Brettspiel: Onitama und die Erweiterung Licht und Schatten [2017/2022]

Eher zufällig bin ich auf dieses geniale Brettspiel für zwei Personen aufmerksam geworden. Die Regeln sind sehr schnell erklärt und der Wiederspielfaktor ist enorm. Die Verpackung ist hervorragend, die Materialien und die Spielmatte können mich überzeugen. Schaut definitiv mal rein, ob dieses Spiel was für euch sein könnte. Es erinnert mich etwas an Schach, hat aber nichts damit zu tun. Thematisch ist Onitama ein Spiel über das Wesen der Kampfkunst. Elegant und einfach gespielt, doch taktisch sollte man vorgehen, um das Spiel zu meistern. Von mir eine klare Empfehlung.

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Samurai Nr. 10: Ririko [Splitter, April 2017]

Die Story um den schweigsamen Ronin (ein Samurai ohne Herr) und seine Begleiter geht in eine neue Runde. Auf der Suche nach seiner eigenen Herkunft kommt es zu einem Überfall einer Gruppe Reisender. Der Samurai greift ein und ist behilflich. Ein kurzer Aufenthalt im nahe gelegenen Dorf schadet mit Sicherheit nicht. In diesem Dorf lernt der Ronin das kleine Mädchen Ririko kennen. Nach und nach offenbart sich dem Ronin die Geschichte des kleinen Mädchens, doch das anstehende Turnier, welches durchaus bis zum Tod gehen kann, wirft seine Schatten voraus …

„Wer sich in einen Kampf begibt, muss gewinnen. Denn für einen Samurai bedeutet eine Niederlage gleichzeitig den Tod.“

Samurai Nr. 10: Ririko

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Ein paar ausgewählte Youtube Videos

Dominik_AVAVor längerer Zeit habe ich mal ein paar Youtube-Videos vorgestellt, die mir gut gefallen haben. Videos und Lieder, die mich auf meinem Weg ein Stück begleitet haben. Lieder, die dieses gewisse „Etwas“ mit sich bringen.
Nun möchte ich erneut einige Lieder den Lesern vorstellen, die mir persönlich sehr gefallen.
Eher zufällig bin ich auf diese Lieder jeweils aufmerksam geworden. Wobei, kennt ihr bereits Kawaii Musik? Oder anders ausgedrückt Babymetal? Nein?  Na dann schaut doch mal rein 😉

Musik

Musik

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Ikigami – Der Todesbote Nr. 5, 6, 7 & 8 [Carlsen, Juli/Februar/April/Oktober 2013/2014]

Ikigami ist eine sehr emotionale Achterbahnfahrt.
Schicksalhafte Geschichten, die definitiv unter die Haut gehen.
Das bekommt der Leser in jeweils zwei in sich abgeschlossenen Geschichten pro Band sehr deutlich zu spüren. Jede Geschichte endet quasi mit dem Tod.
Es hat sich in Bezug auf die Erzählstruktur eigentlich nicht viel geändert.
Zwischen den Geschichten erfährt der Leser mehr über Fujimoto, seinen Zweifeln gegenüber dem System des Gesetztes für Fortschritt und Wohlstand sowie über seine allgemeine Arbeit als Ikigami Bote. Sogenannte Gedankenverbrecher (Menschen, die Gedanken gegen das Gesetz für Fortschritt und Wohlstand haben) werden vom System beobachtet und verfolgt.
In diesem Sinne erfährt der Leser immer mehr über die geheimnisvolle Frau Kubo. Wem kann Fujimoto eigentlich noch trauen?

Ikigami Band 5 bis 8

Ikigami Band 5 bis 8

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Ikigami – Der Todesbote Nr. 3 & Nr. 4 [Carlsen, Januar/April 2013]

Dominik_AVAIkigami ist eine sehr emotionale Achterbahnfahrt.
Das bekommt der Leser in jeweils zwei in sich abgeschlossenen Geschichten pro Band sehr deutlich zu spüren. Jede Geschichte endet quasi mit dem Tod.
Es hat sich in Bezug auf die Erzählstruktur eigentlich nicht viel geändert.
Zwischen den Geschichten erfährt der Leser mehr über Fujimoto, seinen Zweifeln gegenüber dem System des Gesetztes für Fortschritt und Wohlstand sowie über seine allgemeine Arbeit als Ikigami Bote.

