Bongo Comics des Monats … Oktober 2013 [Panini, Oktober 2013]

… Oktober

Eine lange gelbe Pause gab es seit den letzten Bongo Comics des Monats. Aber was soll’s. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben … Weiterlesen

Bongo Comics des Monats … August/September 2013 [Panini, August/September 2013]

… August/September

Auch diesen Monat musste ich wieder aufgrund von mangelndem Bongo-Output zwei Monate zusammenfassen …

Simpsons Comics Nr. 202 [Panini, August 2013]

Schmalz Schmu Donuts veranstaltet einen Wettbewerb auf der Suche nach dem Schmalz Schmu-Kind des Jahres. Die Aufgabe ist, einen Aufsatz zu schreiben. Genau das Richtige für Lisa, und als Preis gibt es neben Ruhm und Ehre als Aushängeschild für Schmalz Schmu auch noch einen Jahresvorrat an Donuts. Genau das Richtige für Bart. Und so kommt es zu einem Geschwisterwettstreit, an dessen Ende nur einer gewinnen kann …

Homers Lieblingsessen, Lisa Lieblingsarbeit und Barts Geltungsdrang. Hier trifft alles aufeinander, was bei den Simpsons (zumindest einigen der Familienmitglieder) wichtig ist. Tom und Henry Gammill erzählen eine durchaus interessante Geschichte, auch wenn sie an vielen Punkten wieder sehr vorhersehbar ist. Wesentlich störender als die Vorhersehbarkeit, sind die Zeichnungen von John Delaney. Diese sind technisch soweit in Ordnung, wenn man einmal von dem Problem Delaneys mit den simpsonstypischen Augen absieht. Immer wenn die Größe der Figuren in einem Panel unter ein gewisses Maß sinkt, sieht es aus, als würden entweder grundsätzlich alle eine Brille tragen, oder hätten massive Augenränder. In den ersten Panels ist das noch unfreiwillig komisch, aber im weiteren Verlauf wird es sehr störend.

FAZIT:

Im Grunde unterhaltsame Geschichte mit einigen Problemen im Artwork. Aber mehr als unterhaltsam wird leider nicht daraus. Und das problematische Artwork tut dabei sein übriges.

Simpsons Comics Nr. 203 [Panini, September 2013]

Eigentlich sollte Homer mit Marge zusammen das Wohnzimmer neu streichen. Statt dem hässlichen und trostlosen Lachsrot soll ein frisches und angenehmes Morgenrosa die Stube der Simpsons zieren. Doch Homer entdeckt im Fernsehen ein paar Trödelhändler, die aus Schrott viel, sehr viel, machen. Nun hofft er, dass in seinem alten Lagerschuppen auch der ein, oder andere, Schatz liegt. Doch alles, was er findet, ist eine merkwürdige Uhr, die ihn hauptsächlich Nerven kostet …

Einmal quer durch die TV-Schrottsammler, sowie die amerikanische Unterhaltungsgeschichte pflügt sich Autor Chuck Dixon. Dabei lässt er keine größere Bekanntheit im Zusammenhang mit schnellem Geld aus. Auch was diverse „Schätze“ betrifft, schöpft er aus einem reichhaltigen Repertoire. Damit dies auch grafisch den notwendigen Glanz erhält, darf Phil Ortiz die Simpsons wieder einmal zu Papier bringen. Und das, macht er auch ganz ordentlich, wenngleich ich eine gewisse Eigenständigkeit im Artwork wie so oft vermisse.

FAZIT:

Eine sehr gelungene Reise durch Amerikas TV-Geschichte und schnellreiche Gesellschaft. Dixon und Ortiz liefern eine wirklich tolle Geschichte ab, die zu keiner Zeit langweilig wird. Ein wenig am Artwork geschraubt, sodass man Ortiz erkennt, auch ohne in die Credits zu schauen, und ich wäre rundum zufrieden.

Bart Simpson Nr. 75 [Panini, September 2013]

Eine neue Schülerin kommt und Barts Klasse und damit diese sich so richtig wohlfühlt will Edna Krabappel dem Schüler eine Eins in der nächsten Arbeit geben, der es schafft dem Mädchen zu imponieren und sie zur bevorstehenden Schulveranstaltung begleitet. Zwischen Bart, Nelson, Milhouse und Martin beginnt ein erbitterter Kampf …
In Maggies Welt hilft die kleinste Simpson derweil ihrer großen Schwester, die massive Probleme mit den Notenblättern hat, welche sie in der Schule von Musiklehrer Largo erhalten hat …
Doch Maggie hat eine weitere Begabung. Sie entdeckt das Basteln für sich und schneidert so wundervolle Schuhe für ihre Familie, die gesamte Stadt und später die ganze Welt. Doch diese Kreationen bergen auch große Gefahren in sich …
Zum Schluss muss sich Angry Dad noch mit einem durch den Wind entflohenen Toupet herumschlagen …

Vier Geschichten, vier voneinander unabhängige Abenteuer, vier verschiedene Autoren(teams) und vier unterschiedliche Zeichner. Trotzdem kommt keine der Geschichten so richtig in Fahrt. Schlecht sind sie zwar alle nicht, aber irgendwie scheint etwas zu fehlen, die sie voneinander ein wenig abhebt. So bleibt alles nur eine einheitliche Mischung von kurzweiligen und leicht unterhaltsamen Storys, ohne große Höhen und Tiefen. Auch zeichnerisch gibt es, abgesehen von Sergio Aragonés keine Ausreißer. Alles ist der typische 08/15-Simpsons-Einheitsbrei.

