Review Kurzüberblick (18) (Spawn Nr. 110 & 111)

Okay, eigentlich sollten diese beiden Reviews schon letzte Woche online gehen, aber irgendwie kommt halt immer etwas dazwischen, wenn man etwas plant. Aber was solls. Jetzt isses fertig und ihr könnt es lesen, wenn ihr denn wollt. Ansonsten schauts euch halt einfach die Bilder an. 😀

Comic Review Kurzüberblick

Spawn Nr. 110 [Oktober 2014]

Autor: Todd McFarlane, Jon Goff
Zeichner: Szymon Kudranski
Format: Softcover
Umfang: 116 Seiten
Inhalt: Spawn 234-238
Verlag: Panini Comics
Preis: 14,99 Euro

Jim erfährt immer mehr aus seiner Vergangenheit und seine Gegenwart. Denn plötzlich steht Jim Twitch totem Sohn Max gegenüber, der ihm ein großes Geheimnis über Bludd offenbart und ihn gleichzeitig um Hilfe bittet. Ein weiteres Problem ist sein Kostüm, oder besser gesagt Symbiont, der immer weiter versucht Jim zu kontrollieren. Also versucht Jim herauszubekommen, inwieweit er bereits von dem Symbionten kontrolliert wird, und versucht sich umzubringen. Doch er muss mit diesem Problem nicht alleine klarkommen. Er bekommt unerwartet Hilfe von Cogliostro, der ihn nicht nur rettet, sondern auch den Umgang mit dem Kostüm erklärt und was er damit alles schaffen kann, solange er die Überhand behält. Und Cog zeigt Jim eine der wichtigsten Stellen in seinem Kampf gegen Himmel und Hölle: Die Todeszone, in der sämtliche Fähigkeiten des Kostüms verschwinden …

Todd McFarlane spinnt die Geschichte um den geheimnisvollen Jim Downing weiter und krempelt so ganz nebenbei die Glaubensansichten um. Himmel und Hölle sind seit der Erschaffung der Welt im Kampf miteinander um die Seelen. Allen voran denen der Menschen und egal wie aufrichtig und ehrlich ein Mensch lebt, am Ende seines Lebens hat er keinen Einfluss darauf ob er nun in den Himmel oder die Hölle kommt. Denn wenn es nach McFarlane geht, dann ist dies ein Wechsel in der Aufteilung. Eine Seele kommt in die Hölle und die nächste in den Himmel, dann wieder Hölle und dann erneut Himmel. Immer schön abwechselnd. Somit ist nur ausschlaggebend wann du stirbst und wohin die Seele vor dir gewandert ist. Deine Lebenseinstellung hat darauf aber keinen Einfluss. Er offenbart sogar, dass es inzwischen viele Menschen gibt, denen Himmel und Hölle einfach nur scheißegal sind, und ganz ehrlich, auch wenn es sich hier lediglich um Fiktion handelt, so spiegelt es doch auch irgendwo meine eigene Einstellung zum Leben und dem Tod wieder. Sicher werde ich jetzt nicht zum Arschloch mutieren, aber ich weiß in meinem Inneren für mich, dass egal was ich tue, wenn ich sterbe bin ich tot. Da ist kein Himmel und auch keine Hölle, nur Leere. Kein neues Leben in einem neuen Körper. Das Einzige worin ich weiterlebe sind meine Kinder und die Spuren, welche ich auf der Welt hinterlassen habe, wobei alles vergänglich ist. Aber ich denke das wird jetzt hier zu philosophisch.

Spawn hat viele Reize, vor allem inhaltlich kann mich die Serie aktuell überzeugen. Schon lange hatte die Reihe nicht so viel Spannung in sich geboten und vor allem viele offene Handlungsstränge, die alles ermöglichen. Erst recht dadurch, dass Haunt von McFarlane und Kirkman jetzt bei Spawn integriert wurde. Zwar ist dessen Rolle noch recht kurz und dementsprechend geheimnisvoll, aber gerade im bevorstehenden Krieg wischen Himmel und Hölle ist es ein sehr interessanter Ansatz. Spawn als eigentliches Werkzeug der Hölle, wohingegen Haunt eher der himmlische Vertreter ist.

Spawn Nr. 111 [März 2015]

Autor: Todd McFarlane, Jon Goff
Zeichner: Szymon Kudranski
Format: Softcover
Umfang: 116 Seiten
Inhalt: Spawn 239-243
Verlag: Panini Comics
Preis: 14,99 Euro

Kaum das Cogliostro Jim die Todeszone gezeigt hat offenbart sich ein neues Geheimnis. Jim Downing besitzt Flügel. Cogliostro erkennt, dass Jim offenbar eine Verbindung zum Himmel besitzen muss, was seine Beziehung zu seiner Spawn-Identität noch weiter verkompliziert. Nicht nur, dass er diesen Symbionten trägt, obwohl er nie gestorben ist, was für einen Spawn eigentlich ein Unding ist, jetzt erhält der Krieger der Hölle auch noch eine himmlische Komponente. So richtig verrückt wird es aber, als nicht nur Jim mit seinen Flügeln auftritt, sondern auch noch in seiner Spawn-Form mit den Flügeln ausgestattet ist. Dies dürfte es normalerweise nicht geben. Aber der Symbiont scheint wesentlich mehr Macht über Jim zu haben und tötet Coglisotro …

Es wirklich sehr spannend, was McFarlane alles aus seiner Figur herausholt. Was anfangs noch als einfacher Anitheld angelegt war und gerade zu Beginn eher durch Optik als Handlung überzeugen konnte (und da muss man wirklich ehrlich sein), entwickelt sich Spawn inzwischen zu einer sehr überzeugenden Horror-Mystery—Fantasy-Drama-Serie. Gerade was die Verknüpfung christlicher Glaubenselemente betrifft und der Einbindung klassischer Horrerelemente wie Vampiren finde ich überaus gelungen. Wer würde schon auf die Idee kommen, dass Adam und Eva eben nicht die einzigen Menschen waren, sondern Eva mehrere Schwestern hatte, von denen eine sich zu dem Urvampir Lilith entwickelte.
Für die richtige Stimmung sorgen die weiterhin grandiosen Bilder von Szymon Kudranski. Und auch wenn es manchmal schon ein wenig stört, dass sich Panels oder einzelne Bildelemente wiederholen, ist die gesamte Optik mehr als gelungen. Zwar habe ich gelegentlich das Gefühl, und das ist eigentlich kein Positives, dass sich hier ein zweiter Greg Land entwickelt, da einige Bilder aussehen, wie Fotos, die mit Effektfiltern bearbeitet wurden, um einen Comiclook zu erzeugen. Doch so etwas möchte ich Kudranski aktuell nicht unterstellen, wobei mich seine Arbeitsweise trotzdem interessieren würde. Denn alles in allem sieht die Optik schon umwerfend aus.

Wahnsinn, in welche Richtung sich Spawn aktuell entwickelt. Es ist wirklich kaum in Worte zu fassen, wie sehr mich die Reihe aktuell begeistert und ich weiß, dass ich ihr, so wie es im Moment läuft, treu bleibe. Und die Veröffentlichung im Paperback mit jeweils fünf US-Heften tut der Serie ebenfalls gut, da hier die Handlung wesentlich besser zur Geltung kommt, als in der zweimonatlichen Heftserie mit nur zwei US-Ausgaben.

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