60 Jahre „Die Schlümpfe“ – Abschluss-Special: Die Schlümpfe Mini [Toonfish/Splitter, November 2011]

Sechs Tage habe ich euch mit den Schlumpf-Specials zum 60. Geburtstag der kleinen blauen Kobolde hoffentlich erfreut. Ich habe euch viele Infos präsentiert, Secrets aus der Entstehung, Meinungen zu den einzelnen Geschichten, den Figuren, Zeichnungen und en Storys an sich. Doch eines habe ich euch bisher vorenthalten. Das Format, die Verarbeitung und wie sich die kleinen „Mini-Alben“ lesen lassen, oder anders gesagt, die Haptik beim Lesen. Dafür ist nun dieses Abschlussspecial da, um euch einen genauen Überblick über die von Toonfish/Splitter veröffentlichten Mini-Recits zu geben …

Die Schlümpfe Mini

Wie bereits erwähnt werde ich nun nicht mehr genauer auf die einzelnen Storys der jeweiligen Bände eingehen. Wer sich darüber noch einmal, oder auch erstmals informieren möchte, der findet alle sechs Reviews am Ende dieses Beitrags noch einmal verlinkt.
Nein, beim heutigen Abschlussspecial geht es vielmehr darum, dass auch das Format Einfluss auf eine solche Veröffentlichung hat, und damit meine ich nicht ausschließlich die hier vorliegenden Mini-Alben von Toonfish/Splitter.

Von Links nach Rechts: Cover, Buchrücken und Backcover der sechs Mini-Alben

Toonfish präsentiert diese „Erstveröffentlichung“, eine richtige Erstveröffentlichung ist es genaugenommen nicht, da die Geschichten bereits in der ersten Kompaktausgabe der Schlümpfe von Toonfish veröffentlicht wurden, in einem wunderbaren Format. Ein kleines glänzendes Hardcover mit 12 x 17 Zentimeter und einer Dicke von etwa 0,8 Zentimeter und 48 Seiten Umfang ist das ideale Format für die ersten Schlumpfabenteuer. Um das Format, bzw. die Größe besser einschätzen zu können, habe ich einmal zwei Fotos angefertigt, mit denen das Vergleiche etwas leichter fällt. Ich habe das erste Schlumpf-Mini-Album gemeinsam mit dem aktuellen Asterix-Softcover Album, der aktuellen Simpsons Comics-Heftausgabe und dem aktuellen Lustigen Taschenbuch abgelichtet. Einmal nebeneinander und einmal direkt aufeinander abgelegt.

Das erste „Mini-Album“ im direkten Größenvergleich.

Neben dem Format ist mir auch die Verarbeitung sehr wichtig. Als langjähriger Comicsammler kenne ich so einige „Fehltritte“ in Sachen Qualität. Bücher, bei denen sich der Block vom Umschlag löst, sind dabei noch das geringste Problem. So hatten viele Verlage, gerade in den 80er Jahren mit der Leimung zu kämpfen, was dazu führte, dass man nach mehrmaligen Lesen, manchmal sogar schon nach dem ersten Mal, nur noch lose Blätter in der Hand hatte. Meist lag es am Leim, der zu schnell zu hart wurde und sich deshalb die Seiten lösten. Statt daher die Seiten einfach einzeln anzuleimen, hat sich Splitter/Toonfish auch bei diesen kleinen „Alben“ entschlossen die Fadenbindung zu wählen. Das Ergebnis ist ein stabiler Buchblock, der sich dennoch leicht umblättern und lesen lässt, bis hin zur Buchmitte, was vor allem bei den sehr schönen Doppelseiten wichtig ist.

Die Verarbeitung und Bindung wissen zu überzeugen.

