Und schon wieder ein Manga. Diesmal der Zweite aus dem Kazé Mangaprogramm, nachdem ich mich bereits Hamatori gewidmet habe. Das Titelblatt, muss ich ehrlicherweise gestehen, spricht mich persönlich nicht so wirklich an, aber man soll ein Buch ja auch nicht nach seinem Einband beurteilen. Also mal schauen, wie es so ist:
Übel Blatt
[Kazé, Mai 2015]
Die Grenzstadt Rielde Velem. Das Tor in die Freiheit und der einzige Weg aus dem trostlosen Dasein so vieler Bewohner. Doch diese Grenze zu passieren ist nicht so einfach und so sind bline Passagiere an Bord der vielen Händler keine Seltenheit. Allerdings ist es auch sehr gefährlich. Denn wenn ein blinder Passagier gefunden wird, ist dies auch gleichzeitig sein Todesurteil. Diese werden nämlich zur Abschreckung in aller Öffentlichkeit hingerichtet. Jedoch ausgerechnet heute gibt es gleich drei mögliche Grenzgänger, ein junges Mädchen, ein Junge und ein junger Krieger, die zufällig hier aufeinandertreffen …
„Übel Blatt“ erscheint in Japan seit 2005 bei Square Enix und ist streng genommen ein typischer Mittelalter-Fantasy-Manga. Die Zeichnungen sind nichts Außergewöhnliches und die Geschichte ehrlich gesagt auch nicht. Zwar weckt der Cliffhanger am Ende dieses Gratis Comic Tag-Heftes ein gewisses Interesse, aber nicht so sehr, dass ich es unbedingt weiterverfolgen müsste. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich diesem Genre nicht so viel abgewinnen kann, oder dass einfach alles zu sehr 08/15 wirkt. Nicht falsch verstehen. Die Geschichte hat ihre Reize und auch an Spannung einiges zu bieten. Gleiches gilt für die Zeichnungen de technisch sehr sauber, detailliert und dynamisch sind, aber letztendlich ist es auch nichts, was es nicht schon tausendmal woanders gab und gibt.
Kazés „Übel Blatt“ ist ein grundsolider Mittelalter-Fantasy-Manga mit ordentlichen Zeichnungen. Fans des Genres werden sicher ihre Freude daran haben, alle anderen sollten einen Blick riskieren, ob es denn trotzdem gefällt, oder gleich nach etwas anderem Ausschau halten.
