I Want You For US Comics (7) [Futurama Comics Nr. 60 & 61]

Nachdem Panini die Serie leider nicht mehr nach Deutschland bringt, musste ich mich also umsehen, ob und wie ich an die weiterführenden Hefte herankomme. Mitunter ist das überhaupt nicht einfach, da die Bongo Comics nicht gerade gute Vertriebswege haben und nicht jeder Händler der US-Comics führt, auch die Bongos im Sortiment hat. Eine Wunschbeschaffung kostet dann wiederum erheblich mehr, sodass ich mich größtenteils auf mein Glück verlassen musste. Doch mit ein paar Widrigkeiten ein wenig Geduld habe ich es fast geschafft. Deshalb werde ich die Reihe jetzt auch hier in den US-Reviews fortsetzen und ich hoffe, dass ich es schaffe vorher noch die wenigen Lücken zu füllen. Es geht nahtlos mit US-Ausgabe 60 weiter, da Panini als letztes US-Heft 59 veröffentlicht hatte.

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Futurama Comics Nr. 60 [März 2012]

Autor: Ian Boothby
Zeichner: James Lloyd
Format: Heft
Umfang: 32 Seiten
Inhalt: Bongo Comics presents Futurama Comics #60
Verlag: Bongo Comics Group
Preis: 2,99 US-Dollar

Bei einem Auslieferungsauftrag auf dem Vergnügungspark auf dem Mond wird Bender von Mordo für eine neue TV-Sendung entdeckt, bei der Bender DER Star werden könnte. Als Bender dies seinen Freunden mitteilen möchte, demoliert er mal eben eine der Attraktionen des Vergnügungsparks. Doch statt für seine Tat geradezustehen, reist er mit Mordo wieder auf die Erde um seine Karriere voranzutreiben, während Fry und Leela den von Bender verursachten Schaden abarbeiten müssen. Unterdessen macht Bender auf der Erde Karriere, indem er täglich mit falschen Weltuntergangsmeldungen eine Massenpanik auslöst. Als durch ein Missgeschick von Fry, der Mond plötzlich wirklich auf die Erde zurast, und Bender alle warnen will, glaubt ihm keiner …

Wenn einem selbst nichts wirklich Neues mehr einfällt, dann kopiert man einfach etwas, dass es schon gibt. Im Grunde ist das auch nichts Verwerfliches, aber nur wenn man es dann auch gut umsetzt. Ian Boothby ist nun leider kein Meister mehr, witzige und spannende Geschichten zu verfassen. Früher war er durchaus in der Lage so manche gelungene Geschichte zu Papier zu bringen, in letzter Zeit jedoch krankt es an innovativen Ideen oder angemessenen Umsetzungen von bereits bekannten Handlungen. Diese „Kopie“ der alten Geschichte, um den Jungen der immer „Wölfe“ schrie, ist nicht nur dem Namen nach ein billiger Abklatsch, sondern auch von der Handlung. Nur ein bisschen Anpassungen an das Futurama-Universum und schon ist eine neue belanglose Ausgabe fertig.
Zusätzlich gibt es noch die 08/15-Zeichnungen von James Lloyd, die zwar wie immer technisch gesehen in Ordnung sind, aber keinen eigenständigen Stil aufweisen können. Ja, auch wenn das dem Wiedererkennungswert der Serie geschuldet ist, wirkt es auf Dauer sehr ermüdend immer und immer die gleichen Artworks zu sehen und nur an den Credits zu erkennen, wer für die Zeichnungen verantwortlich ist.

Gab es noch eine Zeit, in der die Futurama Comics wirklich besser waren, als die der Hauptserie „Simpsons Comics“, so gibt es auch hier inzwischen einige Probleme. Allerdings muss ich erwähnen, dass durch die schleppende deutsche Veröffentlichung die das Veröffentlichungsdatum dieser Ausgabe etwa ind en gleichen Zeitraum fällt, wie die etwas schlechteren Storys der anderen Serien, was möglicherweise an dem gesamten Output zu dieser Zeit bei Bongo Comics gelegen haben könnte.

Futurama Comics Nr. 61 [Mai 2012]

Autor: Ian Boothby
Zeichner: John Delaney
Format: Heft
Umfang: 32 Seiten
Inhalt: Bongo Comics presents Futurama Comics #61
Verlag: Bongo Comics Group
Preis: 2,99 US-Dollar

Bender hat mal wieder eine fixe Idee. Nachdem er den Gruppenleiter von ein paar Bot Scouts aus dem Weg geräumt hat, übernimmt er dessen Posten, um den Jungen Bots etwas beizubringen. Als Bender eine junge Mutantin als Mitglied ablehnt, gründet auch Leela eine eigene Gruppe. Nur Fry ist unglücklich, weil alle jetzt ihre Gruppen haben, nur er mal wieder alleine ist. Also bildete r selbst sein eigenes Grüppchen. Um den Kampf, wer denn nur die beste Gruppe ist, beizulegen, schickt Hermes alle drei Gruppen auf einen Auslieferungsauftrag, um sich zu beweisen …

Schon wieder Boothby und erneut keine besondere Geschichte, auch wenn sie durchaus etwas besser gelungen ist, als die im letzten Heft, was diesmal an den wirklich guten Anspielungen liegt, die Boothby mal nicht mit dem Holzhammer präsentiert, sondern um einiges dezenter. Seien es Filme, Serien, Bücher oder Musik, bei so ziemlich fast allem, hat sich Boothby mal bedient. Manchmal nur eine Zeile, manchmal eine kurze Szene und hin und wieder mal auch etwas mehr. Aber ja, ich muss gestehen es hat diesmal Freude gemacht, die Anspielungen zu entdecken und zuzuordnen.
Dafür bleibt zeichnerisch alles beim Alten. John Delaney zeichnet so, dass jede Figur wie ein Klon seines Ichs aus der TV-Serie wirkt. Keinerlei künstlerische Kreativität oder Eigenständigkeit. Nichts, was ihn von der überschaubaren Riege an Bongo-Zeichnern unterscheidet. Ganz ehrlich, auf Deviantart gibt es so viele Zeichner, die den Charme der Serie ebenso perfekt einfangen, den Wiederkennungswert erhalten und dennoch einen gänzlich eigenständigen Stil besitzen. Da könnte Bongo ruhig mal zuschlagen und einigen eine Chance geben. Ich wäre ein dankbarer Käufer der Ausgaben.

Ja, trotz der kleinen Kritik hat mir diese Ausgabe gut gefallen und ich schaue Mal, wie sich die Serie in den Staaten weiterentwickelt hat. Die nächsten beiden Ausgaben habe ich auch schon hier und vielleicht werde ich sie schon nächsten Samstag vorstellen.

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