Dominiks Comics im April 2021

Dominik_AVAEs ist wirklich schwierig, nicht so viele Comics auf einmal zu bestellen. Ich wollte doch kürzertreten. Ich wollte doch weniger Geld monatlich für meine Comics ausgeben. Wie dem auch sei, nun freue ich mich natürlich auf meine Lieferung. Diese hat es in sich, denn es sind einige schwerkalibrige  Brocken mit dabei. Mit Sicherheit werden demnächst ein paar Reviews aus den monatlichen Lieferungen hier auf dem Blog erscheinen 😉
Es grüßt
euer MysteriouslyBuddha

IMG20210407183324

Weiterlesen

Ultimo #1 [EMA, Oktober 2012]

Heute gibt es eine neue Mangaserie. Doch diese hat etwas Besonderes an sich. Als Autor darf der Marvel Mastermind schlechthin auftreten. Stan Lee. Deshalb war ich so frei und habe bei Egmont nach einem Rezensionsexemplar angefragt und dieses auch erhalten. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken. Ob aber Stan Lee seine Arbeit in fremden Gefilden jetzt auch gut erledigt hat, könnt ihr nun hier lesen …

Ultimo #1

Ultimo ist ein Karakuri-Doji. Eine Waffe in den falschen Händen. Und auch in den richtigen Händen sehr gefährlich. Außerdem hat Ultimo einen Bruder. Vice, das ultimative Böse, während Ultimo das ultimative Gute verkörpern soll. Beide wurden von einem mysteriösen Mann namens Dunstan im feudalen Japan des 12. Jahrhunderts erschaffen, der herausfinden wollte, welche der beiden Mächte, das Gute oder das Böse, stärker wäre.
Doch jetzt in der Neuzeit erinnert sich niemand mehr an diese beiden „Kampfmaschinen“ bis ein junger Mann Ultimo in einem Antiquitätengeschäft entdeckt. Ab diesem Moment gerät sein Leben aus den Fugen und es eröffnet sich ihm eine lange vergessene Welt …

Der geheimnsvolle Dunstan.

Der geheimnsvolle Dunstan.

Mit Karakuri-Doji Ultimo versucht Marvel-Legende und Altmeister Stan Lee, nun auch Fuß im Mangabereich zu fassen. Zusammen mit Manga-Ka Hiroyuki Takei erschafft er dabei eine faszinierende Welt, die sowohl im feudalen Japan, als auch in der Gegenwart glaubwürdig herüberkommt. Trotz all dieser Anerkennung, auch für das, was Stan Lee für den amerikanischen Comicmarkt geschaffen hat, wirkt diese Story nicht wirklich wie aus seiner Feder. Die Grundidee ist vielleicht von ihm, aber die komplett ausgearbeitete Storyline trägt einfach nicht seine Handschrift. Dadurch entsteht eher der Verdacht, dass sein Name hier nur aus Werbezwecken so groß auf den Titel gepackt wurde.

Vice (links) und Ultimo (rechts).

Vice (links) und Ultimo (rechts).

Grafisch kann der Band dafür auf voller Linie überzeugen. Auch wenn es „nur“ typische Mangakost ist, sind die Bilder für meinen Geschmack ideal um die Story zu tragen. Dynamische Panelaufteilung, actionreiche Perspektiven, emotionale Mimik und Gestik und dramatischer Seitenaufbau. Hier war ein wahrer Kenner der Materie am Werk. Möglicherweise trägt aber auch genau dies dazu bei, dass Stan Lees Handschrift beim Storytelling ein wenig verwischt. Dadurch, dass sich die Geschichte auch über mehrere Jahrhunderte zieht und es zu Wiedergeburten kommt, ist es besonders wichtig, dass die wiedergeborenen Figuren klar erkennbar bleiben. Auch das schafft Takei sehr gut.

Chaos in Tokyo.

Chaos in Tokyo.

