Ma-Co-Re-Mix (Vol. 88) [Spider-Man/Deapool Nr. 2 & Carnage Nr. 3]

Das heutige Review beendet die Carnage Serie und auch einen Story-Arc bei Spider-Man/Deadpool. Das bedeutet aber nicht, dass es ab nächste Woche ruhiger wird. Ich werde versuchen die Regelmäßigkeit zu wahren. Außerdem wird es ab jetzt ein wenig abwechslungsreicher, da weitaus mehr Serien auf einer Zeitlinie laufen. Da muss ich nur noch aufpassen, dass ich nicht durcheinanderkomme. Aber das wird sich zeigen, wenn es soweit ist …

MaCoReMix

Spider-Man/Deadpool Nr. 2: Bis aufs Blut [Juni 2017]

Autor: Gerry Duggan, Joe Kelly
Zeichner: Scott Koblish, Ed McGuinnes
Format: Softcover / Softcover (Variant)
Umfang: 100 Seiten
Inhalt: 100 Seiten
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro / 16,00 Euro (SC/Variant)

Nachdem Wade erkannt hat, dass sein Arbeitgeber, der ihn beauftragt hat, Peter Parker zu töten, selbst mit falschen mitteln gespielt hat, wird es Zeit gegen ihn in den Krieg zu ziehen und sich zu rächen. Natürlich nur mit seinem neuen Freund Spider-Man an der Seite. Doch der neue Gegner Patient Zero hat noch ein Ass im Ärmel …
… und als ob das noch nicht reichen würde, finden sich die beiden (un)gleichen „Partner“ in der Vergangenheit bei einem Kampf gegen Mysterio wieder …

Der eh schon nur lose Handlungsfaden findet ein eher krudes und nicht wirklich nachvollziehbares Ende, dass mehr Fragen aufwirft, als beantwortet. Autor Joe Kelly beendet hier wenigstens eine Story, die zwar einzeln gesehen, jedes Kapitel für sich, durchaus lesenswert war, als Gesamtes aber so gut wie überhaupt nicht funktioniert hat. Ein Grund dafür ist möglicherweise auch der, dass der Mehrteiler so gesplittet erschienen ist, was übrigens auch in den Staaten der Fall war. Während die ersten fünf Kapitel noch schön der Reihe nach veröffentlicht wurden, gab es das letzte Kapitel erst, nachdem zwei Filler-Ausgaben erschienen sind, die zwar ganz witzig waren, eine davon findet sich in diesem Band mit der Vergangenheitsstory wieder, aber so die eh schon zerstückelte Handlung noch weiter auseinandergerissen hat. Und so setzt es sich auch mit den ersten beiden Teilen eines neuen Mehrteilers fort, der hier seinen Anfang nimmt.
Inhaltlich und optisch am auffälligsten und besten ist dabei noch die letzte Story in diesem Band, welcher nicht nur in der Vergangenheit spielt, sondern auch die Optik und vieles mehr der 60er und 70er Jahre angenommen hat. Scott Koblish, der dieses Kapitel übrigens illustriert hat, zeigt somit einmal mehr sein Talent und seine Vielseitigkeit, auch wenn es darum geht, große Meister zu „kopieren“, wobei kopieren hier nicht negativ gemeint ist. Vielmehr ist es so, dass Koblish Eigenheiten von Ditkos Zeichenstil gekonnt aufgreift und diese in sein abgewandeltes Artwork mit einfließen lässt, um einen gewissen Nostalgiefaktor zu erschaffen. Hierdurch sticht dieses Kapitel aus dem Artwork des restlichen Bandes auffällig heraus, was aber nicht bedeutet, dass Ed McGuinnes‘ Zeichnungen schlechter sind.

Auch der zweite Band hat gewohnt chaotische Spidey-Pool-Action zu bieten, wenngleich die Storys um den Patient Zero etwas wirr sind und auch die neue Gegnerin nicht wirklich vor Ideenreichtum sprüht. Dafür kann das finale Kapitel des Bandes mit dem Charme der 60er und 70er Jahre vollends überzeugen. Zumal hier auch wieder ‚Pools Fourth Wall-Action ein wenig zum Tragen kommt. Davon bitte gerne mehr. Immerhin macht dieser Aspekt neben Wades durchgeknallter Psyche einen Großteil des Charakters aus.

Carnage Nr. 3: Alles Böse kommt von unten [August 2017]

Autor: Gerry Conway
Zeichner: Mike Perkins
Format: Softcover
Umfang: 140 Seiten
Inhalt: Carnage (2016) 11-16
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,99 Euro

Die Jagd auf Carnage führte das Team um Venom und John Jameson auf eine kleine unkartierte Insel in der Timorsee, 200 km südöstlich von Kupang. Hier hat Cletus Kasady endlich den Tempel mit dem Schrein gefunden, wo er mithilfe des Buchs Darkhold den Dämonen Chthon beschwören will. Das Ganze erfordert aber neben dem Buch auch einiges an Blutopfern und hier kommen Carnage die Inselbewohner ziemlich gelegen. Doch h aben unter all diesen Umständen das Team um Eddie Brock und John Jameson überhaupt noch eine Chance alles zu verhindern?

Das wäre es also, Gerry Conways Carnage-Finale und ja, ich bin echt begeistert. Eigentlich hatte ich zu Beginn irgendwas erwartet, dass Kasady mal wieder als Geisteskranken Massenmörder hinstellt, der wahllos Menschen mordet und die Guten versuchen ihn daran zu hindern. Im Grunde ist es auch genau das, aber dennoch auch wieder nicht. Die Einbindung eines Dämons, plus das Team, welches Carnage verfolgt, lässt Erinnerungen an Akte X und andere Mystery-Serien der 90er Jahre aufkommen, wie zum Beispiel X-Factor oder Outer Limits. Und so ganz nebenbei taucht Conway auch gleich noch in die Vergangenheit Kasadys ein, versucht sein Handeln und seine Entwicklung zu erklären, zu zeigen, wie aus dem kleinen Jungen der verrückte Irre werden konnte. Leider fährt er dabei eine Tour, die nicht nur bereits von anderen Charakteren bekannt, sondern die auch ganz schön ausgelutscht ist. Zum Glück halten sich diese Momente in Grenzen und wesentlich interessanter ist die Entwicklung zwischen Brock und der jungen Seglerin Jubulile van Scotter, sowie zwischen der Soldatin Manuela Calderon und der Schwarzmagierin Victoria Montesi, die sich jeweils auf gewissen Ebenen näherkommen.
Über Mike Perkins geniale Zeichnungen brauche ich fast nichts mehr zu sagen. Sie ergänzen die düstere Story von Conway perfekt, ohne das es dabei zu düster wirkt. Es gibt sogar sehr viele helle Passagen, die der Handlung entgegenwirken, ohne mit dieser zu brechen. Hin und wieder wirken einige Bilder aufgrund der hohen Detailfülle etwas überladen und verwirrend, gerade dann, wenn es wirkt als würden Vorder- und Hintergrund verschwimmen, was sich aber glücklicherweise in grenzen hält.

Ein wirklich gelungenes Finale eines etwas anderen Carnage, als ich es erwartet hatte, von einem Spidey-Veteran und einem Meister des Comic-Artworks. Schade aber auch, dass es vorbei ist. Jedoch muss ich auch sagen, dass so besser ist, als wenn sich alles verwässern würde, nur um es unendlich am Leben zu erhalten. Dann lieber so einen Run, der fast ausnahmslos gelungen ist.

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