Spider-Man & The Avengers (62) [Spider-Man Nr. 13 & Avengers Nr. 13]

Eigentlich müsste vor diesem heutigen Review noch die letzte Ausgabe der Civil War II-Hauptserie eingefügt werden. Aber da gibt es ein Problem, da ich das zusammen mit dem letzten Tie In, und zwar dem dritten Band der zweiten Spider-Man 2099-Reihe reviewen werde. Und hier gibt es leider Überschneidungen mit der aktuellen Spider-Man-Serie und in dieser wieder punktuelle Querverweise auf die Avengers-Heftreihe. So, oder so, wäre eine wirklich chronologische Reihenfolge nur dann möglich, wenn ich die jeweiligen Einzelhefte sortieren würde, und dann zwischen den entsprechenden deutschen Publikationen hin und herspringen würde. Da mir das allerdings zu kompliziert ist und es am Ende sowieso egal ist, habe ich mich dazu entschlossen, es in der vorliegenden Reihenfolge zu reviewen. Ich verspreche auch, dass ich eventuelle Ergebnisse und Spoiler zum Finale außen vorlasse.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 13 [August 2017]

Autor: Christos Gage, Dan Slott
Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Jim Cheung
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Amazing Spider-Man (2015) 21 & The Clone Conspiracy (2016) 3
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Kain lebt! Im Inneren des „Anderen“ hat der Mensch, der Klon von Peter Parker, den Kampf mit Solus überlebt. Doch etwas ist mit ihm geschehen. Er scheint wieder vom Klonzerfall betroffen zu sein und ansteckend mit dem Carrion-Virus ist er scheinbar ebenfalls. Also zieht er sich zusammen mit Karn auf Loomworld zurück, um an sich zu forschen und ein Heilmittel gegen den Carrion-Virus zu finden. Aber Kain bleibt nicht lange verborgen. Gwen Stacy, die Spider-Woman von Erde-65, entdeckt den früheren Mitstreiter und bietet ihm ihre Hilfe an. Gemeinsam machen sie sich nun auf die Suche nach der Ursache des Ausbruchs des Carrion-Virus und der Zerstörung so vieler Welten. Nur welche Rolle spielt Peter Parker in diesem Spiel und können sie ihm überhaupt vertrauen?

Dass Dan Slott selbst ein alter Fan des Wandkrabblers ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr, und so überrascht es auch nicht, dass er sich gerne Figuren aus der Historie Spider-Mans bedient. Besonders seine Klone scheinen es ihm dabei angetan zu haben, wie man nicht nur an diesem Arc sieht, sondern auch an Spider-Verse und Spider-Island. Und offenbar ist er ebenso ein Fan der Klonsaga. Dabei spielt er erneut mit den Erwartungen der Leser, wobei alte Fans, wie ich auch, nur noch schwer zu überraschen sind. Von daher ist der Cliffhanger am Schluss, zumindest für mich, keine Überraschung, aber ein wenig gespannt bin ich trotzdem, da sich aus dieser Konstellation viele Möglichkeiten ergeben, gleichzeitig aber auch viele Fragen aufwerfen.
Zur Optik brauche ich eigentlich nichts mehr sagen, und könnte gleich auf das letzte Review verlinken, da das Zeichnerteam das Gleiche ist. Allerdings ist Giuseppe Camuncoli diesmal ein klein wenig besser, als zuletzt. Nur leider kann ich nicht wirklich festmachen, woran es liegt. Auf jeden Fall ist das Artwork von Jim Cheung auch diesmal wieder um Längen besser. Seine filigranen Linien, und die Dynamik, die Cheung in die Panels packt, begeistern mich immer wieder.

Die Klon-Verschwörung hat, so denke ich, durchaus noch einiges an Potenzial, von dem ich wirklich hoffe, dass es nicht sinnlos verschenkt wird. Slott und Gage reaktivieren bekannte und beliebte Figuren, um mit ihnen gewisse Wendungen zu erzeugen. Leider wirken die nicht alle bei mir, was unter anderem daran liegen kann, dass ich bereits ein langjähriger Leser bin. Dennoch fühle ich mich bestens unterhalten.