Klappentext (Band 4)

Verspüren junge Menschen heutzutage keinen Sinn mehr für Verantwortung? Verantwortung für sich selbst, ihre Nächsten und Liebsten – und vor allem für die Gesellschaft, in der sie leben? Genau diese Sorge hat die japanische Regierung zur Einführung des GFW, des Gesetztes für Fortschritt und Wohlstand, bewogen, das mit einer drastischen Maßnahme produktive, gut funktionierende Bürger schaffen soll: Jedes Kind wird bei Schuleintritt geimpft; in jeder 1000. Injektion befindet sich eine Nano-Kapsel, deren tödlicher Wirkstoff im jungen Erwachsenenalter zuschlägt. Wer betroffen ist, erfährt dies exakt 24 Stunden vor Ablauf seiner Lebenszeit …

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Ikigami – Der Todesbote Nr. 1 & Nr. 2 [Carlsen Manga, August/Oktober 2012]

Dominik_AVAKlappentext:

Um den Menschen den Wert des Lebens zu verdeutlichen und sie zu produktiven Bürgern zu formen, hat die japanische Regierung per Gesetz den „Nationalen Wohlfahrtsakt“ erlassen: Bei Schuleintritt werden alle Kinder geimpft. In jeder 1000. Spritze befindet sich eine tödliche Nano-Kapsel, die ihr Opfer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren tötet. Das Verfahren ist rein zufällig – und steht der Todesbote mit dem „Ikigami“ vor der Tür, gibt es kein Entkommen. Sie haben noch 24 Stunden zu leben…
Das ist die Nachricht des Todesboten bei der Übergabe des so genannten „Ikigami“. Für die Opfer, im Durchschnitt Anfang 20, und deren Freunde und Angehörige beginnt ein Rennen gegen die Zeit. In ihrer Verzweiflung gelingt es dem einen, vor seinem Tod noch „die gute Tat“ zu vollbringen, dem anderen schlägt das Schicksal mit solcher Wucht entgegen, dass ein glückliches Ende unmöglich ist.

Ein spannender Thriller um den immerwährenden Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft und eine brisante Horrorutopie, die vielleicht schon näher ist als man glaubt.

Ikigami Nr. 1

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Ni No Kuni: der Fluch der weißen Königin [Namco Bandai Games Germany GmbH, Februar 2013]

Dominik_AVANachdem ich mehr als 115 Stunden gemeinsam mit meiner Freundin an diesem Spiel verbracht habe, möchte ich nun über meine bzw. unsere Spielerfahrungen berichten. Lange ist es her, dass mich ein Spiel dermaßen gefesselt hat wie Ni No Kuni. Vielleicht erweckt das Spiel den Anschein, es ähnelt Pokemon. Ich habe Pokemon nie wirklich gespielt, also kann ich auch gar nicht so viel darüber sagen, jedoch geht es ebenso wie bei Pokemon darum Monster bzw. Kreaturen einzufangen, zu zähmen und dementsprechend zu leveln.

Ni No KuniNi No Kuni

Klappentext:

„Erlebe ein animiertes Rollenspielmeisterwerk:

Folge dem jungen Oliver auf eine magische Reise und begib dich gemeinsam mit ihm in eine wunderbare und zugleich gefährliche Parallelwelt, um seine Mutter zu retten.“

Die Story rund um Oliver und seine Gefährten fesselt von Beginn an bis zum Schluss.
Das Spiel ist laut USK ab 12 Jahren geeignet. Es wirkt auf den ersten Blick vieles sehr niedlich und kunterbunt. Oliver ist ein normaler Junge der in seiner Heimatstadt Motorville aufwäscht. Die ersten kleinen Gehversuche beginnt der Spieler in ebendieser Stadt. Dort trifft er auf seinen Freund Phil, mit diesem erlebt er sein erstes Abenteuer mit schwerwiegenden Folgen. Oliver seine Mutter kommt bei einem schweren Unfall ums Leben. Es kommt, wie es kommen muss und die Ereignisse überschlagen sich. Mit der Hilfe von Tröpfchen findet sich Oliver in einer Parallelwelt wieder.

In dieser Parallelwelt wird Oliver offenbart, dass es eventuell eine Möglichkeit gibt, seine Mutter zu retten. Angetrieben von dieser Motivation begibt sich Oliver auf eine sehr lange und ausgiebige Reise voller Gefahren und Abenteuer. Er lernt viele Freunde aber auch Feinde kennen und fürchten. Mit der Zeit schließen sich ihm mehrere Charaktere an. Nach und nach wird Oliver ein immer besser Zauberer. Die Kreaturen in der Parallelwelt lassen sich mit etwas Glück zähmen. So ist es ihm möglich, immer neue Kreaturen zu erwerben und diese zu seinen Vertrauten zu machen.

