Bongo Comics des Monats … Januar/Februar 2018 [Panini, Januar/Februar 2018]

… Januar/Februar

Ja, auch diese Reviewreihe existiert noch und wurde von mir sträflichst vernachlässigt. Sogar so extrem, dass ich noch Ausgaben vom Januar dieses Jahres hier liegen habe, von einigen ungelesenen Bongo Classics gar nicht zu reden. Da nun aber leider ein Ende absehbar ist, weil Bongo im Oktober sämtliche Veröffentlichungen einstellt, werde ich nun versuchen, so nach und nach, die letzten Comics vorzustellen. Ironischerweise laufen die Comics in Europa besser, als in den Staaten drüben …

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Die Simpsons – Neue Infos zu Staffel 26

futu

Am 28. September 2014 startet in den USA bereits die 26. Staffel der gelben Kultserie „Die Simpsons“. Schon im Vorfeld gab es einige Gerüchte, wer von den langjährigen Simpsonsfiguren in der neuen Staffel das zeitliche segnen wird. Nun gab Produzent Al Jean ein paar Hinweise. Einige davon waren bereits bekannt, wie die Tatsache, dass der Sprecher der Figur bereits mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Als Jean jetzt jedoch den Titel der besagten Episode preisgab, reagierte das Publikum geschockt. „Clown in the Dumps“ ist der Titel und es scheint so, als wäre dies der letzte Vorhang für Krusty den Clown. Die Tatsache, dass Dan Castellaneta, der auch Homer seine Stimme leiht, bereits Emmypreisträger ist, spricht ebenfalls dafür. Weiterlesen

Der neue Radioactive Man Crossover (Simpsons Comics #157 & #158, Bart Simpson #46) [Panini, November bis Dezember 2009]

Crossover innerhalb von US-Comicserien haben eine feste Tradition. Da überrascht es auch nicht, wenn sich die Bongokreativen dieser Tradition auf ihre ganz eigene Art annehmen…

Simpsons Comics #157

Krusty gewinnt bei einem Pokerspiel den Verlag von Radioactive Comics. Diese reissen aber leider schon lange keinen mehr vom Hocker, wodurch die Verkäufe auch stark zurückgegangen sind. Langweilige und sich immer wiederholende Großevents, Veränderungen an Helden die doch nichts bewirken, das alles hat die Comicfans in Springfield verärgert. Nun soll sich Lindsay Neagle um den neuen Erfolg dieser Comicreihe kümmern und hat dafür den ultimativen Plan…

Fazit:

Was Bongo hier auf die Schippe nimmt, sind vor allem die ganzen Großevents der 2 Mammutcomichäuser. Sei es nun Secret Invasion, Blackest Night, die Crisis-Event-Reihe oder die Marvel Zombies. Einiges davon ist, nun ja sagen wir mal, nicht jedermanns Geschmackssache. Im typischen Simpsons-Stil wird deshalb genau dieses Verhalten der Verlage auf die Schippe genommen und stark überzeichnet präsentiert. Dieser erste Teil des „Radioactive Man“-Crossovers ist ein gelungener Seitenhieb auf die gesamte Comicbranche.

Bart Simpson #46

Die angekündigten Neuerungen für die schwächelnde Radioactive Man-Comicserie schlagen ein wie eine Bombe und das trotzdem es von der Verlagsseite keinerlei Informationen gibt. Diese Ungewissheit und die wilden Spekulationen um Radioactive Mans Neustart bewegen Bart, Milhouse und Martin dazu, Krusty aufzusuchen und ihm eine unterzeichnete Petition vorzulegen damit die Änderungen von Radioactive Man nicht zu gravierend anders und neu werden…

Fazit:

Was wird nun aus Radioactive Man? Der Plan von Krusty und Ms. Neagle bleibt weiterhin undurchsichtig und ruft halb Springfield auf den Plan. Hier sieht man mal wieder was eine gezielte Werbekampagne alles bewirken kann. Niemand weiss etwas, aber alle wollen es haben. Die satirische Darstellung der „morbiden“ und „korrupten“, „geldgeilen“ und „arroganten“ Comicindustrie bleibt weiterhin auf gutem hohen Niveau. Diese Gesellschaftskritiken sind es die die Simpsons so groß gemacht haben, und die Gaststars natürlich.