Ähnlich hat es auch 1963 der Originalverlag Dupuis gehandhabt. Serien, die den Brüdern sehr am herzen lagen, bekamen ein Hardcover (kartonierte Ausgabe), während weniger „beliebte“ Serien nur als Softcover (broschierte Ausgabe) erschienen. So kam es auch vor, dass Serien erst in dem einen Format erschienen und später das Format wechselten. So musste Peyo beispielsweise bis zum elften „Johann und Pfiffikus“-Album warten, ehe ihm das Hardcover zugestanden wurde. Bei den Schlümpfen jedoch entschied man sich bei Dupuis von Beginn an für das Hardcover. Allerdings gab es da ein Problem. Da Peyo doch wegen seiner vielen Serien und Arbeiten recht eingespannt war, wollte er zu Beginn die sechs Mini-Recits als großformatiges Album neu veröffentlichen. Dies ging jedoch nur, indem er das Layout umstellte, was wiederum dazu führte, dass er alle Mini-Abenteuer noch einmal neu zeichnen musste. Oder zeichnen lassen musste. So erschien 1963 das erste großformatige Schlumpfabenteuer mit dem Titel „Les Schtroumpfs Noir“ („Die schwarzen Schlümpfe“) und enthielt zusätzlich die beiden Abenteuer „Der gefangene Schlumpf“ und „Der fliegende Schlumpf“, nur dass man leider einen kleinen Fehler in der Reihenfolge machte, sodass „Der fliegende Schlumpf“ als zweites Abenteuer abgedruckt war und man bereits von Gargamel redete, noch bevor dieser überhaupt seinen ersten Auftritt hatte.

Erste Seite des Remakes von „Der falsche Schlumpf“

Doch dieser kleine Fauxpas konnte die Schlümpfe nicht von ihrem Siegeszug abbringen und so war bereits auf dem ersten Album zu lesen: „Wenn euch dieses Album gefallen hat, versäumt nicht den nächsten Band mit Schlumpfgeschichten: „Das Zauberei und die Schlümpfe“, „Schlümpfe in Not“ und „Der falsche Schlumpf“.“
Nun musste sich Peyo nur noch den vielen Aufgaben eines frisch gebackenen „Schlumpfvaters“ widmen. Neue Geschichten, Filme, TV-Serie, Merchandising aller Art. Mit dem Erfolg der TV-Serie hatte dann Peyo so viel zu tun, dass wenn neues Material erschien, dies ausschließlich aus seinem Studio stammte und nicht direkt von ihm. Dies änderte sich erst 1992 mit einem neuen albumlangen Schlumpfabenteuer, dem letzten aus Peyos Feder. Pierre „Peyo“ Culliford, verstarb am 24.12.1992 in Brüssel. Sein Erbe und seine Arbeit führen seitdem seine beiden Kinder Thierry und Veronique Culliford weiter.

Pierre mit seinen Kindern Thierry und Veronique

Copyright aller verwendeten Bilder (soweit nicht anders angegeben) © 1958-2018 Peyo / Dupuis / Splitter / Toonfish

Alle bisherigen „60 Jahre – Die Schlümpfe“-Reviews

60 Jahre „Die Schlümpfe“ – 6-Tage-Special (1): Die Schlümpfe Mini Nr. 1: Die schwarzen Schlümpfe
60 Jahre „Die Schlümpfe“ – 6-Tage-Special (2): Die Schlümpfe Mini Nr. 2: Der gefangene Schlumpf
60 Jahre „Die Schlümpfe“ – 6-Tage-Special (3): Die Schlümpfe Mini Nr. 3: Das Zauberei und die Schlümpfe
60 Jahre „Die Schlümpfe“ – 6-Tage-Special (4): Die Schlümpfe Mini Nr. 4: Der falsche Schlumpf
60 Jahre „Die Schlümpfe“ – 6-Tage-Special (5): Die Schlümpfe Mini Nr. 5: Die Schlümpfe in Not
60 Jahre „Die Schlümpfe“ – 6-Tage-Special (6): Die Schlümpfe Mini Nr. 6: Der hundertste Schlumpf

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