FAZIT:

Auch wenn die Geschichten nicht schlecht sind, so richtig im Gedächtnis bleiben sie leider auch nicht. Dazu fehlt sowohl inhaltlich, als auch visuell eine gewisse Eigenständigkeit. So bleibt leider nur ein kurzweiliges Heft, das auf Dauer nicht überzeugen kann.

Milhouse Nr. 1 [Panini, September 2013]

Milhouse hat eine blühende Fantasie. Und was für eine. Sogar Bart reicht es langsam und der kündigt seine Freundschaft mit Milhouse auf. Doch auch jetzt, wo Barts bester Freund alleine ist, gönnt ihm seine Fantasie keine Pause. Aber so richtig zu stören, scheint ihn das nicht. Sogar an seinem Geburtstag, an dem er sich nichts sehnlicher wünscht, als cool zu sein, ist seine rege Fantasie ein ständiger Begleiter. Dies geht sogar soweit, dass sich Milhouse als Agent Doppel-Null sieht und als Karatekünstler …

Ein roter Faden (die lebhafte Fantasie von Milhouse) durchzieht das ganze Heft. Dadurch ergibt sich trotz wechselnder Autoren und Zeichner eine sehr angenehme Lesestruktur. Trotz der inhaltlichen Ähnlichkeit wiederholen sich die Geschichten nicht, was in meinen Augen einen weiteren Pluspunkt darstellt. Ebenfalls positiv fallen die wechselhaften Zeichenstile, allen voran Mike Kazaleh und Dean Rankine auf. Aber nicht nur die üblichen Simpsons-Autoren durften Barts Kumpel eine Geschichte auf den Leib schreiben. Für Milhouses Abenteuer als Agent Doppel-Null in „Octo-Fuzzy“ ist keine geringere als Starautorin Gail Simone verantwortlich, und diese liefert eine sehr unterhaltsame Story ab, die vor Bond-Anspielungen, auch abseits des Namens, nur so wimmelt.

FAZIT:

Bart Simpsons Kumpel Milhouse ist ein sehr gelungener Ableger der Simpsons-One-Shot-Reihe. Wer immer dachte, Milhouse sei ein langweiliger Mitläufer und ein seelenloser Nerd an der Seite des obercoolen Bart Simpson, der wird mit dieser Ausgabe eines besseren belehrt.

Bongo Classics #1 [Panini, Oktober/Dezember 2005]

#1

Neben den Bongo Comics des Monats habe ich mir auch noch eine weitere, diesmal unregelmäßige, Rubrik einfallen lassen. Und zwar die Bongo Classics. Hier werden ältere deutsche Ausgaben der Bongo Comics vorgestellt und zusammengefasst…

Bart Simpson #21

Was passiert wenn die Springfielder Li’l Topes ihren erwachsenen Trainer verlieren und stattdessen Professor Frink mitsamt neuer Technik diese Aufgabe übernimmt, erfährt man direkt in der ersten Geschichte…
Als nächstes durchlebt Lisa die „Drei Phasen des Lehrens“ nachdem sie die Lehraufgabe von Miss Hoover übertragen bekommt, die wieder einmal die Segel streicht gegen die Unvernunft in Lisas Klasse…
In der letzten Geschichte begibt sich Barts Klasse auf einen Schulausflug in ein Museum und Rektor Skinner ahnt irgendwie schon, dass Barts und Nelsons Verhalten dazu führen wird das die Springfielder Grundschule bald auf „der Liste“ stehen wird…

FAZIT:
Insgesamt versammelt dieser Band wieder drei sehr kurzweilige und humorvolle Geschichten, wobei die Zweite doch schon sehr vorhersehbar ist und dadurch leider ein wenig verliert. Die erste Geschichte punktet vor allem durch den Wahnwitz an Ideenreichtum beim Tuning der Baseballutensilien und die Abschlussgeschichte verläuft doch irgendwie anders als man es zuerst erwartet und überrascht mit einem witzigen Schlussgag.
Zeichnerisch ist alles leider nur durchschnittlicher Einheitsbrei. Nichts aussergewöhnliches, alles gleich. Das ist nicht wirklich schlecht und erhöht den Wiedererkennungswert, aber wird auch schnell langweilig.

