So vieles bleibt derzeit liegen und mein Lesestapel wächst und wächst. War es bisher lediglich ein Zeitfaktor, kommt aktuell auch noch meine persönliche Lage dazu. Doch ein guter Freund sagte mir, dass Ablenkung im Moment das Beste ist und darum will ich versuchen mal ein bisschen was aufzuholen, und in manchen Fällen vielleicht sogar abzuschließen. Darum sind dieses Mangareview und auch das Nächste den letzten vier Bänden (also diesmal zwei und im Nächsten wieder zwei) gewidmet.
Pluto: Urasawa X Tezuka Nr. 5 [Juni 2011]
Autor: Naoki Urasawa, Takashi Nagasaki
Zeichner: Naoki Urasawa
Format: Softcover/Manga
Umfang: 208 Seiten
Inhalt: Pluto 5
Verlag: Carlsen Manga
Preis: 12,90 Euro
Inspektor Gesicht, Agent von Europol und ein Roboter, erkennt, dass seine Erinnerungen nicht die richtigen sind. Wie es aussieht, hat er vor Jahren einen Menschen ermordet, obwohl es ihm als Roboter, aufgrund seiner Programmierung, nicht möglich sein sollte. Noch schwieriger ist es für ihn, dass seine Tat offenbar aus Hass geschah. Denn dieser Mann hatte mehrere Roboterkinder kaltblütig ermordet. Gesicht hat aber nicht nur das Problem, dass ihm diese Tat, jetzt nach vielen Jahren bewusst wird, sondern dass er, bedingt durch einen aktuellen Fall, dessen Bruder und seine vor einer wahnsinnigen roboterhassenden Sekte beschützen muss. Ausgerechnet jetzt beginnen erneut Morde, darunter an dem hoch entwickelten Roboterkind Atom, was viele Fragen aufwirft, deren Ursache in der Vergangenheit zu liegen scheint …
Pluto: Urasawa X Tezuka Nr. 6 [Juni 2011]
Autor: Naoki Urasawa, Takashi Nagasaki
Zeichner: Naoki Urasawa
Format: Softcover/Manga
Umfang: 200 Seiten
Inhalt: Pluto 6
Verlag: Carlsen Manga
Preis: 12,90 Euro
So langsam kommt Inspektor Gesicht den rätselhaften Morden und auch dem Mörder auf die Spur. Die Spur führt zuerst nach Persien und von dort zurück nach Europa, oder besser gesagt in die Niederlande. Doch hier findet er zuerst noch mehr Fragen anstatt Antworten. Aber Gesicht gibt nicht auf und trifft sogar noch auf den Täter, der sich unter dem Namen Pluto innerhalb eines geheimen unterirdischen Komplexes versteckt. Unterdessen wird sein Vertrauter und Techniker, Dr. Hoffmann, ebenfalls angegriffen und Gesicht muss eine Entscheidung treffen. Er lässt sich kurzerhand vom Dienst beurlauben, um mit seiner Frau nach Japan zu reisen. Dazu wird es aber leider nicht mehr kommen …
Mit „Pluto“ nimmt sich Naoki Urasawa der bekannten Geschichte um Osama Tezukas Epos „Astro Boy“ an und zeigt einen neuen Blickwinkel auf. Dies macht er in seiner gewohnt spannenden und mitreisenden Art, wie es schon bei „Monster“ der Fall war. Doch so ganz alleine schafft es der Manga-Ka nicht, weshalb er sich mit Takashi Nagasaki einen Co-Autor an die Seite geholt hat. Dennoch handelt es sich bei „Pluto“ um einen typischen Urasawa-Manga, der auch in der sehr gelungenen deutschen Fassung überzeugen kann. Denn innerhalb des Bandes gibt es immer wieder einmal Farbakzente (und nicht nur wie bei manchen am Anfang ein paar Farbseiten), welche für die Geschichte von hoher Relevanz sind, da sie hier die Handlung durch ihre Farbkraft bewusst unterstützen. Mit Makoto Tezka, dem ältesten Sohn von Osamu Tezuka, gibt es außerdem ein wachsames Auge, welches dafür sorgt, dass „Astro Boy“ entsprechend gewürdigt wird.
Auch der fünfte Band der Serie bleibt sehr spannend. Die gelungene Symbiose aller Elemente, gepaart mit der gehobenen Aufmachung, wie dem umlaufenden Covermotiv und dem Klappenbroschur im etwas größeren Mangaformat von 14,7 x 21 cm sorgen für eine würdige Präsentation des mitreißenden Inhaltes.
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