Oliver auf dem Drachen

Oliver auf dem Drachen

Ni No Kuni spielt sich absolut flüssig. Die Charaktere sind sehr schön dargestellt. Das gesamte Spiel kommt sehr farbenfroh daher, was mir persönlich sehr gut gefällt. Die Grafik wirkt wie im Trickfilm. Dabei sind die Hintergründe stets detailliert ausgearbeitet und wirken beeindruckend auf den Spieler. Die Zwischensequenzen sind wie in einem Anime passend in das Spiel integriert worden. Jede Landschaft hat ihren eigenen Reiz. Ich könnte stundenlang mir die schönen Landschaften anschauen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich nun in der Wüste, auf dem Eis, im Wald, auf dem Wasser, in der Luft auf einem Drachen oder auf einem Feuerberg befindet. Nicht nur die Weltoberfläche, nein auch die Dungeons und Städte sind dermaßen detailliert und farbenprächtig dargestellt, dass es einem schwerfällt, aus dem Staunen heraus zu kommen. Für die animierten Sequenzen zeichnet sich das legendäre Studio Ghibli aus, welches vor allem durch den Anime„Chihiros Reise ins Zauberland“ auf sich aufmerksam gemacht hat.

Das Spiel spielt sich wie ein Film aus dem Hause Ghibli. Wie man es aus ebendiesen Filmen nicht anders gewohnt ist, wirkt die Welt sehr fantasievoll und einheitlich wie aus einem Guss.

Für die musikalische Untermalung sorgt der weltberühmte Komponist Joe Hisaishi.
Joe Hisaishi ist quasi Ghibli’s Hauskomponist und seine Werke zum Spiel Ni No Kuni reichen von verspielt und episch über bedrohlich bis hin zu Ohrwürmern. Des Öfteren habe ich mich dabei ertappt, die schönen Melodien mitzusummen. Das schöne an der Hintergrundmusik ist, dass sie stets leichtgängig bleibt, nie aufgesetzt wirkt und vor allem auch nach dem 200. mal nicht eintönig oder gar nervig wirkt. Ich habe die musikalische Begleitung durchgehend als sehr angenehm empfunden und dementsprechend genießen können.

Ein Kampf am Abend

Ein Kampf am Abend

Die Sprachausgabe ist in Englisch. Zu der englischen Sprachausgabe gibt es deutsche Untertitel. Des Weiteren hat der Spieler die Möglichkeit der japanischen Sprachausgabe.

Die englische Synchronisation wirkt meines Erachtens sehr gelungen. Die einzelnen Sprecher der Charaktere machen einen hervorragenden Job, geradewegs Tröpfchens Synchronisation gefällt mir sehr gut. Passend zum Geschehen transportiert die Synchronstimme die jeweilige Emotion. Dabei spielt es keine Rolle ob ein Charaktere stirbt, sich freut, lacht, weint oder sehr wütend ist.

Ni No Kuni bietet eine offenkundige frei begehbare Spielwelt. In den Städten hört man das Getümmel der Leute, in den Wäldern das fließen des Wassers oder das Rauschen der Bäume. Die Atmosphäre die dem Spieler dadurch nahegebracht wird ist einzigartig.

In Ni No Kuni gibt es die Möglichkeit Kreaturen zu besiegen und mit etwas Glück zu zähmen. Gelingt es uns eine Kreatur zu zähmen, so gehört sie uns. Es gibt weit über 250 Kreaturen. Gezähmte Kreaturen lassen sich mit Waffen, Rüstungen, Schmuck, Amuletten usw. ausrüsten. Ebenso wie die Charaktere sich mit Waffen ausrüsten und leveln, so können die gezähmten Kreaturen auch bis Level 99 kämpfen. Um das volle Potenzial einer Kreatur zu nutzen, müssen wir sie zu unseren Vertrauten machen. Die maximale Anzahl von vollen Herzen beträgt 5. Wir füllen die Herzen, indem wir der Kreatur Leckereien anbieten. Verschiedene Leckereien geben verschiedene Boni.

Der Spieler kann so viele Kreaturen einfangen, wie er möchte. Diese werden dann im sogenannten Schlupfloch verwahrt. Hier hat er ebenso die Möglichkeit die Kreaturen wieder freizulassen. Mit fortlaufender Handlung gesellen sich 3 weitere Charaktere zu Oliver hinzu. Jeder Charaktere kann 3 Kreaturen im Kampf befehligen.
Maximal können 3 Charaktere mit jeweils 3 Kreaturen im Kampf kämpfen. Der 4. Charaktere sitzt sozusagen auf der Ersatzbank und kann vor oder nach dem Kampf ausgetauscht werden. Die Kämpfe gestalten sich als sehr herausfordernd und abwechslungsreich. Es gibt sehr viele Möglichkeiten einen Kampf zu bestreiten.

