The Witcher: Ronin [Mai 2023]

Geralt von Riva durchstreift als herrenloser Samurai die japanischen Ortschaften. Er ist bekannt als berüchtigter Monsterjäger, Hexer und merkwürdiger „Freak“. So trifft er auf seiner Reise auf verschiedene fantastische Kreaturen, angelehnt an die japanischen Mythen und Legenden. Doch sein wahres Ziel sind nicht die vereinzelten Aufträge, die ihm Geld einbringen, sondern eine für ihn schicksalhafte Frau im Schnee …
Lest selbst, wie dieser grandiose Auftakt im Manga-Stil die verschiedenen Genres aus Büchern, Comics, Videogames und Streaming zu einem homogenen Abenteuer, angelehnt an die japanischen Mythen und Legenden vereint.

ronin

Im handlichen Hardcover kann sich diese Ausgabe durchaus sehen lassen. Mir gefällt das Cover in den pastellartigen Farben. Etwas ungewohnt eine Hardcover-Ausgabe, wie für einen Manga üblich, von rechts nach links zu lesen. Der gesamte Band hat eine außergewöhnliche pastellartige (erdfarbige) Kolorierung erhalten. Zu Beginn wird der Leser im Vorwort auf die aktuelle Geschichte eingestimmt. The Witcher ist eine Genre-Ikone, welche aus unserer Popkultur nicht mehr wegzudenken ist. Diese Geschichte transferiert den Hexer Geralt von Riva erstmals nach Japan als herrenlosen Samurai.  Angelehnt an die japanischen Mythen und Legenden, schaurige Kreaturen und böse Monster lassen Geralt auch in Japan nicht in Ruhe. Manchmal sind es einfach die Menschen, welche die wahren Bösewichte sind. Zwischen all diesen kleinen Aufträgen und Gelegenheitsjobs scheinen Geralt die Leute, Bestien und Dämonen nicht weiter zu scheren. Er ist einzig und allein auf der Suche nach einer weißen Frau im Schnee …

ron
Ob er sie finden wird, erfahrt in diesem ersten Band, denn vermutlich wird es weitergehen.
Am Ende gibt es auf 9 Seiten ein ausführliches Bestiarium, welches Geralts Gegner näher beschreibt und die mythologischen Zusammenhänge für den westlichen Leser in den japanischen Kontext stellt.  So bekommt es Geralt neben zwielichtigen Menschen mit Monstern wie Sarugami (Affengötter), Tengu (Himmelshunde), Schneefrauen, Berghexen und weiteren Dämonen zu tun.
Der Band liest sich leicht von der Hand.  Oftmals große Panels und weniger Text (auf das Wesentliche reduziert), lassen die Geschichte dynamisch und flott vonstattengehen. Die durchgehend cremefarbene bzw. erd-pastellartige Kolorierung lässt den Leser schaudern bzw. frieren. In den schneebedeckten japanischen Bergen ist es nun einmal kalt.

Backcover Witcher
So ist es insgesamt eine leicht zu verdauende Geschichte, die keineswegs langatmig erscheint, aber dennoch für meinen Geschmack etwas zu wenig spannungsgeladene Handlung bietet. Letztendlich geht es nur um die weiße Frau im Schnee …
Um viel mehr als die Suche nach dieser Frau geht es irgendwie in diesem Band nicht. Dabei sind das Ende und die Auflösung sehr kurz geraten und hat mich nicht tiefgehend bewegt oder gar überrascht.
Jeder The Witcher Fan wird natürlich zuschlagen.
Sollte man auch, denn dies ist Geralts erstes Abenteuer im japanischen Manga Stil.
Die Geschichte langweilt nicht, ist durchaus schnell gelesen und macht mitunter Lust auf ein weiteres Abenteuer. Ich würde mal sagen, greift zu oder überzeugt euch vorerst im Laden selbst.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2022-2023 Panini Comics / CD Projekt Red, Dark Horse Manga / Rafat Jaki, Hataya

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