Avengers Nr. 13 [August 2017]

Autor: Mark Waid
Zeichner: Mike Del Mundo, Humberto Ramos
Format: Heft
Umfang: 76 Seiten
Inhalt: Avengers (2017) 1 & Champions (2016) 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Der Superheldenkrieg ist vorbei und die Avengers sind stark dezimiert. Spider-Man (Miles Morales) und Nova haben das Team bereits verlassen und auch Ms. Marvel wollte nicht mehr bleiben. Nun kämpfen Captain America (ehemals Falcon), Wasp (Hank Pyms Tochter Nadja), Thor und der neu hinzugestoßene Hercules im Central Park gegen einen Frostwolf. Noch merkwürdiger wird es allerdings, als sie kurz darauf von Peter Parker das Angebot bekommen, die Avengers zu finanzieren, mit einem Hauptquartier und der notwendigen Technik auszustatten …
Unterdessen finden sie die drei Jungmitglieder Nova, Spider-Man und Ms. Marvel zusammen, um mit dem Hulk (Amadeus Cho) und Visions Tochter Viv, ein neues Superheldenteam zu formieren. Ein Team, das alles besser machen will, als die erwachsenen Teams, die sich immer nur prügeln und ein Schlachtfeld hinterlassen, ohne sich um die Unschuldigen und deren Schäden zu kümmern. Sie sind die neuen Helden, die Champions!

Zwei neue Serien beginnen in dieser Ausgabe und für beide zeichnet Autor Mark Waid verantwortlich. Da ich, wie bereits erwähnt, den Ereignissen um den Civil War II nicht vorgreifen möchte, versuche ich das Review nicht zu genau auf den Inhalt zu fixieren. Das Team besteht nur noch aus Thor, Cap, Wasp und Vision. Die Millionen von Tony Stark sind ebenfalls weg, und das bisherige Hauptquartier, der alte Stark-Hangar, muss geräumt werden. Die Idee, nun Peter Parker an genau die Stelle zu setzen, wo bisher Tony/Iron Man stand, ist zwar nicht besonders innovativ, sorgt aber aufgrund der Parallelen für eine gewisse Brisanz. Auch deshalb, weil Peter, als Spider-Man, und als mögliches Avengers-Mitglied nicht gerade von allen geliebt wird. Was inhaltlich ganz spannend ist, missfällt mir persönlich optisch recht heftig. Die Zeichnungen, oder besser gesagt Gemälde, treffen nicht so recht meinen persönlichen Geschmack und wirken zu überladen. Kontrast und Farbgebung machen viele Panels zu Suchbildern. Leider leidet darunter auch massiv die Dynamik, wodurch viele Bilder wie Standbilder wirken. Eingefroren und ohne Leben.
Wesentlich besser gefällt mir die Optik bei den Champions. Gut, das liegt auch an Humberto Ramos, von dem ich sowieso ein Riesenfan bin. Aber auch der Inhalt spricht mich ein Stück weit mehr an, als bei den Avengers. Die Beweggründe der jungen Helden sind nachvollziehbar und so manche Fragen habe ich mir in meiner langen Comickarriere auch schon gestellt. Auch wie sich dann das Team findet, ist sehr witzig und spannend erzählt.

Die Avengers sind zwar der titelgebende Teil des Heftes, aber so richtig überzeugend finde ich sie nur inhaltlich. Optisch enttäuschen mich die Avengers sehr. Die Champions hingegen sind inhaltlich, wie auch optisch überzeugend. Selbst, wenn es sich nur um eine jüngere Version der Avengers oder eine Kopie der Teen Titans von DC handelt, so stellen die Champions derzeit den besseren Heftteil für mich dar.

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