FAZIT:

Die erste Ausgabe von Ultimo ist insgesamt ein gelungener und unterhaltsamer Einstieg, der Lust auf mehr macht. Die Story ist spannend und mit gut ausgearbeiteten Charakteren versehen, bei denen auch das Mitfühlen nicht schwerfällt. Durch den gemäßigten und dennoch nicht langweiligen Storyaufbau werden sowohl die Charaktere als auch die Grundstory erfreulich einfach präsentiert, sodass man sich als Leser nicht überfordert fühlt, aber dennoch ein vollständiges und lebendiges Universum entsteht.
Somit ist Ultimo auch ein Blick für Leser wert, welche bisher kaum Berührungen mit Mangas hatten und gerne einmal in diese Richtung der Comicliteratur hineinschnuppern möchten.

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse.

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse.

„Ultimo“ #1 bei Egmont Manga & Anime bestellen.
„Ultimo“ #1 bei Amazon bestellen.

Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2009-2012 SHUEISHA / Egmont Manga & Anime

Precious Lies – Lying Mii-Kun and Broken Maa-Chan [Egmont Manga & Anime, Juni 2012]

Für die heutige Review habe ich erneut ein Rezensionsexemplar erhalten. Die Egmont Verlagsgesellschaften waren so freundlich mich mit diesem Manga aus der Egmont Manga & Anime-Abteilung auszustatten. Vielen Dank hierfür von meiner Seite aus.

Precious Lies – Lying Mii-Kun and Broken Maa-Chan

10 Jahre ist es her, dass die beiden Kinder Maa-Chan und Mii-Kun Opfer einer Entführung wurden, bei der sie auch den Tod ihrer Eltern mit ansehen mussten. Nun ist es Maa-Chan die ebenfalls zwei Kinder seit Tagen bei sich versteckt. Doch als plötzlich auch ihr alter Leidensgenosse Mii-Kun bei ihr vor der Tür steht, entwickelt sich die Entführung in eine ungeahnte Richtung. Zeitgleich macht ein Serienmörder, der es vorrangig auf junge Frauen abgesehen hat, von sich Reden. Doch wie hängen die Ereignisse von vor 10 Jahren mit den aktuellen zusammen? Denn eines ist sicher. Es gibt einen Entführer und einen Mörder, und einer der beiden ist Maa-Chan. Aber welcher, und wer ist dann der andere?

Precious Lies ist in erster Linie ein Roman und eine darauf folgende Filmadaption. Dies merkt man dem Manga auch an, was durchaus positiv gemeint ist. Die Charaktere sind klar strukturiert und das Setting ist sehr gut ausgearbeitet. Zumindest am Anfang, denn je weiter die Geschichte voranschreitet, desto abstruser wird sie. Was im weiteren Verlauf passiert, hat man so schon hunderte Male, teilweise auch spannender, gesehen. Einige Wendungen ergeben keinen Sinn und wirken dadurch stark gekünstelt. Ebenfalls verwirrend ist die Tatsache, dass immer wieder zwischen der Sicht des Lesers und Zuschauers und der Perspektive von Mii-Kun gewechselt wird, und dies ohne erkennbare Trennung und Grund. Was dadurch ebenfalls seltsam anmutet, ist, dass durch diesen Wechsel auch nie der volle Name von Mii-Kun fällt, der von Maa-Chan aber schon. Dennoch gibt es auch Positives im Verlauf der Geschichte. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist nicht immer ganz klar abgegrenzt, wodurch auch vom Leser eine nicht unerhebliche Aufmerksamkeit eingefordert wird, wenn er denn dem Abenteuer folgen möchte.

