eine neue Richtung zu geben und dies schafft man am besten mit einem passenden Gegenpart zum Helden und eventuell einem Freund. Natürlich kann ich hier nur mutmaßen, ob Chris absichtlich typische Klischees für seinen Helden nutzt, denn immerhin sind die bisherigen Ausgaben bereits mit einigen Anspielungen der klassischen US-Superhelden gespickt.

Optisch gibt es wenig auszusetzen. Chris Stil ist markant und passt einfach ideal zu seinem Helden. Leichte Steigerungen zur ersten Ausgabe sind ebenfalls sichtbar. Als kleiner Gag am Rande beginnt auch diese dritte Ausgabe mit einer Shot auf den Helden, so wie es bei den Superheldencomics der 60er bis 80er Jahre Tradition war. Auch sonst spielt Chris mit Traditionen und kleineren Easter Eggs. Der neue Freund hat gewisse charakterliche Ähnlichkeiten mit einer bekannten Marvel-Figur, indem sie die sogenannte Vierte Wand durchbricht und Elemente des Comics auf ihn wirken und er mit ihnen interagieren kann. Auch gibt es eine schöne Seite, auf dessen Vorderseite diese Figur mit gespiegeltem Text spricht und sobald man umblättert hat er genau die gleiche Pose, wie auf der Vorderseite und der Text ist nicht mehr gespiegelt. Hält man nun noch die Seite gegen das Licht, so sitzen die Sprechblasen fast millimetergenau übereinander, was ich persönlich sehr witzig finde. Überhaupt hat diese Ausgabe viele Geheimnisse, die es zu entdecken gilt und selbst mir als altem Hasen ist sicherlich nicht alles aufgefallen.

Tracht Man macht auch weiterhin Spaß, gerade dann, wenn man selbst auch Superheldencomics konsumiert und die ganzen Anspielungen entdeckt. Natürlich funktioniert die Ausgabe auch ohne das Wissen. Ich denke als Superheldenlesender Bayer hat man mit Tracht Man erst so richtig Spaß. Demnächst werde ich übrigens in einem Special übrigens die bisherigen drei bayrischen Fassungen von Tracht Man zusammenfassen und vorstellen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2018 Plem Plem Productions / Christopher Kloiber

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