Precious Lies – Lying Mii-Kun and Broken Maa-Chan [Egmont Manga & Anime, Juni 2012]

Für die heutige Review habe ich erneut ein Rezensionsexemplar erhalten. Die Egmont Verlagsgesellschaften waren so freundlich mich mit diesem Manga aus der Egmont Manga & Anime-Abteilung auszustatten. Vielen Dank hierfür von meiner Seite aus.

Precious Lies – Lying Mii-Kun and Broken Maa-Chan

10 Jahre ist es her, dass die beiden Kinder Maa-Chan und Mii-Kun Opfer einer Entführung wurden, bei der sie auch den Tod ihrer Eltern mit ansehen mussten. Nun ist es Maa-Chan die ebenfalls zwei Kinder seit Tagen bei sich versteckt. Doch als plötzlich auch ihr alter Leidensgenosse Mii-Kun bei ihr vor der Tür steht, entwickelt sich die Entführung in eine ungeahnte Richtung. Zeitgleich macht ein Serienmörder, der es vorrangig auf junge Frauen abgesehen hat, von sich Reden. Doch wie hängen die Ereignisse von vor 10 Jahren mit den aktuellen zusammen? Denn eines ist sicher. Es gibt einen Entführer und einen Mörder, und einer der beiden ist Maa-Chan. Aber welcher, und wer ist dann der andere?

Precious Lies ist in erster Linie ein Roman und eine darauf folgende Filmadaption. Dies merkt man dem Manga auch an, was durchaus positiv gemeint ist. Die Charaktere sind klar strukturiert und das Setting ist sehr gut ausgearbeitet. Zumindest am Anfang, denn je weiter die Geschichte voranschreitet, desto abstruser wird sie. Was im weiteren Verlauf passiert, hat man so schon hunderte Male, teilweise auch spannender, gesehen. Einige Wendungen ergeben keinen Sinn und wirken dadurch stark gekünstelt. Ebenfalls verwirrend ist die Tatsache, dass immer wieder zwischen der Sicht des Lesers und Zuschauers und der Perspektive von Mii-Kun gewechselt wird, und dies ohne erkennbare Trennung und Grund. Was dadurch ebenfalls seltsam anmutet, ist, dass durch diesen Wechsel auch nie der volle Name von Mii-Kun fällt, der von Maa-Chan aber schon. Dennoch gibt es auch Positives im Verlauf der Geschichte. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist nicht immer ganz klar abgegrenzt, wodurch auch vom Leser eine nicht unerhebliche Aufmerksamkeit eingefordert wird, wenn er denn dem Abenteuer folgen möchte.

Zeichnerisch gibt es nichts zu meckern. Fast schon typische Standard-Mangakost wird hier geboten. Das ist nicht schlecht, aber eben auch nichts Besonderes. Die Figuren sind immer klar zu erkennen und zu unterscheiden. Die Bilder vermitteln die notwendige Dynamik und auch die Emotionen sind den Figuren aus dem Gesicht, sowie von der Körperhaltung abzulesen.
 Wie bei Mangas sonst üblich wird hier aber der Einsatz von sogenannten Rasterfolien minimiert und fast ausschließlich für die Hintergründe eingesetzt. Auch sonst wird mit der Farbgebung in Form unterschiedlicher Grautöne eher sparsam umgegangen. Stattdessen werden verstärkt Schraffuren eingesetzt.



FAZIT:



Am Ende bleibt ein durchaus unterhaltsamer Thriller übrig, der sehr vielversprechend beginnt und sich in den ersten zwei Dritteln enorm entwickelt, danach aber leider ein wenig im Einheitsbrei seiner Genrevertreter versackt. Bis dahin wird man als Leser aber regelrecht in den Bann gezogen und fiebert mit den beiden Opfern und auch ihren Peinigern mit. Dies wird von den Zeichnungen, die von Anfang bis Ende gelungen sind, noch unterstützt. Somit ist dieser Einzelband nicht nur für Mangafans einen lohnenden Blick wert.

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X-Men (Vol. 2) #132 [Panini, Dezember 2011]

Heute geht es ein wenig zurück zum Ende des letzten Jahres, als Spider-Man einen Gastauftritt bei den X-Men hatte und dort die Story aus der Spider-Man Storyline „Häutung“ ein wenig fortgeführt wurde…

X-Men (Vol. 2) #132

Die X-Men sind nicht gerade beliebt. Das soll sich ändern und am besten macht sich das wenn man als X-Men sich auch den ganz alltäglichen Gefahren widmet. Und als sich die Informationen über verschwundene Kinder mehren, sehen die X-Men ihre Chance ihr Ansehen ein wenig aufzupolieren.

Laut den Infos die Cypher zusammentragen konnte liegt die Lösung für dieses Rätsel unter der Erde in der Kanalisation von New York. Also machen sich die X-Men bestehend aus Emma Frost, Storm, Wolverine und Gambit ab in die stinkende Unterwelt um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Ziemlich schnell treffen die vier dabei nicht nur auf seltsame Echsenwesen, sondern auch auf Spider-Man.

Zwischenzeitlich hat der kleine Nerd Max, mit seinem Leben zu kämpfen. Denn immer wieder ist er das Ziel von Angriffen und so kommt es Max wie gerufen als er per Mail kontaktiert wird, mit dem Versprechen, dass sich sein Leben verändern wird. Doch als Max der Einladung folgt, landet er statt dessen mit einigen anderen Kids in einer Zelle…

Auch die X-Men samt Spider-Man kommen den Kids langsam näher und treffen dabei auf einen mehr oder weniger alten Bekannten, der sich den ehemaligen Wissenschaftler Curt Connors bzw. dessen inzwischen tierischen Echsen-Ichs bemächtigt um seine finsteren Pläne umzusetzen…

Doch das schlimmste kommt erst noch, als Max mutiert wird, und als Kämpfer gegen die X-Men geschickt wird, die natürlich den Jungen nicht verletzen wollen. Die X-Men sind aber auch dann noch nicht aus dem gröbsten denn der falsche McCoy schafft es das sich Wolverine, Storm und Gambit in Echsenartige Wesen verwandeln…

…einzig Emma Frost (dank ihrer Kristallform) und Spider-Man können der Mutation entgehen. Doch jetzt sehen sich die beiden ihren „ehemaligen“ Mitstreitern gegenüber, die aber nun ganz andere Interessen haben. Also bleibt Emma und Spidey nichts anderes übrig als erstmal den strategischen Rückzug anzutreten…

FAZIT:

Spidey und die X-Men. Das ist schon fast Tradition, das diese beiden Wege sich immer wieder kreuzen. Die Story ist leider nicht so der Bringer, auch wenn es eine indirekte Fortsetzung von Spideys „Häutung“-Storyline darstellt, aber das Ganze ist leider viel zu vorhersehbar. Dafür werden die Geschehnisse rasant und mit tollen Bildern von Chris Bachalo präsentiert. Sein kantiger und irgendwie schmutziger Stil passt zur Geschichte. Dafür kann Bachalo mit Anatomie irgendwie nichts anfangen, oder aber steht damit auf Kriegsfuss.
Insgesamt sind die Zeichnungen auch durch die Farbgebung in dunklen Braun-, Blau-, Grau- und Grüntönen passend und werden immer nur durch Spideys kleines Rot/Blaues durchbrochen.
Ansonsten bietet sich dem Leser eher Durchschnittskost und ist mehr oder weniger für Spidey-Komplettisten interessant die gerne wissen wollen wie es mit Connors/Echse nach der Häutung weitergeht.

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