Spider-Man & The Avengers (56) [Spider-Man Nr. 7 & Avengers Nr. 7]

Hier in Weimar sind es jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, noch immer 27 warme Grad Celsius, und eine Abkühlung ist derzeit noch nicht in Sicht. Aber ebenso heiß, wie es draußen bei uns in Weimar zugeht, geht es auch mindestens, wenn nicht sogar noch ein paar Stufen heftiger, bei Spider-Man und den Avengers heiß her. Der neue globale Technik-Spider-Man trifft erstmals auf Iron Man, Tony Stark, und seine neue rechte Hand, während Tonys und Deadpools Avengers nun ebenfalls Mitglied im schönen Pleasent Hill sind …

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 7 [Februar 2017]

Autor: Dan Slott
Zeichner: Giuseppe Camuncoli
Format: Heft
Umfang: 60 Seiten
Inhalt: Amazing Spider-Man (2015) 12-13
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Eigentlich wollte Peter nur die neue Ben Parker-Stiftung ankündigen. Doch ausgerechnet diesmal wird seine Rede unterbrochen. Zum einen, weil Tony Stark mit seiner neuen Stellvertreterin, Mary Jane, auftaucht, aber auch weil plötzlich Ghost die Party sprengt. Und so treffen nicht nur Peter und Tony aufeinander, sondern auch Spider-Man und Iron Man. Aber dann wäre da ja auch noch Regent, der plötzlich als neuester Superheld auftaucht …

Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis Tony als ehemaliger Multimillionär und technikaffiner Superheld auf Peter Parker, den neuen Senkrechtstarter der Wall Street und mit an die Zähne bestückter Gadget-Superheld treffen. Nur leider erinnert sich Tony an nichts mehr, was vor dem verhängnisvollen Pakt mit Mephisto stattfand, sodass MJ zwar weiß, dass Peter auch Spider-Man ist, aber Tony nichts mehr an die Demaskierung während des Civil War weiß. So baut Dan Slott ein paar ziemlich heftige Seitenhieb ein, mit denen sich Peter und Tony die ganze Zeit streiten und dabi ganz vergessen, dass sie Superhelden sind. So steht zwar die Rivalität in einem gewissen Maß im Vordergrund, aber dennoch ist auch die aufkommende Bedrohung durch Regent nicht zu unterschätzen.
Zu Giuseppe Camuncoli muss ich, so denke ich, nicht mehr viel schreiben. Seine Zeichnungen sind von durchweg guter Qualität und überzeugen mit Details und actionreicher Dynamik. Aber auch die ruhigen Momente, von denen es zugegebenermaßen derzeit recht wenig gibt, weiß Camuncoli zu meistern. Nur mit seinen Gesichtern und wie er Emotionen über diese zu transportieren versucht, werde ich nicht so recht warm.

Ich bin ja mal gespannt, wie sich der Power Play-Mehrteiler entwickelt. Immerhin gab es zum Ende hin eine gravierende Entwicklung, die vor allem denen bekannt vorkommen müsste, die während Secret Wars von Peters Alternativleben mit Frau und Tochter geschwärmt haben, zu denen ich mich ebenfalls zähle. Deshalb sind die Erwartungen nicht gerade gering, was diesen Punkt der Story betrifft.

Avengers Nr. 7 [Februar 2017]

Autor: Gerry Duggan, Nick Spencer, Mark Waid
Zeichner: Adam Kubert, Paul Renaud, Ryan Stegman
Format: Heft
Umfang: 68 Seiten
Inhalt: Uncanny Avengers (2015 II) 8, All-New, All-Different Avengers (2015) 8 & Captain America: Sam Wilson (2015) 8
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Irgendetwas stimmt hier nicht. Das merkt Claire sofort. Wer ist dieser glatzköpfige Mann im Rollstuhl und was will er von ihr? Doch plötzlich wird ihr bewusst, dass sie nicht Claire heißt, sondern Rogue und sie ist nicht alleine hier angekommen. Also macht sie sich los, um ihre Freunde zu finden und ebenfalls aus dieser Lüge zu befreien- Und dann wäre da noch die Frage nach dem „Warum?“ zu lösen …

Mit insgesamt drei US-Heften und fast 70 Seiten Umfang (fast), schreitet das Avengers-Crossover „Standoff“ weiter voran. Nachdem im letzten Heft die beiden Avengers-Teams von Tony und Deadpool angegriffen wurden, finden sich diese nun ebenfalls in der idyllischen „Kleinstadt“ Pleasent Hill wieder, dass von ein paar Fragmenten des kosmischen Würfels, die nun die Form eines kleinen Mädchens angenommen haben, gesteuert wird.
Diese Idylle als störend darzustellen, die Perfektion als Unruhe, der Kleinstadt-Frieden als Gefühl der Unsicherheit, das ist schon irgendwie bezeichnend für unsere aktuelle Gesellschaft. Wirft es doch auch die Frage auf, ob die Menschheit jemals in vollkommenen Frieden leben könnte? Ich selbst habe dies nie geglaubt und nach der Lektüre von „Standoff“ glaube ich es noch weniger. Der Mensch braucht einfach Punkte und Dinge, an denen er sich immer wieder aufreiben kann. Alle drei Autoren schaffen es sehr gut diese „Ängste“ einzufangen und zusätzlich eine spannende Story abzuliefern, bei denen das zwischenmenschliche hier leider ein wenig auf der Strecke bleibt.
Dafür kommt die Optik so richtig in Fahrt. Mit Adam Kubert, Paul Renaud und Ryan Stegman sind auch wirklich sehr talentierte Künstler am Werk. Und obwohl jeder der Drei seinen wirklich eigenen Stil hat, auch und deutlich sichtbar eigenen Stil, wirkt das Heft dennoch wie aus einem Guß.

Für das nächste Heft wird bereits das große Finale angekündigt, was mir ein wenig komisch vorkommt. Wie wollen es die Helden nun schaffen, gegen eine ganze Kleinstadt voller Superschurken zu bestehen und gleichzeitig noch den Kontrolleur des Ganzen, die kleine Koblik, daran zu hindern so, wie bisher weiterzumachen …?

 

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