Der Killer Nr. 1: Querschläger [Speed, Mai 2002/Ehapa, Mai 2004]

Heute möchte ich den ersten Band einer Reihe vorstellen, den ich so wohl nie auf meinem Radar gehabt hätte, wenn es 2010 nicht den ersten deutschen Gratis Comic Tag gegeben hätte…

Der Killer: Querschläger

Der Killer hat den Auftrag einen einflussreichen Mann zu ermorden. Doch es passiert einfach nichts. Das Ziel taucht an dem vorbestimmten Ort nicht auf, und auch nach mehreren Tagen des Beobachtens finden sich keinerlei Anhaltspunkte das dies ein ernst gemeinter Auftrag zu sein scheint. Während all dieser Wartezeit kommt der Killer dabei ins Grübeln. Über sein Leben, seinen Job, seine Zukunft. Warum ist er das geworden was er ist? Wieso tut er, was er tut? Und weshalb sollte er damit weitermachen?
Nach mehr als 12 Tagen entschließt er sich seinen Auftraggeber zu kontaktieren und zu fragen ob dies ein echter Auftrag oder bloß eine Finte sei. Doch ausgerechnet während dieses Telefonats taucht das Ziel auf, und der Auftrag lautet nicht nur das Ziel auszuschalten, sondern auch keinerlei Zeugen zu hinterlassen.
Aber was ist mit einem Kind…?
FAZIT:
Ein wirklich grandioses Lese-Erlebnis. Über 90% des Bandes philosophiert der Killer über sein Leben und seine Arbeit, immer mit einem Blick auf den nächsten Auftrag. Dabei gleitet seine Erinnerung sowohl in seine eigene Vergangenheit, als auch in die Vergangenheit der gesamten Menschheit. Er stellt Fragen, und sucht Antworten, auf das Leben, den Tod und die Rechtfertigung mit dem Umgang beider unumstößlicher Tatsachen. Sehr schön finde ich vor allem seine Aussage: „Mir muss niemand was erzählen von Gerechtigkeit oder Moral.“, „Nicht mal Gott würde ich glauben. Für mich ist er vorbestraft.“ in dem er sein eigenes Handeln zu rechtfertigen versucht, und das obwohl er weiß das niemand da ist vor dem er sich rechtfertigen müsste. Als dann gegen Ende endlich noch sein Ziel auftaucht, läuft auch noch alles schief was nur schiefgehen kann. Ganz besonders gelungen finde ich auch die Darstellung seines geistigen „Zusammenbruchs“ durch das „Zerschneiden“ der einzelnen Panels.
Da ich ja sowohl den „alten“ Band von Speed (die erste Veröffentlichung in Deutschland sozusagen) hier liegen habe und auch die GCT 2010-Ausgabe, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, beide gegeneinander antreten zu lassen. Story, Layout und Lettering weisen hierbei keine Unterschiede auf. Am auffälligsten war jedoch die etwas bunter wirkende und kontraststärkere Kolorierung des GCT-Heftes. Dennoch haben mir die etwas weicheren Farben und Schattierungen des Speed-Bandes besser gefallen. Dieser Band ist mein persönlicher GCT 2010-Favorit.

Der Killer #1: Querschläger (Gratis Comic Tag 2010)

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