Spider-Man & The Avengers (30) (Infinity Nr. 5-6 & Avengers Nr. 14)

Heute gibt es das große Finale und damit es sich auch lohnt, hab eich diesmal nicht zwei Hefte, sondern alle drei Ausgaben um den Abschluss auch schön rund zu machen. Wäre ja Blödsinn wegen eines Heftes ein Extra-Review zu machen, wenn es doch hier so gut dazupasst. Also auf geht’s:Spider-Man Avengers

Infinity Nr. 5 [September 2014]

Autor: Jonathan Hickman, Matt Kindt
Zeichner: Jerome Opeña, Dustin Weaver, Steven Sanders, Paco Diaz, Derec Donovan
Format: Heft/Variant
Umfang: 60 Seiten
Inhalt: Infinity 5 & Infinity: The Hunt 4
Verlag: Panini Comics
Preis: 7,00 Euro

Der Kampf gegen die Builder und deren Alephs zieht dank des Triumphs von Thor gegen einen der Builder auch auf anderen Planeten und in den von den Buildern eroberten Sonnensystemen ihre Kreise. Überall stellen sich die Unterdrückten ihren Eroberern siegreich entgegen. Und bei jedem Sieg spielen die Avengers und deren Symbol eine große Rolle Ihr unerschütterlicher Siegeswillen gibt allen Völkern Kraft. Während der endgültige Sieg gegen die Builder kurz bevorsteht, erringt auch Thanos einen Erfolg. Er steht endlich seinem Sohn gegenüber. Nun muss er ihn nur noch aus dem Weg räumen …
Unterdessen bekämpfen auch die Schüler der verschiedenen Superheldenakademien die Auswirkungen des Angriffes und begeben sich dafür sogar bis nach Wakanda. Sie erkennen, dass der Angriff auf Atlantis von wakandischen Armeen durchgeführt wurde. Doch selbst mit den neuen Verbündeten an ihrer Seite ist ein Sieg nicht sicher …

Während die erste Story, die Haupthandlung sozusagen, nach wie vor durchaus spannend ist, überzeugt der Kampf der jungen „Helden“ überhaupt nicht mehr. Keine Besonderheiten, nichts überraschendes und selbst die Spannung ist nur mäßig. Zwar hat auch die Hauptgeschichte ihre Kritikpunkte, gerade als es um die Auswirkungen des Einflusses der Avengers geht. Hier wirkt alles in meinen Augen viel zu pathetisch, was sich auch in der Bildsprache fortsetzt. Zwar sind die Bilder um einiges besser, als in der Nebenserie „The Hunt“, doch dieser Pathos ist in meinen Augen zu viel und zu dick aufgetragen. Dadurch geht sehr viel in der Geschichte verloren, bzw. wird für meinen Geschmack verwässert.

So kurz vor dem Finale lässt die Qualität nach und irgendwie bleibt ein unzufriedenes Gefühl zurück. Der „Cocktail“ wirkt unausgegoren und voreilig serviert. Und zwar in beiden Heftteilen, was im Grunde schon eine Enttäuschung ist.

Avengers Nr. 14 [September 2014]

Autor: Jonathan Hickman
Zeichner: Leinil F. Yu
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Avengers (2013) 22-23
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Nachdem die Builder zurückgedrängt wurden, müssen sich die Helden nu einer neuen Aufgabe stellen. Die Erde vor Thanos zu retten. Gemeinsam mit ihren Verbündeten machen sie sich auf den Weg zur Erde, die jedoch bereits als verloren gilt. Aber Captain America gibt nicht auf. Doch bevor sie auf Thanos treffen, gilt es erst einmal seine Diener zu vernichten. Black Dwarf, der bereits bei seinem ersten Feldzug gegen Wakanda eine Niederlage erlitt, ist nun umso kampfbereiter um seinen Herrscher Thanos nicht erneut zu bekämpfen. Gegen die Avengers alleine stehen seine Chancen sogar ganz gut, aber wie sieht es mit Unterstützung der Kree, Skrull, Shiar und der restlichen Flotte, die bereits gegen die Builder bestanden hat, aus?

