Beat Saber (Playstation VR) [November 2018]

Wie einige, die mir auch auf Facebook, Twitter und Instagram folgen, vielleicht wissen, bin ich seit Weihnachten stolzer Besitzer der Playstation VR-Peripherie für die Playstation 4. Neben der Möglichkeit meine 3D-Blu-rays endlich auch in 3D anschauen zu können und in virtuelle Spielerealitäten, wie Beispielsweise bei „Gran Turismo Sport“, „Tomb Raider“ oder „Here They Lie“ eintauchen zu können, war auch „Beat Saber“ ein Grund für die Anschaffung. In diesem kleinen Bericht möchte ich euch dieses Spiel etwas näherbringen …

„Beat Saber“ ist ein Musik-Rhythmusspiel des tschechischen Indiestudios Hyperbolic Magnetism und derzeit nur als Download verfügbar. Das Spiel debütierte als als Early Access im Mai 2018 für Windows auf Steam und unterstützte damals vor allem die beiden VR-Systeme Occulus Rift und HTC Vive. Schon nach einer Woche war „Beat Saber“ das bestbewertete Spiel auf Steam. Auch die Fachpresse war sich wegen der Einfachheit des Gameplays und dem süchtig machenden Spielprinzip einig. Tja, und auch mich und meinen Sohn hat das Spiel seit seiner Präsentation fasziniert.

Mit rund 30 Euro ist „Beat Saber“ nicht gerade günstig. Doch der Umfang, der für die Playstation 4 noch einmal ein wenig überarbeitet und ergänzt wurde, rechtfertigt es gewissermaßen. Alle Musiktitel, 18 Stück an der Zahl, wurden von Jaroslav Beck komponiert und sind eher der elektronischen Tanzmusik zuzuordnen. Ein Großteil der Titel hat sogar richtigen Ohrwurmcharakter und ist sogar lizenzfrei, sodass man Spielevideos ohne rechtliche Bedenken auf Youtube hochladen und seine Highscores mit anderen teilen kann. Das Spielprinzip ist dabei so einfach wie auch fesselnd.

Mit zwei Playstation Move-Controllern steuert man zwei Lichtschwerter in zwei Farbe. Rot und Blau, oder Orange und Violett (derzeit) sind dabei die Farben. Ziel ist es, Würfel, die auf einen zufliegen zu zerschneiden und zwar in der Richtung, die die Pfeile auf den Würfeln anzeigen. Befindet sich ein Punkt darauf, ist die Richtung egal. Um das Ganze zu erschweren gibt es noch Bomben, die möglichst nicht getroffen werden sollen, und Energiewände, denen man ausweichen muss. Für jedes richtig getroffene Objekt erhöht sich der Combo-Multiplikator um eine Stufe, was letztendlich Auswirkungen auf die Endpunktezahl hat. Mit jedem nicht oder falsch getroffenen Objekt beginnt die Zählung hierbei von vorne.

Zusätzlich gibt es noch verschiedene Spielmodi (Mit zwei Schwertern, mit einem Schwert, Ohne Richtungspfeile, Kampagne, Partymodus, uvm.) plus mehrere Schwierigkeitsgrade. Bis vor kurzem waren dies Easy, Normal, Hard, und Expert, seit dem Update vom Februar 2019 ist noch der Schwierigkeitsgrad Expert + hinzugekommen. Während Easy und Normal recht schnell zu erlernen sind, ist es ab Hard schon weitaus schwieriger. Zudem stellt „Beat Saber“ eine wirklich körperliche Herausforderung dar, was auf den Videos manchmal nicht wirklich zu erkennen ist. Abe rgerade ab dem Hard-Mode kommt nach schon nach wenigen Minuten ins Schwitzen und fühlt sich wie nach einem kompletten Fitness-Workout. Natürlich sollte man beim Spielen beachten, dass man sich frei bewegen kann und nichts im näheren Umkreis von mindestens eineinhalb bis zwei Metern im Umkreis um einen herum befindet.

Die Grafik ist dabei sehr simpel gehalten. Man selbst steht in Virtual Reality auf einer Art Podest, währen die Objekte auf eine zugeflogen kommen. Die anderen Zuschauer sehen derweil auf dem Fernsehbildschirm das, was man selbst beim Blick geradeaus sieht, inklusive der eigenen Kopfbewegungen. Dabei unterscheiden sich die VR-Grafik und die auf dem Fernsehbildschirm dargestellte Grafik je nach Playstation Modell sehr. Hat man das normale Playstation 4-Modell ist die Grafik in VR detailärmer und leicht verwaschener. Auf dem Bildschirm jedoch klar und kontrastreich, aber auch mit weniger Details. Besitzt man das Playstation 4 Pro-Modell wird die Grafik sowohl auf TV als auch in VR deutlicher, kontrast- und detailreicher. Zum Spielen selbst reicht aber bereits das Grundmodell der Playstation 4. Grafikfetischisten haben sowieso das Pro-Modell stehen. In der Spielgeschwindigkeit selbst äußert sich das Plus an Leistung nicht wirklich. In beiden Fällen läuft es schön flüssig und ruckelfrei.

Ein großes Plus und auch ein wichtiger Kritikpunkt ist die Musik in „Beat Saber“. Immerhin ist die Musik für ein Musik-Rhythmusspiel nicht unerheblich. Aber fast alle Songs sind gut aufeinander abgestimmt, instrumental oder mit Gesang, größtenteils in der EDM-Szene angesiedelt, aber es gibt auch ein paar Rocksongs. Das Portfolio ans Musikstücken soll übrigens durch DLCs erweitert werden. Die Windows-Version hat bereits einen solchen DLC erhalten, die PSVR-Version könnte noch dieses Jahr folgen. Nutzt man zusätzlich zum VR-Headset auch noch die verbauten Kopfhörer, erhält man einen voluminösen Raumklang, der das Spiel zusätzlich aufwertet. Allerdings ist man dann auch komplett von der Umwelt abgeschnitten. Eure Freunde, Partner und Kinder müssen dann also besondere Aufmerksamkeit aufbringen, damit ihr euch nicht versehentlich gegenseitig verletzt.

„Beat Saber“ macht einfach unheimlich viel Spaß, gerade zum Spielen zwischendurch, oder für Partys, wie zuletzt der Geburtstagsfeier meiner Teenager-Tochter. Die gegenseitige Highscorejagd ist dabei nur eine der Möglichkeiten langfristig für Stimmung zu sorgen. Die Musik tut ihr übriges. Dank der vielen Modis und Schwierigkeitsgrade hat man auch sehr lange etwas vom Spiel, denn es dauert, bis man alles auf Full-Combo, einen fehlerlosen Durchlauf, geschafft hat. Und dank kommender DLCs ist zusätzlich für Spaß gesorgt.

Copyright aller verwendeten Videos © 2019 Thomas „Mueli77“ Mülbradt
Copyright aller verwendeten Bilder © 2018-2019 Hyperbolic Magnetism / Beat Games

Link:

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