Die gezähmten Monster haben je nach Art verschiedene Tricks auf Lager und eine Spezialattacke. Die meisten Tricks haben eine unterstützende, eine defensive und eine offensive Wirkung. Nach jedem Kampf bekommt der Spieler zumeist Items, Geld und Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Die Kreaturen können sich, ähnlich wie bei Pokemon, in verschiedene Richtungen entwickeln. Aus der Grundform entwickelt sich die entwickelte Form und daraus ist es uns möglich entweder die optional entwickelte Form A oder die optional entwickelte Form B zu wählen. Wobei die beiden letzteren Formen sich vom Typ und den Fähigkeiten her stark unterscheiden.

Ein Endboss

Ein Endboss

Im Kampfsystem lässt es sich in den Echtzeitkämpfen zwischen den Charakteren hin und her wechseln. So ist es uns möglich, Oliver, Esther oder Sven zu spielen. Alle Charaktere haben nun verschiedene Möglichkeiten. Sie können eine gezähmte Kreatur in den Kampf schicken und mit dieser weiterkämpfen, oder sie können zum Beispiel Zauber anwenden, sich verteidigen, Items aus dem Proviant nehmen, die Taktik der Mitstreiter umstellen oder gar aus einem aussichtslosem Kampf fliehen. Schön daran ist, dass es beinahe jederzeit möglich ist, eine angefangene Aktion abzubrechen und so dem Gegner gekonnt den Wind aus den Segeln zu nehmen. Von besonderer Bedeutung ist jedoch, dass beinahe alle Fähigkeiten eine „Cool Down“ Phase haben. Das bedeutet, die Fähigkeit muss sich erst wieder regenerieren, bevor sie erneut eingesetzt werden kann. Ähnlich wie euer gewählter Charaktere, so hat auch euer Vertrauter im Kampf verschiedene Optionsmöglichkeiten. So kann er verschiedene Tricks auf den Gegner anwenden, sich ebenfalls verteidigen oder gar Kraft sammeln und dementsprechend besonders stark zuschlagen.

Die Kämpfe werden mit der Zeit immer fordernder. Gerade, die Boss kämpfe, nehmen an Schwierigkeit ungemein zu.

Emotionen werden auch in Ni No Kuni großgeschrieben. Beinahe jeder Charaktere hängt irgendwie mit Oliver zusammen. Viele Personen sind mit Menschen aus Olivers Heimatstadt Motorville verbunden. Wenn in der Parallelwelt ein Bewohner Schwierigkeiten hat, so ist es uns möglich diesem in Motorville zu helfen. Die Welten sind alle miteinander verknüpft. Ebenso die Menschen zwischen und auf diesen Welten hängen alle miteinander zusammen.

In jeder Stadt gibt es einen Waffenladen, eine Herberge zum Übernachten, jemanden der das Sagen hat (König, Chef usw.), ein Leckereien Laden und einen Auftragsexpress.

Bei eben diesem Auftragsexpress ist es uns möglich, Monsterjagden zu machen oder Aufträge anzunehmen und zu erledigen. Ist dieses geschafft, so bekommt der Spieler Stempelkarten. Diese kann er dann beim Auftragsexpress sich gutschreiben lassen und sammeln. Je mehr Stempelkarten man voll hat, desto höher fällt der Bonus beim Einlösen aus. Einige Monsterjagden haben es wirklich in sich.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass nach dem eigentlichem Ende der Hauptstory diese noch weitergeht. Es ist dem Spieler möglich noch mehr Aufträge und Monsterjagden anzunehmen, um am Ende ein ganz besonderes Finale zu erleben.

Das Schloss

Das Schloss

Ich habe es bisher in noch keinem Spiel geschafft 100 Prozent bei den Trophäen für die Playstation 3 zu erlangen. Selbst nach 115 Stunden Spielzeit bei Ni No Kuni fehlen mir noch mindestens 5 weitere Trophäen. Wenn man das normale Spielende erreicht hat, ist alles Weitere stark auf Kämpfen ausgelegt. Das bedeutet, dass die Charaktere und auch die Vertrauten immer weiter aufsteigen bis Level 99. Um dorthin zu kommen, benötigt man allerdings sehr viel Geduld wie ebenso viele Erfahrungspunkte. Genau so viel Geduld erfordert es, die Kreaturen bis zum Ende zu füttern. Es dauert sehr lange, bis diese alle fünf Herzen komplett gefüllt haben. Mir und meiner Freundin hat dieses Spiel wahrhaftig sehr viel Freude bereitet. Am Anfang kommt man aus dem Staunen kaum noch heraus. Das Spiel ist sehr einsteigerfreundlich. Der Spieler bekommt Schritt für Schritt alles erklärt und hat immer wieder die Möglichkeit anhand des sprechenden Steins im Inventar alles noch einmal nachzulesen. Vielleicht mag es für den ein oder anderen zu Beginn etwas viel an Möglichkeiten bieten, aber da diese erst nach und nach freigegeben werden ist der Spieler so weit nicht überfordert.