Was Hickman hier abliefert, ist zwar ganz unterhaltsam, stellenweise aber auch ziemlich belanglos und effektheischend. Zwei US-Hefte mit jeweils 22 Seiten Umfang und alles, was wichtig und interessant wäre,, kann man auf maximal 10 Seiten zusammenfassen inklusive toller Bilder. Denn an denen gibt es von mir nichts auszusetzen.
Woran ich ebenfalls nichts auszusetzen habe, sind die Covermotive der in diesem Event eingebundenen Ausgaben. Hier hat sich Panini entschlossen, das wunderschöne von Daniel Acuña entworfene Motiv mit so ziemlich allen bisherigen Rächern zu verwenden. Das passt nicht nur ganz gut zum Event, sondern auch zu der Tatsache, dass die Rächer in Deutschland seit nunmehr 40 Jahren eine eigene Serie in Deutschland haben. Denn seit 1974 haben die Rächer begonnen beim Williams-Verlag, eine eigene Serie, und mit ein paar wenigen Unterbrechungen hatten sie das auch relativ konstant, wobei es bei Condor keine Hefte, sondern Taschenbücher waren. Das komplette Motiv habe ich noch einmal eingescannt und hier im Artikel eingebunden. Die genaue Auflistung aller darauf befindlichen Rächer gibt es von Christian Endres im Nachwort, den „Avengers-Akten“, der Hefte 9 bis 14.

Das gesamte Covermotiv in seiner Pracht.

Wenig Unterhaltung viel Leere und effektüberladenes Nichts machen dieses Heft nicht wirklich zu einem Genuss. Dafür ist die Optik wenigstens gelungen und Leinil Francis Yu macht wirklich tolle Arbeit, von der ersten bis zur letzten Seite. Nun steht nur noch das letzte Kapitel von Hickmans-Space-Opera-Action-Event an, bevor es möglicherweise mit Inhumanity weitergeht.

Infinity Nr. 6 [Oktober 2014]

Autor: Jonathan Hickman
Zeichner: Dustin Weaver, Jim Cheung, Mike Deodato
Format: Heft/Variant
Umfang: 84 Seiten
Inhalt: Infinity (2013) 6 & New Avengers (2013) 12
Verlag: Panini Comics
Preis: 7,00 Euro

Die Builder sind besiegt und nun ist alles, was die Erde noch von einem einigermaßen normalen Leben trennt der tyrannische Despot Thanos, der seinen Sohn vom Antlitz dieses Universum tilgen will und muss. Black Dwarf wurde bereits besiegt und nun sind es noch Corvus Glaive, Proxima Midnight, Ebony Maw und Supergiant die den Helden im Weg stehen, wobei nicht alle vier als Kämpfer auftreten. Während Supergiant von Maximus und Lockjaw zusammen mit der Bombe wegteleportiert wird, und somit keine Gefahr mehr darstellt, kämpfen die restlichen Helden gegen Proxima Midnight und Corvus Glaive, wohingegen Ebony Maw seine ganz eigenen Ziele zu verfolgen scheint. Am Ende sind Thanos letzte beiden Krieger geschlagen, als Thane, der Sohn von Thanos, seine schreckliche Macht einsetzt, geführt von Ebony Maw, um allem ein Ende zu setzen. Doch welches Schicksal ist schlimmer als eine verlorene Erde oder der Tod?

Ich muss ehrlich gestehen, dass meine Erwartungen nach den letzten Ausgaben nicht gerade hoch waren. Vielleicht hat es mir gerade daher durchaus gefallen, wenngleich viel Optik wenig Handlung präsentierte. Aber, und das hat mir außerordentlich gut gefallen, Hickman hat sich der Marvel-Vergangenheit erneut bedient und verpasst Thanos eine geschichtsträchtige Pose. Denn eine Ähnliche, wenn nicht sogar fast identische, zeigt Jim Starlin in seinem Meisterwerk „Der Tod des Captain Marvel“. Zwar fehlen hier einige Details gegenüber Hickmans Pose, aber dennoch ist es erstaunlich und für alte Fans eine tolle Hommage.
Neben diesem Abschluss gibt es mit der 12. Ausgabe von Hickmans „New Avengers“ eine Art Prolog, der in meinen Augen aber eher schmückendes Beiwerk ist und als Einleitung auf Inhumanity gesehen werden kann. Immerhin werden hier einige Weichen für die Zukunft des Marvel-Universum gestellt, allen voran die Auswirkungen der Terrigen-Bombe auf die Menschheit.
Zeichnerisch wurden diese letzten Kapitel von Dustin Weaver, Jim Cheung und Mike Deodato umgesetzt und alle drei Künstler verstehen ihr Handwerk in einem außerordentlichen Maße. Mehr brauche ich hier darüber, so denke ich, wohl nicht zu schreiben.

Infinity ist zwar zusammenfassend nur ein Event wie viele, aber zum Glück bei Weitem nicht so furchtbar enttäuschend wie die letzten Großereignisse im Marvel-Universum. Das, plus die wunderschönen und humorvollen Skottie Young-Cover, sorgen dafür, dass mir dieses Event in besserer Erinnerung bleibt, als The Siege oder Fear Itself.

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