Zeichnerisch gibt es nichts zu meckern. Fast schon typische Standard-Mangakost wird hier geboten. Das ist nicht schlecht, aber eben auch nichts Besonderes. Die Figuren sind immer klar zu erkennen und zu unterscheiden. Die Bilder vermitteln die notwendige Dynamik und auch die Emotionen sind den Figuren aus dem Gesicht, sowie von der Körperhaltung abzulesen.
 Wie bei Mangas sonst üblich wird hier aber der Einsatz von sogenannten Rasterfolien minimiert und fast ausschließlich für die Hintergründe eingesetzt. Auch sonst wird mit der Farbgebung in Form unterschiedlicher Grautöne eher sparsam umgegangen. Stattdessen werden verstärkt Schraffuren eingesetzt.



FAZIT:



Am Ende bleibt ein durchaus unterhaltsamer Thriller übrig, der sehr vielversprechend beginnt und sich in den ersten zwei Dritteln enorm entwickelt, danach aber leider ein wenig im Einheitsbrei seiner Genrevertreter versackt. Bis dahin wird man als Leser aber regelrecht in den Bann gezogen und fiebert mit den beiden Opfern und auch ihren Peinigern mit. Dies wird von den Zeichnungen, die von Anfang bis Ende gelungen sind, noch unterstützt. Somit ist dieser Einzelband nicht nur für Mangafans einen lohnenden Blick wert.

„Precious Lies“ bei Manganet bestellen.
„Precious Lies“ bei Amazon bestellen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Kadokawa Shoten Co., Ltd. / Egmont Manga & Anime

The Ring Series #1: Ring (1) [Egmont Manga & Anime, Mai 2004]

Mit der heutigen Review wird es mysteriös. Vielleicht kennen ja einige von Euch die wirklich tolle Horror-Mystery-Filmreihe „The Ring“ aus Japan, in der ein verfluchtes Videoband jedem der es ansieht nach genau sieben Tagen den Tod bringt. Neben den zahlreichen Filmen die sich dem Roman von Koji Suzuki angenommen haben (inklusive der amerikanischen Remakes) gibt es auch eine sechs Bände umfassende Manga-Adaption. Heute möchte ich mit dem ersten Band dieser Reihe, welche hier in Deutschland von EMA (Egmont Manga & Anime) veröffentlicht wurde, beginnen.
Gleitet nun mit mir zusammen hinab in die schaurigen Welten des Fluches und Mysteriums von „Th Ring“…

The Ring Series #1: Ring (1)

Alles beginnt mit dem seltsamen Tod eines Mädchens und einer Videokassette. Jeder der diese Videokassette ansieht, stirbt genau eine Woche später. Das letzte Opfer ist eine Verwandte der Reporterin Reiko Asakawa die sich sofort auf die Suche nach dem Video und der Lösung des Rätsels macht. Schnell findet sie den Ort und das Video mit dem alles begann. Reiko sieht sich das Video an und hat ab sofort nur noch eine Woche zu leben. Nun muss sie schnell das Rätsel lösen um nicht zu sterben. Dabei greift sie auch auf die Unterstützung ihres Ex-Mannes zurück. Leider bleiben die Erfolge aus und als auch noch Reikos Sohn versehentlich das Video ansieht rennt die Zeit davon…
FAZIT:
Die Manga-Umsetzung des Erfolgsromanes von Kôji Suzuki kommt ebenfalls sehr dicht und atmosphärisch herüber. Leider erreicht er dabei nicht annähernd die beklemmende Atmosphäre des Romanes und schrammt ähnlich wie der Film an den wirklichen Angstgefühlen nur vorbei. Das liegt zum einen auch an der sehr spärlichen visuellen Umsetzung. Die Figuren wirken allesamt als wären sie noch Teenager und selbst alte Menschen jenseits der 50 haben Baby-Popo glatte Haut. Das macht sehr viel kaputt. Die Spannungssequenzen werden zwar durch gelungen Schwarz/Weiß-Abstufungen und Schraffuren herrlich in Szene gesetzt, aber wenn die Figuren dabei nicht stimmen wirkt das eher komisch als beängstigend.

„The Ring Series #1: Ring (1)“ Bei Amazon kaufen.