Als Assassin’s Creed Fan versuche ich so viel wie möglich, mir an erscheinenden Comics, Artbooks, Manga oder Videospielen zu kaufen.
Dieser Manga nimmt den Leser mit auf den Spuren von Edward Kenway, sehr nah am Videospiel Assassin’s Creed: Black Flag entlang.
Assassin’s Creed Nr. 1: Awakening
Klappentext:
Im 18. Jahrhundert waren die Meere der Karibik noch staatenlos und zogen Horden von Abenteurern an. Einer von ihnen war Edward Kenway, ein sagenumwobener Pirat, der zu einer Legende seiner Zeit wurde. Heute sind von seinem heldenhaften Leben nur noch Erinnerungen übrig. Diesen Erinnerungen will Abstergo Industries mithilfe des jungen Masamoto Yagiju und einer neuen Technologie auf die Spur kommen, weil man vermutet, dass Edward in seiner Zeit eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Menschheit gelüftet hat.
Wer Assassin’s Creed: Black Flag gezockt hat, der findet sich sofort in diesem Manga zurecht. Er kennt die Handlung und weiß, was als nächstes kommt.
Desmond Miles, nein hier ist es der junge Masamoto Yagiju.
Der Manga ließt sich flott, rasant und äußerst spannend.
Der erste Band deutet bereits eine Rahmenhandlung um den jungen Masamoto an, so wie man sie bisher noch nicht kennt. Seine Mutter hat ihn und seinen Vater vor Jahren für ein Projekt verlassen.
Masamoto wurde von seiner Mutter vorgeschlagen, zu ihr in die Firma Abstergo Industries zu kommen. Sie brauchen ihn für die Suche auf den Spuren von Edward Kenway nach dem Edensplitter.
Masamoto zieht es zu seiner Mutter hin und will herausfinden, was es mit ihr auf sich hat.
Der Manga wechselt stets zwischen der Realität und den Erinnerungen von Edward Kenway.
Dabei wird auch ein unerfahrener Assassin’s Creed Leser an die Hand genommen und bekommt sehr viele Details und Erläuterungen bezüglich des Animus erklärt.
Die Geschichte in der Karibik startet ziemlich genau dort, wo das Videospiel beginnt.
Edward erfährt von den Templern wichtige Informationen über das Observatorium und den Edensplitter und findet sich in Nassau unter seinen Piratenfreunden wieder.
Können ihn die Assassinen auf ihre Seite ziehen, oder handelt der berüchtigte Pirat Edward Kenway im Auftrag der Templer?
Die ersten vier Seiten sind in Farbe, jedoch ist eine davon doppelseitig und das Inhaltsverzeichnis.
Ein wenig mehr farbige Seiten wären für meinen Geschmack nicht verkehrt gewesen.
Der Band beginnt mit recht wirren Kampfszenen auf hoher See. Hier muss der Leser schon ein wenig genauer hinschauen, um einen Einstieg in die Geschichte zu bekommen, ehe ab Seite 28 aufwärts die Zeichnungen und die Struktur der Handlung bzw. allgemein die Action etwas ruhiger wird. Klare und deutliche Zeichnungen erwarten den Leser vermehrt in der Realität rund um Masamoto Yagiju. Hier herrschen bisher ruhigere Phasen und es wird dem Leser einiges an Details und Hintergrundwissen erklärt. Die Zeichnungen passen sich diesem Stil an, ruhig, nüchtern, erklärend, wenig Speedlines, nicht so kantig und räudig, eher im Designier Stil eines Abstergo Industries Gebäude. In der Karibik herrscht Kampf, Action, Dynamik und ein wildes Piratenleben erwacht vor den Augen der Leser. Die Zeichnungen wissen auch hier sich entsprechend an das Setting anzupassen. Ein harter, rauer Umgangston wird deutlich erkennbar. Allein die Mimik der Kämpfer, oder die Speedlines in den Zeichnungen erhöhen das Tempo um einiges. Der Leser ist sich bewusst, dass er nun im Animus unter Piraten in der Karibik unterwegs ist.
Dieser Wechsel zwischen Realität und Karibik macht diesen Manga umso spannender.
Mit jedem Wechsel lüften sich weitere Details und Geheimnisse um den Animus und der Mutter von Masamoto. In der Karibik kommt Edward Kenway mit jedem Wechsel der Spur des Edensplitters sowie den Assassinen und Templern ein Stück näher.
Dabei liest sich dieser Manga äußerst leicht von der Hand, überhaupt nicht kompliziert, verworren oder auch nur ansatzweise anstrengend.
Ich bleibe definitiv am Ball, verfolge die Geschichte weiterhin um Edward und Masamoto.
Sehr gut gefällt mir, dass der Leser wirklich weiß, wenn er das Spiel Assassins’s Creed: Black Flag kennt, was in der Karibik passieren wird. Die Rahmenhandlung um den jungen Masamoto macht jedenfalls neugierig auf weitere Erkenntnisse.
Ich bin gespannt und warte freudig erregt auf den zweiten Teil dieser Reihe.
Bis dahin empfehle ich jedem Assassin’s Creed Fan dieser Reihe eine Chance zu geben. Eigentlich ist es als Fan schon ein Pflicht kauf, aber allen interessierten sei gesagt, viel falsch machen kann man für den Preis von 6.95 Euro eigentlich nicht!
Diesen Manga kann man in jedem gut sortierten Comicgeschäft oder auch bei Amazon erwerben.
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