Crossed Nr. 10: Badlands 4 [Panini, Mai 2015]

Dominik_AVASchlecht ist dieser 4. Badlands Band jedenfalls nicht, jedoch zählt weiterhin Crossed Nr. 6: Badlands 2 für mich zu den absoluten Highlights dieser Ausgaben.
Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht, wie ich dieser Serie bis zur 10. Ausgabe treu geblieben bin. Diese pure Gewalt, Blut, Fäkalien, derbe Action und auf der anderen Seite diese intensiven Psychospiele kombiniert mit einer ausgeklügelten Story, die sogar Tiefgang vorweisen kann. Diese Kombination fasziniert definitiv, jedoch (ähnlich wie bei den Assassin’s Creed Video Spielen) ist das Thema und die Struktur, der Aufbau der Story, immer dieselbe Gewalt etc. irgendwann bekannt und läuft Gefahr, sich zu wiederholen.
Ich werde mir dennoch die aktuellen Bände besorgen und nach und nach berichten, wie es mir gefallen hat.
Wie immer sind diese Ausgaben erst ab 18 Jahren empfohlen und das absolut zu Recht!

Crossed Band 10: Badlands 4Crossed Nr. 10: Badlands Nr. 4

Klappentext:

Verrat und Verzweiflung in einer Welt ohne Hoffnung

In diesem Band erzählt Topautor Christos N. Gage (Spider-Man) bei seinem Debüt in der Welt von Garth Ennis‘ Endzeit-Schocker Crossed die Geschichte eines Verräters: Um seine eigene Haut zu retten, begeht ein Anthropologe den ultimativen Verrat an der menschlichen Rasse – er betrügt andere Überlebende und steht auf der Seite der Gefirmten! Allerdings spürt er, dass sein Nutzen für die Wahnsinnigen mit den Kreuzen im Gesicht allmählich kleiner wird. Was wird er tun?
An anderer Stelle geht Superstar David Lapham (Batman: Stadt der Sünde) einmal mehr die Grenzen dessen an, was ein gesunder Verstand ertragen kann. Die schockierenden Bilder, die er in einer Welt ohne Hoffnung heraufbeschwört, sind der Stoff, aus dem ewige Albträume bestehen …

Extremer Endzeit-Horror! Enthält die US-Hefte Crossed: Badlands 29-36, mit Artwork von Christian Zanier (Buffy) und anderen.

„Gutes Artwork, großartige Story“ (comicrelated.com)

„Eine ehrliche und schmerzhafte Erinnerung daran, was es kostet, menschlich zu bleiben“ (comicbookroundup.com)

Die erste Geschichte Quisling dreht sich um Oliver.
Oliver ist ein ambitionierter Anthropologe gewesen und beobachtet seither seine Umwelt genau. Er ist in der Lage, seine Umwelt einzuschätzen, zu kategorisieren und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen. Aus der Not heraus üben die Gefirmten dabei eine durchaus interessante Faszination auf ihn aus. Oliver hat sich einer Gruppe überlebender angeschlossen, doch sein Wissen und seine Rückschlüsse in Bezug auf die Gefirmten, behält er für sich. Doch was ist das? Scheinbar gibt es einen ganz besonderen Gefirmten. Einen scheinbar intelligenten Gefirmten? Einen Anführer? In Oliver wächst der Plan, um zu überleben, sich den Gefirmten anzuschließen! Was sind schon Menschenleben, wenn man sein eigenes dabei retten kann?