Das Spiel hat sehr viele positive Kritiken im Internet und auch in Fachzeitschriften bekommen. Ein Gerücht kursiert bereits, dass ein 2. Teil geplant ist.
Wenn dem so ist, ich werde gespannt auf diesen warten.
Ni No Kuni sollte in keiner Rollenspielsammlung für Konsolen fehlen.
Wer etwas altes Flair von grandiosen Rollenspielen sucht, ist hier bei Ni No Kuni genau richtig. Kaufen kaufen Kaufen…!

Hier findet ihr tolle Anime-Klassiker von Hayao Miyazaki

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013-2014 Namco Bandai Games Germany GmbH

Dieses Spiel ist exklusiv nur auf Playstation 3 erschienen und kann unter anderem bei Amazon als Standard Edition und als Wizard’s Edition erworben werden.

Marvel Comic Klassiker (4): Wolverine #1: Tod in Japan [Feest, Juli 1992]

Heute widme ich mich mal wieder einem Klassiker. Und zwar einem wirklichen Klassiker. Wolverine: Tod in Japan vom Feest Verlag.

Wolverine #1: Tod in Japan

Logan ist ein Mutant mit außergewöhnlichen Selbstheilungskräften, einem Adamantiumskelett und rasiermesserscharfen Klauen, und als Wolverine ist er auch ein Mitglied der X-Men.
Eigentlich wollte Wolverine nur nach Japan, weil seine große Liebe Mariko den Kontakt zu ihm vollständig abgebrochen hat. Als er jedoch in Tokyo ankommt und dort von seinem Freund und ehemaligen Mitstreiter Andou erfährt, dass Mariko nun verheiratet ist, sieht er nur noch eine Möglichkeit. Logan muss Mariko aufsuchen und sie persönlich zur Rede stellen. Dass aber auch ihr tot geglaubter Vater wieder das Oberhaupt des Yashida Clans gibt, bleibt dabei nicht die einzige Überraschung.
Neben den Ninjas der Organisation „Hand“ muss sich Wolverine auch noch mit einer ziemlich zwielichtigen Kämpferin herumschlagen, die es nicht nur auf Logans Herz abgesehen hat.

(v.l.n.r.) Marvel / Condor / Feest / Panini

Mit diesem Album legte Feest die erste, nur vier Ausgaben umfassende, eigene Serie mit dem titelgebenden kleinen und sympathischen Kanadier mit dem großen Herzen und noch größeren Kampfgeist auf Deutsch vor. Neben diesem großformatigen Album gab es die Miniserie auch noch im Gruppe X Taschenbuch Nummer 14 vom Condor Verlag. Leider gehen in der Taschenbuchveröffentlichung viele Details der Zeichnungen verloren und auch der Text musste stark gekürzt werden um in diesem kleinem Format noch lesbar zu bleiben. Auch Panini hat sich dieser Miniserie nochmals angenommen und sie zum einen innerhalb der Reihe „Marvel Exklusiv Sonderband #5“ und als eigenständigen Band mit dem Titel „Wolverine“ veröffentlicht. Das Feest Album hat den Charme der Farbraster und das Handlettering was es für mich zur besten Version macht. Dafür ist aber leider die Bindung eher bescheiden, wodurch man selbst bei sorgfältiger Behandlung in kürzester Zeit eine lose Blatt-Sammlung hat. Paninis Veröffentlichungen haben dafür von allen Versionen (auch zum US-Original) die kräftigsten Farben, was wohl auch am verwendeten Papier liegt. Die Übersetzungen sind sowohl bei Feest als auch Panini sehr nah am Original. Während somit das Feest Album und die Paniniveröffentlichungen dem US-Original noch am ähnlichsten ist muss man bei der Condor-Taschenbuch-Version sehr starke Abstriche machen. Die Bilder sind stark verkleinert wodurch viele Details verloren gehen und ähnlich ist es auch mit dem Text. So wurde aus „Er ist gross und bösartig, ein Einzelgängergrizzly. Es gibt keine tödlichere und schrecklichere Kreatur… …ausser mir. Seine Klauen leuchten im Halbdunkel. Meine auch.“ das verstümmelte Fragment „Da ist er! Ein großer, bösartiger Grizzly! Die… …Klauen blitzen! Ha!“. Dies ist ein sehr gutes Beispiel, wie stark für die Taschenbuchausgaben gekürzt werden musste. Doch neben diesem Problem gibt es noch ein weiteres. Die Farben sind in der Taschenbuchversion zwar ähnlich, aber wesentlich dunkler und vermitteln auch durch fehlende und anders gesetzte Schattierungen sehr viel von der eigentlichen Stimmung. Ungeachtet dessen für welche Veröffentlichung man sich entscheidet, erwartet einen dennoch ein wahrer Klassiker.

