Gratis Comic Tag 2019-Review (8): Das goldene Zeitalter

Damit es auch weiterhin hoffentlich schön bunt bleibt, werde ich die bisherige reihenfolge beibehalten und die Ausgaben auch der offiziellen Gratis Comic Tag-Auflistung rezensieren. Heute folgt nach dieser Liste der erste Reprodukt-Beitrag, die mich bereits in den letzten Jahren des öfteren begeistern konnten. Neben Mawils „Kinderland“ wäre da auch „Hilda“ zu erwähnen. In diesem Jahr haben sie neben einer weiteren Ausgabe von „Hilda“ auch das Märchen „Das goldene Zeitalter“ ins Rennen geschickt …

Das goldene Zeitalter [Mai 2019]

Autor: Roxanne Moreil
Zeichner: Cyril Pedrosa
Format: Heft
Umfang: 68 Seiten
Inhalt: L’Âge d’or
Verlag: Reprodukt
Preis: 0,00 Euro

Der König ist tot, und das Land im Umbruch. Die Nachfolge soll nun das älteste Kind des Königs, Prinzessin Tilda übernehmen. Allerdings sieht sie sich selbst dieser Aufgabe noch nicht wirklich gewachsen, auch wenn sie Unterstützung von alten freunden ihres Vaters erhält. Doch ihr jüngerer Bruder, der Prinz, der unter der Kontrolle des machthungrigen Beraters Vaudémont steht, lässt Tilda ins Exil abschieben …

Mit „Das goldene Zeitalter“ legt die Autorin Roxanne Moreil ihr erstes Comicszenario vor. In der Tradition klassischer Märchen, gepaart mit viel Lug, Trug und Dramatik legt sie eine Mischung aus Fantasy, Drama und Thriller vor. Leider ist die Geschichte bisher, zumindest das, was ich in diesem doch recht umfangreichen Heft beurteilen kann, recht linear und vorhersehbar. Inwieweit sich dies dann später noch entwickelt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht beurteilen. Anhand des vorliegenden Materials wäre ich allerdings nur wenig gereizt, unbedingt zu erfahren, wie s mit Tilda weitergeht.
Und das ist eigentlich schade, da die teils doch recht surreal anmutenden Zeichnungen, deren Stil mich ein wenig an das Gesamtartwork von „Das letzte Einhorn“ erinnern, mich wirklich sehr beeindruckt haben. Auch wenn es gelegentlich etwas unübersichtlich scheint, was aber auch teilweise an der Koloration liegt. Denn diese dient in erster Linie dazu, Stimmungen zu transportieren und weniger dazu, die Figuren unverkennbar zumachen. So wechseln die Haut- und Kleiderfarben innerhalb weniger Momente, wenn dies für die Stimmung notwendig ist, und so trägt die Prinzessin mal ein blaues Kleid, nur um dann wenige Augenblicke später ein gelbes Kleid, welches genau den gleichen Stil und Schnitt hat und kurz darauf dasselbe Modell in Flieder.

Im Grunde ist „Das goldene Zeitalter“ durchaus recht vielversprechend, aber die vorliegende „Leseprobe“ begeistert mich vor allem inhaltlich zu wenig, um mir den Komplettband zu holen. Der ist zwar mit 29 Euro für immerhin 232 Seiten im Hardcoverformat von 20,5x27cm nicht so teuer, aber auch nichts, was man mal eben so mitnimmt, um es auszuprobieren.

Links:

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