Donald Classics Nr. 4: Das Beste aus Entenhausen [Egmont Ehapa Media GmbH, Juni 2000]

Wer kennt sie nicht, Geschichten von Onkel Dagobert und Donald Duck. Früher als Kind habe ich immer sehr gerne die Lustigen Taschenbücher gelesen, welche seit 1967 die Leserschaft erfreuen. Als Kind hatte ich immer das Gefühl, dass es in diesen Büchern viele Geschichten aus Entenhausen für verhältnismäßig wenig Geld zu lesen gibt. Wenn ich so zurückdenke, war das mit dem Taschengeld und den Comics kaufen gar nicht so leicht bei den Preisen. Donald Classics Nr. 4 habe ich auf dem Dachboden meiner Freundin in einem Karton gefunden. Auch Comics brauchen ein zu Hause und so habe ich es nun schön eingereiht in meinem Comic Schrank, wo es sich bestimmt wohlfühlen wird.

Donald Classics Nr. 4: Das Beste aus Entenhausen

Das Beste aus Entenhausen. Diese Ausgabe enthält neun klassische Geschichten von Carl Barks. Es ist ein Nachdruck der Geschichten aus der Heftreihe „Die tollsten Geschichten von Donald Duck“.
Die ersten beiden Seiten beschreiben den Inhalt der Ausgabe und stellen kurz und bündig mit Bildern dazwischen die neun Geschichten dem Leser vor. So hat der Leser direkt einen ersten Eindruck davon, welche Geschichten ihn in dieser Ausgabe erwarten. Mir persönlich gefällt das immer sehr gut, wenn der Leser vorab darüber informiert wird, was auf ihn zukommt. Die erste Geschichte dreht sich auf rund 30 Seiten um die Erdkruste unter Onkel Dagoberts Geldspeicher. Erdbeben plagen Entenhausen und Onkel Dagobert hat sehr viel Angst davor, dass beim nächsten Erdbeben sein Geldspeicher zerstört werden könnte. Seltsamerweise haben die Erdbeben ihren Ursprung scheinbar direkt unter dem Geldspeicher von Onkel Dagobert. So kommt es, dass Onkel Dagobert ein tiefes Loch in die Erde gräbt und dabei ganz seltsame Entdeckungen macht. Wer hätte gedacht, dass  Murmeln kullern und gegeneinander antreten …
Die Geschichte ist interessant, lustig und macht definitiv Lust auf mehr davon. Geradlinig zum Ende hin und schön zu lesen bietet sie gute Unterhaltung für jedermann.
Die zweite Geschichte dreht sich um ein Goldschiff. Gustav Gans ist bekannterweise ein Glückspilz. Immer fliegt ihm das Glück einfach so zu. In dieser Geschichte geht es nach Alaska. Das Hauptereignis dort scheint eine Art Goldgräber-Wettbewerb zu sein. Der Sieger wird, wer innerhalb von drei Tagen den größten Goldklumpen findet. Der Sieger wird im Rathaus zum König der Goldgräber gekrönt.
Onkel Dagobert vs. Gustav Gans. Wer mag diesen Wettbewerb gewinnen?

Daniel Düsentrieb und seine Erfindungen.

Daniel Düsentrieb und seine Erfindungen.