(v.l.n.r.) Marvel / Condor / Feest / Panini

Niemand anderes als der X-Autor schlechthin, Chris Claremont hat sich mit dem Zeichner zusammengetan, der wenige Jahre später auch noch Daredevil und Batman neu definieren sollte. Die Rede ist hierbei von Frank Miller. Claremont war der Autor, der Mitte der siebziger Jahre Marvels Mutanten mit dem Giant Size X-Men #1 aus dem Dornröschenschlaf weckte. Es folgte ein beispielloser Run bei den Uncanny X-Men der auch heute noch unter vielen Fans als einer der einflussreichsten und langanhaltensten Läufe in der Comicgeschichte gehört. Er führte neue Figuren und Verknüpfungen ein die auch heute noch Bestand haben. Ähnlich ist es mit Frank Miller. Seine späteren Werke wie eben Sin City und 300, und seine Arbeiten an Daredevil oder Batman, werden nicht ohne Grund von vielen Comicfans so bewundert. Immer wieder schaffte er es sich selbst und die Figuren, mit denen er arbeitete, neu zu definieren oder auf die nächste Stufe ihrer Entwicklung zu heben.

Beide schaffen es den ursprünglich als Hulk-Gegner kreierten (in US-Incredible Hulk #181) Charakter hier neu zu erschaffen und mit einer glaubhaften und tragischen Vergangenheit auszustatten. Wolverine wird hier nicht mehr nur als wilder Berserker und Opfer des Waffe X-Projektes präsentiert, sondern als ein intelligenter und kampferfahrener Profi, der sein Herz an eine wunderschöne Frau verloren hat. Eingerahmt wird diese Liebesgeschichte mit einer Mischung aus klassischem Eastern und knallharter Agentenaction. Heraus kommt dabei eine glaubwürdige Geschichte mit wirklich tollen Bildern von einem noch jungen und frischen Frank Miller. Während Chris Claremont von vielen gefeiert wird, gibt es aber auch Kritiker seiner Werke. Oftmals wird er als „Schwafler“ bezeichnet, denn seine Geschichten sind oft extrem textlastig und von Wiederholungen geprägt. Sehr viele Rückblicke, aus nicht allzu weit zurückliegender Vergangenheit, verlangsamen oftmals den Lesefluss oder unterbrechen ihn sogar. In diesem Fall ist es aber glücklicherweise noch nicht so ausgeprägt.

Sehr gut dazu passen dann auch Frank Millers Bilder. Sein Spiel mit Licht und Schatten, sowie die hier schon beginnende, aber leider noch viel zu unausgeprägte, Arbeit mit Silhouetten und fehlenden Hintergründen als Stilmitten sind wunderschön anzusehen. Insgesamt ist es aber auch durch die Panelaufteilung und die Kolorierung leider grafisch gesehen nur ein Comic unter vielen aus den frühen achtziger Jahren. Wo wir gerade bei der Kolorierung sind. Diese ist, wie es eben zu dieser Zeit üblich war, noch nicht mit Computern gemacht worden, sondern in Handarbeit. Und dies merkt man eben auch. Kleinere „Fehler“ machen hierbei einen ganz bestimmten Charme aus und die doch sehr groben Farbraster erinnern an die typischen Roy Lichtenstein-Gemälde.

Einen Nachteil hat Miller aber zu dieser Zeit trotzdem gehabt. Er besaß noch keinen wirklichen eigenen Stil und wirkt daher stellenweise nur wie ein Zeichner von vielen, die Marvel zu dieser Zeit hatte. Dies ist nicht unbedingt schlecht, denn seine Kollegen haben damals wirklich tolle Arbeiten abgeliefert, aber wenn man nur im direkten Vergleich und bei sehr genauem Hinschauen den Unterschied zwischen einen Frank Miller, Dave Cockrum, Ross Andru, Al Milgrom oder Bob McLeod sieht, dann wirkt es fast schon zu abwechslungsarm.

