Gratis Comic Tag 2018-Review (29): Splatoon [Carlsen Manga]

Manga sind schon lange keine Begleit- oder Randerscheinung der deutschen Comicszene. Sie sind teilweise sogar erfolgreicher als ihre amerikanischen Pendants. Erst recht dann, wenn sie auf einer erfolgreichen Videospiellizenz basieren. Und so schickt Carlsen Manga die Manga zu Nintendos Farb-Multiplayer-Shooter „Splatoon“ ins Rennen. Doch kann eine Serie, bei der Farbe eine so wichtige Rolle spielt, als schwarz/weißer Manga überhaupt funktionieren?

Splatoon

Goggle und sein Team Blau, bestehend aus ihm (Rang C-), Brillo (Rang C+), Knitcap (Rang C) und Headphone (Rang B-) sind bisher mehr schlecht als recht durch die Wettkämpfe in Inkopolis gekommen. Doch heut beginnt der CoroCoro-Cup und hier treffen sie bereits in der ersten Runde auf Rider (Rang S+), den stärksten und besten Teilnehmer, der sein Team nicht wirklich benötigt, da er ein Einzelgänger ist. Stattdessen kommandiert er seine Mitstreiter und opfert sie wenn nötig auch. Doch ist das die richtige Taktik zum Sieg?

Kennt man das Videospiel (egal ob Teil 1 auf der WiiU oder Teil 2 auf der Switch), dann fühlt man sich sofort heimisch und erkennt vieles wieder. Doch wenn ich ehrlich bin, und das bedeutet, dass mein Sohn dieses Spiel liebt und ich zugegebenermaßen auch gerne mit und gegen meine Kids antrete, einfach weil es Spaß macht, so muss ich gestehen, dass sich dieser Spaß einfach nicht wirklich auf einen Manga transportieren lässt. Die Handlung, sofern man überhaupt von einer Story sprechen kann, ist mehr als dünn und auch das, was die Vorlage ausmacht, die vielen bunten Farben, verlieren sich gänzlich im Manga. Stattdessen versucht Manga-ka Sankichi Hinodya dies mit platten Slapstick-Gags wettzumachen, indem er seine Figuren halbnackt herumlaufen lässt. Doch schon nach dem zweiten „Ich zieh dir deine Hose runter, um dich zu blamieren“-Gag ist auch für die jüngsten Fans der Spaß auf einem Niveau, von wo aus man zu Trump und seinen Handlungen aufsehen könnte. Dass das Gratis Comic Tag-Heft mit einem Cliffhanger endet, ist für mich der verzweifelte Versuch krampfhaft Leser zu gewinnen. Das Einzige einigermaßen sehenswerte sind die Zeichnungen, die den Stil des Spiels gut einfangen. Die Mimiken der Figuren schaffen es sogar hin und wieder, ein leichtes Lächeln zu entlocken. Doch abgesehen davon ist es trotz allem nur durchschnittliche Mangakost.

Ich muss zwar zugeben, dass mein Sohn zuerst sehr begierig auf den Manga war, dann aber schnell das Heft wieder beiseitegelegt hat und mich fragte, ob er stattdessen nicht lieber das Spiel spielen dürfte. Und ja, ich würde allen Fans von „Splatoon“ empfehlen genau dies zu tun. Allerdings wird es sicher Hardcore-Fans geben, die sich die bisher erschienenen/angekündigten Manga zu Gemüte führen werden. Für jeden, der es zumindest einmal versuchen möchte, kann dies unter anderem über die unten aufgeführten Amazon-Links tun, direkt beim Verlag ordern, oder zum Geschäft seines Vertrauens gehen.

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