Review Kurzüberblick (10) (The Walking Dead Nr. 5 & Zauber Nr. 1)

Mit etwas Pause geht es heute auch mit dem Review-Kurzüberblick weiter. Hier findet ihr wie immer eine bunte Verlagsmischung aus allen Genres. Es wird brutal, dramatisch und zauberhaft …

Comic Review Kurzüberblick

The Walking Dead Nr. 5: Die beste Verteidigung [Cross Cult, Oktober 2007]

Das Gefängnis ist endlich sicher und langsam könnte eine gewisse Normalität einziehen. Doch es droht neue Gefahr. Innerhalb der Gruppe kriselt es. Während sich zwischen Tyreese und Michonne etwas anbahnt, ist Carol enttäuscht und sucht ihre Flucht bei Rick und Lori. Aber auch zwischen Rick und Tyreese ist nicht alles zum Besten bestellt. Plötzlich taucht über dem Gefängnis ein Hubschrauber auf, der kurz darauf abstürzt. Rick, Glenn und Michonne machen sich auf den Weg um den Insassen des Hubschraubers zu helfen und treffen dabei auf weitere Flüchtlinge. Doch diese sind den Dreien nicht gerade freundlich gesinnt …

Robert Kirkman baut sein Drama weiter geschickt aus und sorgt dafür, dass man die stets präsente Bedrohung nie vergisst, auch dann nicht, wenn sie nicht zu sehen ist. Wie auch schon in den vorangegangenen Bänden spielt vielmehr das Zwischenmenschliche eine Rolle. Die Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern, und hier sind nicht nur die romantischen Verwicklungen gemeint, machen nach wie vor einen immensen Reiz der Serie aus. Viel mehr sogar, als es die reinen Horror- und Splattermomente jemals könnten.
Gekonnt transportiert werden diese Emotionen am besten durch die richtigen Bilder. Und hierfür ist Charlie Adlard genau der richtige Künstler. Gemeinsam mit Kolorist Cliff Rathburn (der bei The Walking Dead einzig mit Graustufen auskommt) schaffen sie eine Welt, in der die Bedrohungen jederzeit spürbar sind, die trotzdem vertraut wirkt und dennoch immer neu und erschreckend realistisch.

FAZIT:

The Walking Dead hat sich inzwischen zu einem echten Phänomen entwickelt. Die wohl erfolgreichste Comicserie der Welt, außerhalb der beiden US-Comicriesen, eine ebenso erfolgreiche TV-Serie und, bis auf eine aktuell einzige Ausnahme, sehr gute Videospiele sprechen hier schon für sich. Kaum jemandem ist es möglich, an der Serie vorbeizukommen, oder nicht wenigstens davon gehört zu haben. Bei The Walking Dead kann man wirklich sagen, dass man etwas verpasst, wenn man es weder gelesen, noch gesehen oder gespielt hat. Eine so faszinierende Horror-Drama-Serie gab es schon lange nicht mehr. Und selbst diejenigen, die bisher nur eine der Vertriebsschienen ausprobiert haben, können durch einen Wechsel in ein anderes Medium noch Neues entdecken.

Zauber Nr. 1 [Egmont, April 2013]

Es war die große Liebe. So dachte zumindest Gaspard. Doch als eines Tages die Liebe seines Lebens Blanche D’Entremonde vor ihm steht und ihm verkündet, dass sie die Nachfolge ihres Vaters, des Königs der Zwischenwelt, antreten müsste und sie sich deshalb nicht mehr lieben dürften, bricht eine Welt zusammen. Er sucht Hilfe bei der Zauberin Miranda. Dank eines kleinen Holzporträts, das Gaspard von Blanche anfertigte und seiner Seele, die er mit Blut an Miranda überschreibt, will er Rache an Blanche nehmen. Während das Porträt in der Unterwelt bei Maldoror landet, der sich Hals über Kopf in die junge Königin verliebt, erleidet Gaspard ein anderes Schicksal. Maldoror begibt sich an die Oberfläche, um seiner Angebeteten zu begegnen …

Liebe, Verrat, Schicksal, Tragödie und vieles mehr wird hier in einer Fantasy-Geschichte gekonnt von Jean Dufaux und Jose Luis Munuera verwoben. In ruhigen und eingängigen Bildern wird das Schicksal mehrerer Menschen miteinander verknüpft, während die Welten um sie herum scheinbar zusammenbrechen. Vertrauen ist eine Lüge und die Liebe nichts als eine aussichtslose Hoffnung. Zumindest wollen Dufaux und Munuera und das vermitteln.
In wunderschönen Bildern, mit vielen Details und atemberaubenden Licht- und Schattenspielen wird eine Welt dargestellt, die zum Träumen und Verweilen einlädt. Warme Erdtöne, die behaglich und trotzdem beunruhigend wirken, wechseln sich mit kühlen und bedrohlichen Farben ab.

FAZIT:

Zauber, Band 1 ist ein gelungener Start in eine fantasiereiche Geschichte, angereichert mit Liebe und Hass. Mit Vertrauen und Verrat. Mit Freundschaft und Missgunst. Es werden Schicksale begonnen und so faszinierend erzählt, dass es einem schwer fällt, nicht wissen zu wollen, wie es weitergeht.

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