Ebenfalls leicht negativ fällt hier in dieser Version das Lettering des Bandes auf. Dieses ist zwar wunderschön anzusehen, da es sich um echtes Handlettering handelt, was bedeutet, dass die Texte hier von Hand geschrieben wurden und nicht mit einer handschriftähnlichen Schriftart generiert werden. Der Nachteil ist jedoch, dass es in bestimmten Situationen schwerer lesbar ist, weil der Text eben gequetscht oder unnatürlich angeordnet werden musste.

FAZIT:

Alles in allem bleibt dennoch ein wirklich toller Klassiker übrig, der auch heute noch überzeugen kann. Selbst ohne eine mögliche Fanboy Nostalgie-Brille ist dieser Band etwas Besonderes. Er überzeugt mit einer eindrucksvollen Geschichte, die von ebenso stimmungsvollen Bildern getragen wird. Für mich ist dieser Band auf jeden Fall eine Pflichtlektüre im Bereich der US-Superhelden. Denn Claremont und Miller haben hier wirklich etwas Zeitloses geschaffen das auch heute noch Begeistern kann.

Zu finden ist dieser Klassiker in der ein oder anderen Version auf Ebay, den üblichen Comicmarktplätzn oder Trödel- und Flohmärkten.

Perfect Blue (Uncut) DVD [Modern Graphics, 2001]

In meinem heutigen Artikel möchte ich einen Anime vorstellen, der unter Kennern schon lange etwas ganz besonderes ist. Nicht nur weil der Film unter der Regie des inzwischen leider verstorbenen Satoshi Kon entstand, sondern weil er schon bei seiner Deutschlandpremiere auf den internationalen Filmfestspielen in Berlin am 16. Februar 1998, durch seine Story und seine gekonnte Inszenierung sofort einen festen Fankreis begeistern konnte.

Perfect Blue [パーフェクトブルー Pāfekuto Burū]
(Japan 1997)

Regie: Satoshi Kon
Drehbuch: Sadayuki Murai
Produktion: Hiroaki Inoue, Haruyo Kanesaku, Masao Maruyama, Yutaka Maseba
Musik: Masahiro Ikumi
Kamera: Hisao Shirai
Schnitt: Harutoshi Ogata
Budget: 3 MillionenUS-Dollar
Produktionszeit: 2 Jahre
Laufzeit: 81 Minuten
FSK: 16 Jahre
Synchronsprecher:

  • Mima Kirikoe: Junko Iwao (japanisch), Solveig Duda (deutsch)
  • Rumi: Rika Matsumoto (japanisch), Carin C. Tietze (deutsch)
  • Tadokoro: Shimpachi Tsuji (japanisch), Claus Brockmeier (deutsch)
  • Me-Maniac/Uchida: Masaaki Ōkura (japanisch), Philipp Brammer (deutsch)

Inhalt:

Cham noch als Trio unterwegs.

Mima Kirikoe ist Popsängerin (oder wie es sich in Japan nennt, ein Popidol) in dem Musiktrio Cham. Doch nach zwei erfolgreichen Jahren entschließt sich Mima ihre Karriere als Popidol an den Nagel zu hängen und als Schauspielerin durchzustarten. Ihre Fans sind natürlich alles andere als begeistert. Besonders der eher unauffällige Uchida, der im geheimen eine Fanseite über sein Idol mit allen möglichen privaten Infos betreibt.

Eine kleine 1. Rolle als Schauspielerin.

Anfangs schafft es Mimas Agent ihr in der Serie „Double Bind“ nur eine kleine Nebenrolle mit wenigen Worten zu sichern, aber schon sehr schnell soll ihre Rolle ausgebaut werden. Leider geht dies aber auch nur durch Nacktaufnahmen und eine Vergewaltigungsszene. Trotz aller Bedenken entschließt sich Mima dieses Opfer zu bringen ohne zu merken wie sehr es doch an ihren nerven zehrt. Dazu kommt noch das unsichere Gefühl verfolgt zu werden da ein ihr noch Unbekannter eine Webseite betreibt, auf der sehr private Informationen und Bilder von ihr veröffenlicht werden.

Uchida. Ist er derjenige der Mima in den Wahnsinn treibt?

Nach und nach häufen sich auch seltsame Ereignisse wie zum Beispiel der Mord an dem Fotografen der die Aktaufnahmen von Mima geschossen hat. Mima verliert immer mehr den Bezug zwischen Wirklichkeit, Serienrollenfigur und Traum. Doch was dann geschieht kann selbst Mima nicht glauben, als sich ihr der Drahtzieher hinter all den vergangenen Ereignisse offenbart…

Fazit:

Mima mal 2? Was ist Traum und was Realität?