Ebenfalls eine gute Geschichte, es bleibt spannend bis zum Schluss, wer der wirkliche Sieger sein wird.
Die dritte Geschichte auf neun Seiten schafft es dem Leser zu verdeutlichen, wie nervig es sein kann, wenn Donald anfängt, ein Instrument zu erlernen …
In der vierten Geschichte spinnt sich eine kleine Detektivgeschichte zusammen. Die Panzerknacker werden freigelassen und haben so einiges dabei gelernt. Was sie genau gelernt haben, erfährt der Leser in dieser Geschichte. Natürlich ist Onkel Dagobert bereits informiert und versteckt sein gesamtes Geld an einem für ihn sicheren Ort. Natürlich haben es die Panzerknacker nach ihrer Entlassung auf das Vermögen von Onkel Dagobert abgesehen …
In der fünften Geschichte hat Daniel Düsentrieb seinen Auftritt bei einem Baseballspiel. Geniale Erfindungen für beide Mannschaften manipulieren das Spiel und machen ihm das Leben schwer, denn Daniel Düsentrieb steht selbst auf dem Feld …
Diese Geschichte hat mich persönlich nicht so fasziniert wie die bisherigen. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass Sportspiele mich allgemein in einem Comic nicht auf Anhieb begeistern. Da muss die Geschichte drum herum schon sehr gut sein, dass es mich fasziniert. So ist diese Geschichte bis dahin die für mich schwächste Story in dieser Ausgabe.
Die nächste Geschichte dreht sich um einen fliegenden Teppich und die Hexe Gundel Gaukeley tut alles in ihrer Macht stehende, um an diesen Teppich zu kommen. Die Geschichte beginnt bei einem Teppichhändler. Qualitativ hochwertige Teppiche sind nun mal nicht günstig, doch Onkel Dagobert sieht die vielen Vorteile darin, einen fliegenden Teppich zu besitzen. So einfach wie gedacht lässt der Teppich sich aber nicht fliegen.  Gundel Gaukeley will das wahre Geheimnis des Teppichs herausfinden und auch Onkel Dagobert ist hinter diesem Geheimnis her, doch wer wird letztendlich als Sieger in dieser Geschichte hervorgehen?

Golf spielen macht Freude.

Golf spielen macht Freude.

In der nächsten Geschichte geht es um eine Wettfahrt auf dem Mississippi. Onkel Dagobert und Patrick Pork wagen es, die niemals beendete Wettfahrt auf dem Mississippi zu beenden. Damals vor vielen Jahren ist das Schiff die River Belle gegen die Cotton Queen auf dem Mississippi angetreten, doch beide Schiffe sind versunken und die Wetteinsätze sind bis heut noch herrenlos. Wer wird der glückliche Gewinner dieser Wettfahrt sein?
In der nächsten Geschichte geht es um Donald Duck, wie er Daisy ein Geburtstagsgeschenk überbringt. Leider gibt es da so eine neue Erfindung, die sich Golddetektor nennt und zuverlässig auf alles, was Gold ist, mit ihrem Schnabel zeigt …
In der letzten Geschichte erwirbt Onkel Dagobert ein riesiges, angeblich völlig menschenleeres Landgebiet, zu dem 100 Seen gehören. Er ist die verpestete Luft von Entenhausen leid und sucht dringend nach einer Luftveränderung.  Leider ist dieses neue Landgebiet doch nicht so menschenleer wie gedacht, denn hier gibt es Zwergindianer.
Woher sollen die Zwergindianer denn auch Wissen, ob Onkel Dagobert in Frieden kommt …

Onkel Dagobert und sein Geld.

Onkel Dagobert und sein Geld.

Mir hat diese Ausgabe richtig gut gefallen. Die Geschichten sind an sich alle durchweg gute Unterhaltung. Natürlich gibt es die ein oder andere Geschichte, die dem Leser etwas besser gefällt als die andere, doch im großen Ganzen gibt es hier keine richtig schlechten Geschichten! Die Zeichnungen sind, wie man sie kennt typisch und klassisch für die Geschichten aus Entenhausen. Die Panels folgen einer klar und deutlich erkennbaren Struktur. Die Farbgebung ist kräftig, bunt und sehr häufig in den Hintergründen einfarbig, reduziert sich aber mit gekonnten Strichen auf das Wesentliche. Die Geschichten sind alle verständlich und nachvollziehbar aufgebaut, bringen Humor und Spannung mit. Wer  die Lustigen Taschenbücher mag, der macht mit Donald Classics garantiert nichts falsch. Wie gesagt, für zwischendurch immer wieder gut, und als Fan und Sammler sowieso ein Pflichtkauf.

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