Simpsons Comics #158

Das Finale des dreiteiligen Radioactive Man Crossovers. Endlich erscheint das neue Heft, und ganz Springfield ist in Aufruhr. Doch als die drei Freunde Bart, Milhouse und Martin das Heft endlich in den Händen halten sind sie mehr als enttäuscht. Ausser den Panels und leeren Sprechblasen enthält das Heft überhaupt nichts. Also beschließt Bart seine eigene Radioactive Man-Geschichte zu schreiben und landet damit zu allem Ärger von Krusty und Ms. Neagle auch noch einen vollen Erfolg. Aber das wollen diese nicht auf sich sitzen lassen…

Fazit:

Die Idee ein leeres Comicheft zu veröffentlichen in dem die Fans eine Geschichte so schreiben und zeichnen können wie sie es selber wollen, anstatt eine fertige vorgesetzt zu bekommen über die dann nur gemeckert wird ist ebenso genial wie dreist. Natürlich würde sich kein Verlag so eine Frechheit erlauben und dennoch ist es auch irgendwo verständlich. Die Fans meckern über die schwere Arbeit der Autoren und Zeichner und können selber nur selten besseres leisten. Während in den ersten Teilen der Buhmann noch bei den Verlagen lag, wird er hier auch an die Konsumenten weitergereicht. Ein rundum gelungenes Finale.

Aneinandergereiht ergibt sich bei diesen drei Ausgaben ein sehr schönes und witziges Panoramabild.

Bongo Classics #1 [Panini, Oktober/Dezember 2005]

#1

Neben den Bongo Comics des Monats habe ich mir auch noch eine weitere, diesmal unregelmäßige, Rubrik einfallen lassen. Und zwar die Bongo Classics. Hier werden ältere deutsche Ausgaben der Bongo Comics vorgestellt und zusammengefasst…

Bart Simpson #21

Was passiert wenn die Springfielder Li’l Topes ihren erwachsenen Trainer verlieren und stattdessen Professor Frink mitsamt neuer Technik diese Aufgabe übernimmt, erfährt man direkt in der ersten Geschichte…
Als nächstes durchlebt Lisa die „Drei Phasen des Lehrens“ nachdem sie die Lehraufgabe von Miss Hoover übertragen bekommt, die wieder einmal die Segel streicht gegen die Unvernunft in Lisas Klasse…
In der letzten Geschichte begibt sich Barts Klasse auf einen Schulausflug in ein Museum und Rektor Skinner ahnt irgendwie schon, dass Barts und Nelsons Verhalten dazu führen wird das die Springfielder Grundschule bald auf „der Liste“ stehen wird…

FAZIT:
Insgesamt versammelt dieser Band wieder drei sehr kurzweilige und humorvolle Geschichten, wobei die Zweite doch schon sehr vorhersehbar ist und dadurch leider ein wenig verliert. Die erste Geschichte punktet vor allem durch den Wahnwitz an Ideenreichtum beim Tuning der Baseballutensilien und die Abschlussgeschichte verläuft doch irgendwie anders als man es zuerst erwartet und überrascht mit einem witzigen Schlussgag.
Zeichnerisch ist alles leider nur durchschnittlicher Einheitsbrei. Nichts aussergewöhnliches, alles gleich. Das ist nicht wirklich schlecht und erhöht den Wiedererkennungswert, aber wird auch schnell langweilig.

Bart Simpson #22

Bart erhält seinen einhundertsten Verweis zum Nachsitzen. Doch weil er etwas besseres vor hat, nimmt er den Verweiszettel nicht an. Doch weil dieser aus recycelten Ouija-Brettern hergestellt wurde, entwickelt er ein bizarres Eigenleben…
Danach treibt Bart bösartigen Schabernack mit einem Krusty-Walkie Talkie das zufällig auf der Frequenz von der Gegensprechanlage von Krusty Burger sendet…
Als nächstes erleben Homer und Bart einen sehr unterhaltsamen Angelausflug und das obwohl Bart eigentlich keine wirkliche Lust darauf hat…
Zum Abschluss starten Bart, Milhouse und Nelson eine Wette darüber wer der Beste Verkäufer der Klasse ist. Doch mit diesen Artikeln haben sie alle drei einen schweren Stand…

FAZIT:
Vier Geschichten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von sehr „unterhaltsam und witzig“ bis „irgendwie bescheuert“ ist alles dabei. Am herausstechendsten ist dabei noch die wirklich lustige Geschichte mit dem Angelausflug, da diese fast schon typisch für Homers Unglück ist. Am schlechtesten kommt dabei die Story mit dem Nachsitzzettel weg. Diese ist einfach nur ein dämlicher Versuch eine mystische und gruselig angehauchte Geschichte zu fabrizieren. Leider geht das voll vor den Baum.
Die bildhafte Umsetzung ist gewohnte Kost wie bei fast allen Ausgaben zu dieser Zeit. Nichts besonderes aber auch keine Enttäuschung.