„Perfect Blue“ ist ein grandioser Psychothriller mit einigen Wendungen und sehr dichter und verzwickter Story. Sobald Mimas Selbstzweifel einsetzen fängt auch der Zuseher an den gezeigten Bildern nicht mehr vollends Glauben zu schenken. Schnell ertappt man sich bei der Frage welche der Szenen denn nun in Mimas Kopf stattfinden und welche real sind.
Auch grafisch ist Perfect Blue meilenweit von dem entfernt was viele als Anime kennen. Nicht bonbonbunt und schrill, was allgemein als typisch japanisch bezeichnet wird, sondern düster und mysteriös. Die Charaktere sind so gut ausgearbeitet das eine emotionale Bindung zwischen „Darsteller“ und Zuschauer sehr schnell aufgebaut wird. Unterstützt wird dies durch die sehr gute deutsche Synchronisation welche auch kleinste Gefühlsnuancen perfekt transportiert.

Auch als Duo sehr erfolgreich. Cham ohne Mima.

Neben dem an sich schon fast überpräsenten Psychothriller-Charakter kommt auch ein wenig die Kritik an dem Popidol-Machenschaften in Japan zum tragen. Popidole sind schnell herangezüchtet und das meiste Geld machen die Manager. Sobald das Interesse dann nach lässt werden die Idole fallengelassen und neue Idole präsentiert. Dies ist auch einer der Gründe warum Mima sich dann von der Musikkarriere abwendet und sich mit der Schauspielerei ein zweites Standbein schaffen will. Auch wenn sie sich anfangs schon ein wenig ärgert das ihre ehemaligen Kolleginnen nun als Duo erfolgreicher zu sein scheinen als sie es als Trio waren.

Für Fans von aussergewöhnlichen Filmen, seien es Animes, Psychothriller oder was auch immer, ist „Perfect Blue“ auf jeden Fall ein Geheimtipp, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Wer sich jetzt diesen Film gerne gönnen möchte sollte aber aufpassen. Es gibt inzwischen viele Versionen auf dem deutschen Markt. Mir vorgelegen für diesen Artikel hat die erste Auflage von Rapid Eye Movies (im Vertrieb von Modern Graphics) von 2001. Diese ist genau wie die zweite Auflage welche sich nur durch ein leicht verändertes Cover unterscheidet ebenfalls uncut. Auch wenn diese beiden Versionen oft mit einer Laufzeit von 85 Minuten angegeben werden, handelt es sich dabei um einen Fehler. Die tatsächliche Laufzeit inklusive Abspann beträgt nur 78 Minuten. Diese beiden Versionen sind neben dem deutschen und japanischen Ton in Dolby Digital 5.1, was das Bonusmaterial betrifft leider etwas spärlich ausgestattet. Sie kommen beide nur mit zwei Trailern (dt. & jap.), einer Bildergalerie, Produktionsnotizen sowie ein bisschen Werbung für Rapide Eye Movies daher (alles zusammen ca. 3 Minuten) alles auf einer DVD-5 untergebracht.
Etwas besser ausgestattet sind da schon die neueren Auflagen von 2009 (im Vertrieb von Al!ve) und 2010 (Intro Edition Asien 13). Diese kommen neben dem ebenfalls ungekürzten Film (auch wenn dies nicht mehr explizit auf dem Cover angegeben wird) mit satten 86 Minuten Bonusmaterial auf einer DVD-9 daher. Enthalten sind Perfect Blue-Vorlesung (41:07 Min.), Into the Blue (29:46 Min.), Kinotrailer (Deutsch) (01:48 Min.), Kinotrailer (OmU) (01:58 Min.) & Trailer zu weiteren REM-Titeln (Der große Japaner – Dainipponjin (01:31 Min.), Die Tragödie der Belladonna (02:55 Min.), Genius Party (00:55 Min.), Mind Game (01:37 Min.), Tamala 2010 – A punk cat in space (02:25 Min.), The Place promised in your early days (02:18 Min.)).

Wenn man also die Chance hat und dem Bonusmaterial nicht abgeneigt ist, sollte man zu den neueren Auflagen greifen. Für alle anderen sind die ersten beiden Auflagen eine günstige Möglichkeit (via Ebay zum Beispiel) an den reinen Film zu kommen. Man sollte sich nur nicht von den verwirrenden Laufzeitangaben verunsichern lassen, da in Deutschland nur die ungeschnittene Unrated-Fassung erschienen ist. Einzig die US-VHS-Fassung gab es auch in der gekürzten R-Rated Fassung, wohingegen die US-DVD-Fassung ebenfalls ungekürzt ist.

„Perfect Blue“ (Ali!ve) (2009) bei Amazon kaufen.
„Perfect Blue“ (Intro Asien Edition 13) (2010) bei Amazon kaufen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2001-2012 Rapide Eye Movies