Bongo Comics des Monats … Juni 2018 [Panini, Juni 2018]

… Juni

Mit einer zweimonatigen Pause ging es bei Panini mit der Hauptserie und Bartman weiter. Wobei ich nicht verstehe, weshalb man das nicht abwechselnd gemacht hat. So wäre jeden Monat ein Bongo-Heft erschienen. Aber naja, ich bin ja auch kein Planer bei Panini und das ist mir auch nur nebenbei aufgefallen. Spielt aber letztendlich keine Rolle. Also los mit den Ausgaben des Monats:

Simpsons Comics Nr. 245 [Juni 2018]

Autor: Ian Boothby
Zeichner: Nina Matsumoto, Jacob Chabot, Mike Kazaleh
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Simpsons Comics 242
Verlag: Panini Comics
Preis: 3,20 Euro

Der letzte Buchladen der Stadt soll geschlossen werden und das muss Lisa verhindern. Bürgermeister Quimby gibt ihr eine Chance, indem sie drei Kriminal-Kurzgeschichten erzählen darf. Darin führt sie bekannte Springfielder in den Orient Express, der nun der Einschienen-Express ist, zum Vandalismus in die Springfielder Grundschule, wo der Täter in bester Sherlock-Manier gefasst werden soll und auf einen Geistervergnügungspark als Gruppe Teenager mit Hund …

Manchmal ist weniger mehr und manchmal reichen auch ein paar Kurzgeschichten, um interessante Abenteuer zu erzählen. Und ja, interessant sind die Geschichten auf jeden Fall. Umrahmt von einer eher unwichtigen Story bilden sie somit den Kern des Heftes. Während die erste Story vorrangig davon lebt Agatha Christie zu parodieren, und das mehr schlecht als recht, hat die zweite Story schon wesentlich mehr Gehalt, auch wenn die Lösung mehr als offensichtlich ist. Die dritte Geschichte hingegen ist auch wieder nur ein Aufhänger, um Scooby Doo zu parodieren.
Ein großer Kritikpunkt vieler Simpsons Comics ist die Optik. Und so sind auch ein Großteil dieser Storys wieder nur der übliche Einheitsbrei. Auch wenn ich ein großer Fan von Nina Matsumoto bin, die die Rahmenhandlung bebildert, so fehlt mir diesmal zu viel ihres eigenen Stils, was aber unter anderem auch daran liegt, dass es nur vier Seiten sind. Wobei auch die zweite Kurzgeschichte von ihr visualisiert wurde. Ebenfalls ohne jegliche Eigenständigkeit hat Jacob Chabot die erste Story umgesetzt. Einzig die dritte Kurzgeschichte aus der Feder von Mike Kazaleh, weißt ein gelungenes Artwork auf. Dabei hat Mike Kazaleh nicht einmal auf seinen eigenen Stil gesetzt, sondern versucht den Stil der „Scooby Doo“-Animationsserie aus den 80er Jahren zu imitieren. Dies ist ihm auch weitgehend gelungen, und selbst wenn die Story an sich eher schwach ist, weiß doch wenigstens die Optik zu überzeugen.

Insgesamt ist das Heft zwar nicht der Überflieger, aber doch um einiges besser, als die letzten Ausgaben, was unter anderem auch daran liegt, dass man sich endlich mal an eine etwas andere Optik getraut hat. So könnte es von mir aus gerne weitergehen.

Bartman – Die spektakuläre Super-Saga Nr. 2 [Juni 2018]

Autor: Max Davison
Zeichner: Rex Lindsey
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Simpsons One-Shot Wonders: Bartman Spectacularly Super Secret Saga 2
Verlag: Panini Comics
Preis: 3,50 Euro

Der Bartman der Zukunft ist weiter auf der Suche nach dem Dieb der jeweils „letzten“ Raritäten und irgendwie scheint sich langsam aber sich herauszustellen, dass der aktuelle Fall mit einem früheren Fall zusammenhängt. Kann es sogar sein, dass sein alter Freund und Partner Houseboy in die Sache verwickelt ist?

Erneut lassen sich Parallelen zu Frank Millers Meisterwerk nicht verleugnen, aber es gibt noch einiges mehr. Die Geschichte am sich kommt langsam in Fahrt und ja, es macht sogar Spaß mitzurätseln, wer sich hinter diesem ganzen Versteckspiel und Rätselraten verbirgt. Max Davison erschafft erneut ein Comic-Superhelden-Parodie, die sich selbst oft genug nicht ernst nimmt, aber als Gesamtwerk schon ernst genommen werden möchte. Dies ist eine Gratwanderung, die leider nicht immer glückt, und so kommt es schon einmal zu eher unfreiwillig komischen Momenten, oder eben jenen, die gezwungen komisch wirken, weil sie lustig sein sollen, es aber nicht sind.
Zeichnerisch gibt es keinen Unterschied zum vorangegangenen Heft. Die Simpsons sehen gewohnt bekannt aus, sieht man einmal von der typischen Alterung aufgrund der Handlung ab. Oder kurz gesagt, Rex Lindseys Zeichnungen sehen wie immer aus. Nichts Besonderes, aber gewohnt gute Arbeit eben. Bis auf das Fehlen eines eigenen Stils, aber so ist das wohl nun einmal bei einem solchen Lizenzprodukt, wie den Simpsons.

Der zweite Teil ist rum und lässt den Leser mit einem heftigen Cliffhanger zurück, was aber auch kein Wunder ist. Immerhin will man die Spannung ins letzte Drittel retten, was zugegebenermaßen auch funktioniert. Nun kann es somit losgehen mit dem dritten und letzten Kapitel.

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