Auch heute gibt es wieder ein neues Teenage Mutant Ninja Turtles Review zur Folge, die am vergangenen Samstag auf Nickelodeon ausgestrahlt wurde. Was sich in der letzten Folge bereits ankündigte, wurde in der aktuellen Episode auch schon umgesetzt. Aber ist dies ein Segen für die Serie oder eher ein Rückschritt?
„Rückkehr nach New York“
(Return to New York)
Nachdem die Turtles neue Kräfte durch die Reise in ihr Inneres Ich gefunden haben, wird es Zeit nach New York aufzubrechen und ihren Meister zu suchen. Doch dafür müssen noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Zuerst gilt es den alten VW Bus ein wenig aufzumotzen. Außerdem müssen sich die Turtles von ihren neu gewonnenen Freunden, wie Dr. Gluckenstein verabschieden. Kaum in New York angekommen gilt es in die inzwischen abgeriegelte Stadt zu kommen und dort ihren Meister Splinter zu finden. Der jedoch hat inzwischen seinen Verstand verloren und verhält sich nur noch wie eine wilde Ratte, und auch Shredder hat Interesse an seinem alten Feind angemeldet. Wie sollen die Turtles nun ihren Meister retten, ihn wieder zur Vernunft bringen und Shredder und die Kraang besiegen?
Wie bereits in der Einleitung angemerkt finden die Turtles endlich ihren Weg zurück nach New York, nachdem sie am Ende der zweiten Staffel ihre Heimat fluchtartig verlassen mussten. Ich hatte in den letzten Reviews immer wieder bemängelt, dass die Hintergrundhandlung nicht vorwärtskam, aber, dass es jetzt so Knall auf Fall geht, gefällt mir irgendwie auch nicht so recht. Da können auch die vielen kleinen Gags und Anspielungen nicht darüber hinweghelfen. Die Basis für diese Folge ist der Handlungsbogen „Return to New York“ aus der ersten Teenage Mutant Ninja Turtles Comicserie von Mirage, der sich über mehrere Ausgaben zog. Apropos Zog. Anders als Splinter in dieser Episode, war es im Comic Zog (ein Triceratonier und Freund der Turtles), der dem Wahnsinn anheimfiel. Auch die Shredder Elite (mehrere Klonmutanten des Turtles-Gegners) wurden aus diesem Handlungsbogen der Mirage Comics entnommen. Neben Anlehnungen aus der eigenen Comichistorie gibt es auch wieder Filmanspielungen.
Der gesamte Soundtrack der Episode, insbesondere die Szene in der die Turtles nach New York aufbrechen, ist eine Hommage an den Soundtrack des Films „Die Klapperschlange“ (im Original „Escape from New York“) mit Kurt Russel, der wiederum in seiner Rolle als Jack Burton in „Big Trouble in Little China“ die Inspiration für Casey Jones darstellt. Selbst auf die eigenen realfilme nimmt die Serie bezug. Als die Turtles ein neues Versteck in new York suchen, spricht Donatello von einer U-Bahn Station, wie sie im zweiten Turtles Kinofilm von 1991 („Teenage Mutant Hero Turtles 2 – Das Geheimnis des Ooze“)Verwendung fand. Außerdem gibt es erneut eine ziemlich witzige Anspielung, die aber genaugenommen nur funktioniert, wenn man die Hintergründe kennt. Denn in einer Szene nach einem Kampf gegen Baxter Stockman spricht Michelangelo den bekannten Schlachtruf „Booyakasha“ mit einer deutlichen Trennung aus. Dies ist eine Anspielung auf die Figur des Cyborg (insbesondere dessen Triumprufs „Booyah!“) aus der „Teen Titans“ Animationsserie, in der Michelangelos Originalsprecher Greg Cipes Beast Boy seine Stimme lieh. Und an noch eine Serie wird mit einer Anspielung bedacht. Die neue Lieblingsserie der Turtles „Crognard der Barbar“ ist dieses Mal keine Hommage an Conan den Barbaren, sondern in der hier dargstellten Episode gleicht sie „He-Man and the Masters of the Universe“, samt Castle Grayskull und der Figur „Man-E-Faces“.
Auch optisch wurden viele Register gezogen. Leider bleibt die Folge erneut sehr dunkel, was mir schon seit Anbeginn der Serie sehr missfällt. Aber zum Glück gibt es auch positives. Allen voran ist da das neue Design des Turtle Party Wagons, der eine deutliche Reminiszenz an den klassischen Turtles-Einsatzwagen der 1987er Animationsserie, sowie dessen Spielzeugumsetzung von ToyBiz zur damaligen Serie. In die gleiche Kerbe schlägt auch die verwendete Stinkbombe mit der Aufschrift „Foot Stinks“.
Und dann wäre da noch Raphaels „Gemälde“ an der Seite mit einer Dame in Grün und der Aufschrift „Venus“. Hier ist ganz klar „Venus De Milo“ gemeint, der einzige weibliche Turtle, der in der Live-Action-Serie „Teenage Mutant Ninja Turtles – The Next Mutation“ auftritt. Des Weiteren ist das Bildnis in seiner Aufmachung eine Hommage an die Pin-Ups der amerikanischen Flugzeuge im Zweiten Weltkrieg. Aber es gibt noch mehr. Eine der Waffen des neuen Turtle Party Wagons ist mit seinen Chillos (eine Art Bonbon) und der daraus resultierenden Reaktion eine Anspielung auf das bekannte Mentos/Cola-Phänomen. Wer außerdem bei der Folge genau aufgepasst hat, genauso wie bei den Bildern hier auf dem Blog, dem wird eine weitere Besonderheit aufgefallen sein. Denn mit dieser Folge gibt es einen neuen, leicht veränderten Vorspann, aufgrund dessen ich auch das Logo der Episodenreviews abgeändert habe.
Inhaltlich stört mich an der Episode besonders, dass sie nicht nur ihren Meister so schnell finden und retten können, sondern auch dass sie sofort auf die Kraang, Shredder und seine gesamten Lakaien treffen. Dadurch wirkt die Folge massiv überladen. Auch der Humor kommt in meinen Augen zu kurz. Dafür gibt es massig Anspielungen, die es zu entdecken gilt, und das macht wiederum inzwischen eine Menge Spaß. Ich bin ja mal gespannt, wie es mit den Turtles weitergeht, jetzt wo sie wieder in New York sind.
Copyright aller verwendeten Bilder © 2015 Nickelodeon
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Gerade lief die Wiederholung.
Was ich doof find ist, wenn sie Turtles mal ihre Waffen verlieren und sie später dann doch wieder haben. So wird ein Katana von Leo abgebrochen und das andere fällt ins Mutagen. Trotzdem hat er beide am Ende auf dem Rücken.
Ach, einfach nicht zu viel drüber nachdenken 🙂
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Solche Anschlussfehler gibt es leider zuhauf. Nicht nur bei den Turtles. Das passiert leider, wenn man immer wieder die gleichen Figurenmodelle nutzt.
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