Der Zeichner Christian Zanier hat scheinbar ähnliche Vorlieben wie Miguel A. Ruiz im Crossed Universum. Die Damen (egal ob menschliche oder Gefirmte) tragen zumeist nur wenig bis gar keine Kleidung auf ihren Körpern. Der Anteil an sexuellem Blut und Gewaltorgien (Pornografie) in Form der Gefirmten ist in dieser Geschichte enorm erhöht.
Das Artwork an sich ist völlig typisch für die Crossed Reihe und auf entsprechendem Niveau der vorherigen Bände.
Der Autor Christos Gage stellt sich in Quisling der spannenden zentralen Frage:
Wie würde sich in einem Rudel von Gefirmten ein intelligenter Anführer verhalten? Ein Anführer, dessen Verhalten eben nicht mehr rein instinktgesteuert ist. Das Interessante daran ist, wie schafft es Oliver, ein Bündnis mit den Gefirmten einzugehen? Was bleibt mit der Menschlichkeit, geht diese als Mensch unter den Gefirmten völlig verloren?
Diese Geschichte entwickelt aufgrund der spannenden Handlung eine enorme Dynamik, immer mit der Frage im Kopf, wann Oliver sterben könnte.
Was diese Geschichte umso schwieriger macht, ist die Tatsache, dass der Leser mit Oliver sicherlich keinen Helden unter den Gefirmten bzw. unter den lebenden Menschen vorfindet.
Es fehlt für den Leser eine Person, mit der man sich in der Geschichte identifizieren kann und das macht die ganze Handlung, die Story an sich umso grausamer, intensiver, bzw. unerträglicher.

Ich bin Gwaharah Pi. Kriegerprinzessin von Beta X-9.

Ich bin Gwaharah Pi. Kriegerprinzessin von Beta X-9.

In der zweiten Geschichte Breakdown geht es um Amanda. Amanda und ihre Geschichte kennt der treue Crossed Leser aus den Bänden Crossed 3: Psychopath und Crossed 8: Badlands 3.
Amanda ihr Leben war nicht einfach. In ihrer Verzweiflung fand sie vorerst Zuflucht bei den wahrhaftig Verrückten. Doch wirklich in Sicherheit ist Amanda nicht. Amanda und der selbst ernannte Sir Killweather. Amanda und der Affenmensch Dr. Kong. Amanda alias Gwaharah Pi von Beta X-9 (Kriegerprinzessin). Der Irrsinn nimmt immer mehr zu. Die Realität wird zur Scheinwelt, doch die Gefirmten sind immer nah. Ist Amanda in der Lage, die sorgsam errichtete Fassade des Geistes vor den Schrecken und der Gewalt der Gefirmten aufrechtzuerhalten? Was hat es mit Mr. Lorre auf sich? Zunehmend schleicht sich Mr. Lorre in Amanda ihre wirren Gedanken ein und stiftet Unruhe, Verderben und Chaos …

Es wird geschlachtet im Namen der heiligen ...

Es wird geschlachtet im Namen der heiligen …

Amanda ihre Geschichte ist quasi eine Fortsetzungsgeschichte. Der Leser hat es einfacher, wenn er um ihre Hintergründe Bescheid weiß.
Das ist etwas, was man bisher aus der Badlands Reihe so noch nicht kannte.
Interessanterweise verdeutlicht einem diese Geschichte letztendlich, dass der Mensch im Grunde viel fieser sein kann als ein Gefirmter.

Während die erste Geschichte in ihrem Artwork mehrmals ganzseitige Zeichnungen oder sich überlappende Panels dem Leser offenbaren lässt, folgt die zweite Geschichte um Amanda eher einem klassischen Panel Aufbau.

Beide Geschichten sind typisch für die Crossed Reihe äußerst brutal gezeichnet, jedoch überwiegt die erste Geschichte diesbezüglich.
In der zweiten Geschichte sind die Psycho-Gespräche zwischen Mr. Lorre und Amanda intensiv dargestellt und fokussieren unter anderem die Geschichte.

Welche Geschichte mir jetzt besser gefallen hat, kann ich so gar nicht direkt beantworten, jedoch finde ich beide nicht schlecht und ebenso nicht überragend.
Sie sind gut, aber eben auch nicht schlecht. Was mich wirklich stört, ist, dass des Öfteren Gliedmaßen (zum Beispiel ein Penis) abgetrennt werden müssen …

In diesem Sinne, wer bereits die anderen Bände gelesen hat, wird sich auch den zehnten Band kaufen.

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Diesen Band gibt es ebenfalls als Hardcover limitiert auf 222 Exemplare.
Ebenfalls gibt es diesen Band als Splatter Variant Cover-Edition limitiert auf 69 Exemplare.
Am besten in den örtlichen Comicshops zu erwerben.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2015 Avatar Press / Panini Comics

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