Bart Simpson #22

Bart erhält seinen einhundertsten Verweis zum Nachsitzen. Doch weil er etwas besseres vor hat, nimmt er den Verweiszettel nicht an. Doch weil dieser aus recycelten Ouija-Brettern hergestellt wurde, entwickelt er ein bizarres Eigenleben…
Danach treibt Bart bösartigen Schabernack mit einem Krusty-Walkie Talkie das zufällig auf der Frequenz von der Gegensprechanlage von Krusty Burger sendet…
Als nächstes erleben Homer und Bart einen sehr unterhaltsamen Angelausflug und das obwohl Bart eigentlich keine wirkliche Lust darauf hat…
Zum Abschluss starten Bart, Milhouse und Nelson eine Wette darüber wer der Beste Verkäufer der Klasse ist. Doch mit diesen Artikeln haben sie alle drei einen schweren Stand…

FAZIT:
Vier Geschichten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von sehr „unterhaltsam und witzig“ bis „irgendwie bescheuert“ ist alles dabei. Am herausstechendsten ist dabei noch die wirklich lustige Geschichte mit dem Angelausflug, da diese fast schon typisch für Homers Unglück ist. Am schlechtesten kommt dabei die Story mit dem Nachsitzzettel weg. Diese ist einfach nur ein dämlicher Versuch eine mystische und gruselig angehauchte Geschichte zu fabrizieren. Leider geht das voll vor den Baum.
Die bildhafte Umsetzung ist gewohnte Kost wie bei fast allen Ausgaben zu dieser Zeit. Nichts besonderes aber auch keine Enttäuschung.

Bongo Comics des Monats… März 2012 [Panini, März 2012]

…März 2012

Ab sofort werde ich regelmäßig, aber mindestens einmal im Monat die Comics des US-Bongo-Verlages, welche in ihren deutschen Ausgaben bei Panini erscheinen in dieser Rubrik zusammenfassen. Dies hat zwei Gründe. Zum einen der Übersicht wegen, und zum anderen lässt sich bei diesen Fun-Comics leider nicht so viel darüber schreiben, aber dennoch genug um es gemeinsam zu einem Artikel zu verfassen…

Simpsons Comics #185

Sommerfeste sind irgendwie so gar nichts für den Comicbuchverkäufer und erst recht nicht wenn er nichts mehr zu trinken bekommt. Also sucht er sich ein ruhiges Plätzchen um seine Augen ein wenig zu entspannen. Dabei gerät er in die Welt von Bartchie und Jug-House. Bartchie bekommt Probleme weil er am gleichen Abend ein Date mit Sherri und auch Terri hat und Apop muss seinen Laden „Apops Schoko-Squishee-Bar“ räumen da er die Miete nicht mehr zahlen kann. Nun liegt es an Bartchie durch einen Bandcontest das Geld zusammen zu bekommen…

FAZIT:
Die Simpsons meets Archie Comics. So könnte man diese Ausgabe ganz treffend beschreiben. Denn mehr ist es einfach nicht. Es werden lediglich die typischen Simpsons-Charaktere in Archiefiguren transferiert und eine typische Archiegeschichte erzählt. Zwar sind die ganzen Gags durchaus unterhaltsam, wie auch die Erwähnung von Sonic, dessen Comics auch beim amerikanischen Archie-Verlag erschienen, und die Einbindung der Archie-Songs welche durch die Animationsserie bekannt wurden.
Zeichnerisch wurde die Geschichte von Stan Goldberg wenigstens gelungen präsentiert, aber von Ian Boothby bin ich als Autor einfach bessere Sachen gewohnt. Insgesamt ist diese Ausgabe leider nur mittelmäßig, dafür aber wenigstens kurzweilig.

Bart Simpson #60

Als Bart den Kwik-E-Mart verwüstet wird er von Apu zu Strafarbeiten verdonnert. Doch was Bart zuerst nicht ahnt, ist das ihm die Arbeit sogar Spaß macht. Zusammen mit Apu verbringt er sehr vergnügliche Tage und Stunden…
Danach zeigt sich Bart vons einer typischen großen böser Bruderseite, doch als Lisa dann das Zimmer verlässt und Bart mit Maggie alleine ist…
Zu guter letzt erzählt Homer einen Schwank aus seiner Kindheit und wie er versucht hat mit Barney in die Dreharbeiten eines neuen Zombiefilmes zu gelangen nichtsahnend das er damit viele Jahre später einen sehr bekannten Musiker beeinflussen würde…

FAZIT:
Drei durchaus kurzweilige und teilweise auch lehrreiche Geschichten werden in diesem Band präsentiert. Grafisch am herausstechendsten ist Sergio Aragones Zombiegeschichte, aber auch die anderen beiden wissen zu überzeugen. Den Leser erwarten kurzweilige und humorvolle Geschichten und die definitiv bessere Bongoausgabe in diesem Monat.