Gratis Comic Tag 2019-Review (15): In tiefen Wäldern Träumen lauschen

Mit „Ghost Money“ und „Heroes in Crisis“ hatten wir nun wieder ein wenig Abwechslung sodass es heute mit einem Man…
… Nein, kein Manga, sondern ein Manhua, die chinesische Version dessen, was bei den Japanern Manga genannt wird, weitergehen kann. Letztendlich ist es auch nur eine Bildergeschichte, oder einfach ausgedrückt ein Comic. Nur eben aus China und nicht Japan, von einer Chinesin, und keiner Japanerin und in westlicher Leserichtung und nicht der bekannten Japanischen von Oben Rechts nach Unten Links, sondern wie wir es kennen von Links Oben nach Rechts Unten. So, und nun kann es losgehen mit dem Manhua von Chinabooks …

In tiefen Wäldern Träumen lauschen [Mai 2019]

Autor: Zhang Jing
Zeichner: Zhang Jing
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Yǐn shān mèng tán dì yī juàn 1
Verlag: Chinabooks
Preis: 0,00 Euro

Mitten in einem Gebirgswald. Es regnet. In einem alten verlassenen Tempel hat sich eine junge Frau niedergelassen, um in Ruhe zeichnen zu können, als ein Fremder mit einer Affenmaske den Tempel betritt und um Unterschlupf bittet. Nach anfänglichem Zögern kommen die Beiden ins Gespräch und der „Affenmann“ beginnt die Geschichte einer jungen Prinzessin zu erzählen, die nicht daran glaubt sich jemals in einen Mann verlieben zu können, bis sie eines Tages auf einem Volksfest den für sie schönsten Mann der Welt kennenlernt …

Eine Geschichte in einer Geschichte zu erzählen ist nichts Neues und diesen Kniff haben bereits altehrwürdige Dichter und Denker verwendet. Oft um weniger gute Geschichten zu kaschieren oder zu kurze mit einer zweiten zu verknüpfen, um so länger zu wirken. Aber es gibt auch jene, die dies bewusst als Stil- und Erzählmittel einsetzen, um eine gewisse zusätzliche Spannung zu erzeugen. Im Fall von „In tiefen Wäldern Träumen lauschen“ funktioniert dies nur bedingt, denn ehrlich gesagt kann mich die Story um die Prinzessin und ihren wunderschönen Traummann überhaupt nicht begeistern. Viel mehr würde mich interessieren, wie es mit der namenlosen Zeichnerin und dem Affenmaskenmann weitergeht. Nur sind die eher unwichtig, wie es scheint und dienen nur zur Einleitung in die Liebesgeschichte.
Auch Zeichnerisch sagt mir der erste teil wesentlich mehr zu, als die Liebesstory, da hier der Stil zwar nicht wechselt, aber alles ein wenig altbackener wirkt. Insgesamt sagt mir persönlich das zwar sehr detaillierte und liebevoll gestaltete Artwork nicht wirklich zu. Es sieht aus wie eine Mischung aus Manga und Kamasutra, bzw. altchinesischen Kunstgemälden. Die Landschaften, Hintergründe, Pflanzen usw. sehen zwar wunderschön aus, aber der Rest eher angestaubt.

Keine Chance für mich, dass ich diese Reihe weiterverfolge. Die Hauptstory ist zu belanglos, das Artwork zu historisch langweilig, wobei ich nicht aussagen möchte, dass alles historische gleichzusetzen ist mit langweilig. Hier spricht mich einfach das Gesamtbild nicht an, auch wenn ich die Arbeit die dahintersteckt durchaus anerkenne.

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