Young Justice Nr. 1: Sieben Krisen [Panini Comics, Januar 2020]

Neben diesem ausführlichen Review gibt es auf TikTok noch ein kleines 1-Minute-Review. Aber so ordentlich und ausführlich, wie hier geht das dort natürlich nicht. Dennoch empfehle ich euch auch den TikTok-Kanal zu abonnieren, da dort auch andere Inhalte erscheinen, als hier auf dem Blog.
Doch nun zum aktuellen Neustart der Young Justice-Serie, die ich bereits in den 90er Jahren, damals noch bei Dino Comics, schnell ins Herz geschlossen hatte. Dementsprechend traurig war ich, als Dino alle Serien beendete und die Young Justice in der deutschen Versenkung verschwand. Vielleicht werde ich mir später mal die US-Sammelbände zulegen. Aber jetzt ist erst einmal dieser Band an der Reihe …

Young Justice Nr. 1: Sieben Krisen

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner:
Patrick Gleason, Emanuela Lupacchino, Victor Bogdanovic, John Timms, Kris Anka, Evan „Doc“ Shaner
Format:
Softcover/Limitiertes Variantcover
Umfang:
164 Seiten
Inhalt:
Young Justice (2019) 1-6
Verlag:
Panini Comics
Preis:
17,99 Euro (SC) / 24,00 (Lim. SC)

Eigentlich war es ein ganz normaler Tag in Metropolis, als plötzlich ein paar Krieger aus dem Nichts auftauchen. Die aus Gemworld stammenden Eindringlinge fordern die überraschte Menge auf ihnen Superman auszuhändigen. Doch statt dem Stählernen tauchen plötzlich eine Reihe junger Helden auf. Neben Robin, Wonder Girl und Impuls auch die Neuankömmlinge Teen Lantern und Jinny Hex und werfen sich in den Kampf. So schnell wie die Invasoren auftauchten sind sie aber auch wieder verschwunden und mit ihnen die jungen Helden. Diese finden sich kurz darauf in Gemworld wieder, nicht wissend welches Abenteuer und welche aufregenden Begegnungen ihnen bevorstehen …

Klar, das Robin einer der ersten Helden ist, der auftaucht.

Mit diesem Band präsentiert Panini die neueste Serie der Young Justice die ihren Start in der zweiteiligen Miniserie „JLA: World without Grown-Ups“ (auf deutsch übrigens im „JLA Sonderband Nr. 10: Young Justice“ erschienen) von Todd Dezago und Humberto Ramos hatte und dann von Peter David und Todd Nauck in eine erste eigenständige Serie weitergeführt wurde. Von dieser Serie gab es neben drei JLA Specials leider nur neun Hefte, plus ein Special und einen Sonderband. Umso erfreuter war ich nun, als ich erfuhr, dass Panini die jungen Helden wieder nach Deutschland bringen würde. Ein wenig gedämpft wurde diese Freude durch den Umstand, dass Brian Michael Bendis als Autor tätig werden sollte. Ja, ich gebe zu, dass er an Daredevil, Ultimate Spider-Man, Alias und Miles Morales sehr gute Arbeit geleistet hat, die ich auch sehr liebe. Aber Teamserien waren noch nie so recht sein Ding. Egal ob die New Avengers, die New X-Men oder die Avengers, bei Teams versagt das Autorentalent leider regelmäßig, da er sich zu sehr in der Menge an Figuren verliert. Wo er bei Solohelden gekonnt seinen Fokus auf eine Person legen und diese glaubhaft weiterentwickeln kann, kommt er bei mehreren Protagonisten ins Straucheln, wodurch in erster Linie die Figuren und dann auch gleich die Handlung leidet. Ein wenig zeichnet sich dies auch schon in der Mitte dieses Bandes ab, wo die Handlung ein wenig zäh wird. Die Figuren trotten in ihrer charakterlichen Entwicklung nur dumm vor sich hin, die beginnenden Beziehungen untereinander, die Teamfindung kommt zum erliegen. Und dann kurz vor Ende tritt Bendis wieder aufs Gas und versucht den Rest der Handlung und die Entwicklungen binnen weniger Seiten abzuarbeiten.

Eine typische Bart Allen-Aktion …

Zum Teil ist daran aber auch das Zeichnerkarussel schuld. Macht es zu Beginn noch richtig Spaß Patrick Gleasons Artwork zu bestaunen. Der immer wieder schneller plappernde als denkende Bart Allen und der immer analytische Robin rufen sofort die Erinnerungen an die alte Serie wach. Das war die Young Justice. Schon immer ein wenig unkoordiniert, aber wenn es hart auf hart kommt, konnte sich jeder auf jeden verlassen. Genau dieses Feeling schwingt aber leider nur in gut zwei Dritteln des Bandes mit. Der schwache Mittelteil raubt einiges am Lesespaß. Plötzlich sehen die jungen Teenagerhelden aus wie Mittzwanziger, Superboy, Connor Kent, sogar wie Mitte dreißig. Das tut schon echt in den Augen weh. Zum Glück ändert sich das alles vor dem großen Finale wieder.

Wie alt sind denn Bart und Connor nun?

Sieht man einmal von den genannten Mankos ab, ist dieser band ein gelungener Einstieg, der nicht nur Altfans begeistern könnte. Die älteren werden zwischendurch zwar fast verschreckt, aber es ist ja zum Glück nicht von Dauer. Der erste Story-Arc hat Lust auf mehr gemacht und das offenen Ende fordert die Geduld der Leser. Mit „Verschollen im Multiverse“ wird der zweite, ebenfalls sechs Ausgaben umfassende Arc noch ein wenig auf sich warten lassen. Die Zeit bis dahin kann man ja mit dem Lesen der alten Dino-Ausgaben überbrücken. Bleibt nur zu hoffen, dass Bendis nicht wieder in alte Muster verfällt, denn im Grunde ist Young Justice eine fantastische Serie für alle jüngeren und junggebliebenen Comicfans.

YEAH!!!

Copyright aller verwendeten Bilder © 2019-2020 DC Comics / Panini Comics

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