WHOA! Comics Nr. 13 [Plem Plem Productions, März 2018]

Ja, auch hier muss ich mal weitermachen. Und da ich diese Woche mal wieder eine Bestellung im neuen Plem Plem-Shop getätigt habe, kann ich auch gleich mit den Reviews dazu weitermachen. Übrigens habe ich die Shoplinks bei den alten Reviews alle aktualisiert, sodass ihr nach dem lesen der Reviews problemlos gleich zum Plem Plem-Shop surfen und bestellen könnt. 😉 Und wie bereits am Mittwoch erwähnt, habe ich dieses Review nur aus einem grund vom eigentlich geplanten Mittwoch, auf den heutigen Freitag den 13. verschoben. Und zwar weil es WHOA! Comics Nr. 13 ist, dass damals auch am Freitag den 13. April geliefert wurde. Warum also nicht die Chance nutzen und Liefer- und Reviewtag den gleichen sein lassen. Wenn auch der Monat nicht stimmt. 😀

WHOA! Comics Nr. 13

Autor: Hannes Radke, Andreas Butzbach, Christine Larsen, Evgeny Yakovlev, Anna Helena Szymborska, Johannes Lott, Andre Lux
Zeichner: Hannes Radke, Andreas Butzbach, Christine Larsen, Evgeny Yakovlev, Anna Helena Szymborska, Johannes Lott, Andre Lux
Format: Heft
Umfang: 32 Seiten
Verlag: Plem Plem Productions
Preis: 4,90 Euro

Die Angreifer haben die Festung erreicht und schon gibt es die ersten Opfer. Doch Roriks Vater hat noch eine Überraschung parat …
So richtig schlau wird der Typ ohne Hose aus den Infos der Stadtbewohner nicht. Aber was er nun weiß, gibt seinem Leben wenigstens wieder einen Sinn …
Liebe ist grenzenlos. Über Dimensionen und Universen hinweg. Unabhängig von Form und Sprache. Sie bindet Lebewesen aneinander und weckt Instinkte …
Außerdem wird gezeigt, wie wichtig gesundes Essen ist, dass manchmal Schweigen wirklich die bessere Wahl ist, eine Beerdigung viele Aufgaben nach sich zieht und Geschmäcker nun einmal verschieden sind …

Während „Der Typ ohne Hose“ von Andreas Butzbach zum Abschluss kommt, geht es bei Hannes Radkes „Of Words Forgotten“ erst so richtig los. Und auch wenn der Typ ohne Hose nun beendet ist, bleiben einige Fragen übrig. Zumal inhaltlich auch nicht so viel über die Hauptfigur preisgegeben wurde in den insgesamt 5 Teilen der Story. Ein wenig rasanter gestaltet sich da schon „Of Words Forgotten“, wobei es mir hier noch schwer fällt die eigentliche Story zu erkennen, was aber womöglich auch an den kurzen Abschnitten liegt. Ziemlich skurril ist „The Egg“, welches dafür aber eine Moral mit sich bringt, auch wenn diese ziemlich heftig mit dem Holzhammer eingetrichtert wird. Ähnlich ist es mit Evgeny Yakovlevs Story über gesundes Essen, die nicht so endet, wie man es erwarten würde. Ein fast typischer One-Pager würde ich sagen. „Bla“ von Anna Helena Szymborska lässt mich trotz nachvollziehbarer Geschichte ein wenig ratlos zurück und auch „Die Beeredigung„ von Johannes Lott führt nur zu wenig Emotionen bei mir. Der Abschluss ist mit „Egon Forever!“ erneut das bekannte One-Pager-Format und hier nimmt sich Plem Plem Productions ungeniert selbst auf die Schippe.

So bunt wie die Geschichten sind auch die Zeichnungen. Gerade Hannes Radkes Zeichnungen, die mir ja bereits bei dem kürzlich erschienenen „NiGuNeGu“ Freude bereitet haben. Bei dieser Geschichte ists ein Stil leicht anders, angepasst könnte man sagen, aber dennoch ganz typisch. Zu Andreas Butzbach brauche ich nach den letzten Ausgaben fast nix mehr sagen, außer dass sein kantiger und minimalistischer Stil nicht jedermanns Sache ist, aber durchaus sehr interessant. Christine Larsen sagt mir im ersten Moment nicht viel, dennoch kommt mir ihr Stil bekannt vor, was vielleicht an ihren Arbeiten für Dark Horse oder IDW liegen kann. Richtig schön schräg cartoonig wird es bei Evgeny Yakovlevs One Pager. Aber er ist auch für das sehr witzige Titelbild verantwortlich. So richtig merkwürdig wird es dann mit Anna Helena Szymborskas „Bla“, dass mir persönlich zu überpsychologisch daherkommt. Man merkt dem Titel an, dass er extrem bedeutungsschwanger sein will, nur leider zündet das weder inhaltlich, noch optisch bei mir, auch wenn der schwarz/weiß-Stil recht interessant ist. Wesentlich realistischer ist dann auch Johannes Lotts „Beerdigung“ wenngleich sie ebenfalls sparsam mit Farben umgeht und größtenteils auf Schwarz/Weiß und Graustufen setzt. Dafür wirkt es recht skizzenhaft, was bei mir ja fast immer ein Pluspunkt darstellt. Ich mag es einfach, wenn Zeichnungen etwas „dirty“ sind und Dinge von ihrem Entstehungsprozess preisgeben. Minimalismus ist auch das Motto von „Egon Forever!“, der wiederum an die typischen Schulkritzeleien in so ziemlich jedem Schulheft seit Jahrzehnten erinnert. Recht charmant aber das wars dann auch schon.

Erneut ist WHOA! Comics eine bunte Mischung. Nur diesmal waren es ein paar weniger Highlights für mich und manche Beiträge treffen so gar nicht meinen Geschmack. Aber das ist nun einmal so bei Anthologien und als Entschädigung gibt es dann in der nächsten Ausgabe wieder mehr Highlights. Hat also doch die böse 13 wieder ihre Macht spielen lassen? Oder ist alles nur Aberglaube?

Copyright aller verwendeten Bilder © 2018 Plem Plem Productions und aller beteiligten Künstler

Shoplink:

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2 Kommentare zu “WHOA! Comics Nr. 13 [Plem Plem Productions, März 2018]

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